
Club | 19. Juli 2013 um 02:12 Uhr
Ich packe meinen Koffer…
Ich packe meinen Koffer…

Wenn die Mannschaft von Hertha BSC ins Trainingslager aufbricht, sind Organisationskünstler gefragt.
Berlin - Irgendwie begann für Hendrik Herzog und Robert Abramczyk bereits am Mittwoch (17.07.13) das Trainingslager von Hertha BSC. Drei Tage bevor die Mannschaft ins österreichische Irdning abreist, sind die Organisationskünste der beiden gefragt. Als Zeugwarte kümmern sie sich darum, dass alle Utensilien, die das Team von Cheftrainer Jos Luhukay benötigt, ihren Weg von Berlin an den Zielort finden.
Herzog ist in Eile, er hat nicht viel Zeit, denn er ist am Packen. Abramczyk spult indessen mit stoischer Ruhe sein umfangreiches Programm ab. Rund eine Tonne Gepäck gehen bei Trainingslagern der Herthaner auf die Reise. Fein säuberlich wird alles in knapp zwanzig großen Metallkisten verpackt, die mit Aufklebern versehen sind, sodass für die beiden mit einem Blick ersichtlich ist, was sich darin verbirgt. „Fast komplett alles, was im heimischen Trainingsbetrieb genutzt wird, kommt auch mit ins Trainingslager“, macht Herzog das Ausmaß der logistischen Meisterleistung deutlich. Die Kleidung, Hürden, Stangen, Aufsteller, Bälle, Massagebänke und diverse Arbeitsmaterialien der medizinischen Abteilung werden mit viel System im Inneren des Mannschaftsbusses verstaut. „Es gibt einen ganz entscheidenden Grundsatz“, erzählt der frühere Profi-Fußballer und DDR-Nationalspieler: „Du darfst einfach nichts vergessen!“
Busfahrt ohne Passagiere
Gemeinsam hat Herzog mit Abramczyk, der "Arbeitsbiene", der nix entgeht, alles auf dem Radar. Die Arbeit der beiden Zeugwarte ist eng mit den Ideen des Trainerteams verbunden. „Jos Luhukay sagt uns, was er alles im Trainingslager braucht, und wir setzen es um“, beschreibt „Herze“ den Planungsprozess, der bereits lange vor der Reise stattfindet. Die Zusammenarbeit mit Luhukay sei hervorragend, so Herzog. „Der Coach ist sehr kooperativ, sodass wir das alles problemlos miteinander abstimmen können.“
Zwei bis drei Stunden dauert es, bis alle Koffer, Kisten und Materialien im Inneren des Busses, den Stephan Behrendt vor der Mannschaftskabine geparkt hat, untergebracht sind. Behrendt sitzt auch am Donnerstag wieder am Steuer, wenn das unverkennbare Vehikel, auf dem die Berliner Silhouette und die Fahne pur prangt, sich zu seinem Zwischenstopp nach Köln aufmacht. Seit über einem Jahr ist er der Busfahrer der Herthaner und befördert im Alleingang das Trainingslagergepäck von A nach B, denn die Mannschaft ist sowohl zum Testspiel nach Köln als auch nach Österreich per Flugzeug unterwegs. Erst vor Ort kommt Behrendt wieder ins Spiel, holt das Team ab und fährt es mit der Erfahrung von 36 Dienstjahren sicher ans Ziel. „Ich werde eine Nacht in Köln schlafen und dann am Freitag nach Irdning fahren“, erzählt Behrendt über seine einsame Fahrt im leeren Bus. Er rechnet mit einer Dauer von rund acht bis zehn Stunden für den Trip in die Alpenrepublik. „Langweilig wird einem nicht, denn man hält die Konzentration dauerhaft hoch“, sagt er über seine Reise ohne Passagiere. „Es ist zwar angenehmer, wenn die Mannschaft mit an Bord ist, aber ich werde auch so eine schöne Fahrt haben“, ist die Vorfreude auf das Trainingslager auch bei Stephan Behrendt groß.
Di Martino sorgt für den perfekten Aufenthalt
Dass die komplette An- und Abreise, der gesamte Trip ins Trainingslager, der Spieler und des Trainer- sowie Betreuerstabs, die alle lediglich ihr Privatgepäck mit sich führen, reibungslos funktioniert, dafür sorgt Teamleiter Nello di Martino. Die „gute Seele“ der Herthaner plant die Flüge, wählt die Unterkünfte aus und organisiert die Abläufe vor Ort, um allen einen perfekten Aufenthalt zu bereiten. Vorher war er schon vor Ort, hat vor der Buchung alles begutachtet und im Laufe der Planung alles genau von A bis Z immer wieder gecheckt. Di Martino kämpft sich mit viel Herzblut, seiner unermüdlichen Leidenschaft für den Job und seiner innständigen Liebe zum Klub durch den Planungsmarathon und trägt damit sehr viel zum guten Gelingen eines Trainingslagers bei. Für ihn besteht die Herausforderung darin, dass sich die Mannschaft und die Coaches voll und ganz auf das Training konzentrieren können. Alles andere erledigt er – und das seit nunmehr über dreißig Jahren.
Bei Ankunft in Irdning geht die Arbeit für Hendrik Herzog und Robert Abramczyk dann wieder von vorne los. Alles, was in Berlin seinen mühseligen und geordneten Weg in die Stauflächen des Busses fand, muss wieder hinaus. „Das ist alles eine Frage der Planung. Die läuft bei mir ständig im Kopf ab. Nach dem ersten Trainingslager in Bad Saarow ratterten bei mir schon die Vorbereitungen für Österreich“, schildert Herzog, der seit 2007 Zeugwart bei Hertha BSC ist. Spätestens ab Mittwoch (24.07.13) wird er wieder in Eile sein, denn wiederum drei Tage vor der Rückreise in die deutsche Hauptstadt geht es ans Packen. Alles, was nicht mehr gebraucht wird, verschwindet in den Tiefen des Busses. Bei aller Hektik müssen Hendrik Herzog und Robert Abramczyk dabei aber doch einen kühlen Kopf bewahren, denn vergessen möchten sie in Irdning definitiv nichts.
Herzog ist in Eile, er hat nicht viel Zeit, denn er ist am Packen. Abramczyk spult indessen mit stoischer Ruhe sein umfangreiches Programm ab. Rund eine Tonne Gepäck gehen bei Trainingslagern der Herthaner auf die Reise. Fein säuberlich wird alles in knapp zwanzig großen Metallkisten verpackt, die mit Aufklebern versehen sind, sodass für die beiden mit einem Blick ersichtlich ist, was sich darin verbirgt. „Fast komplett alles, was im heimischen Trainingsbetrieb genutzt wird, kommt auch mit ins Trainingslager“, macht Herzog das Ausmaß der logistischen Meisterleistung deutlich. Die Kleidung, Hürden, Stangen, Aufsteller, Bälle, Massagebänke und diverse Arbeitsmaterialien der medizinischen Abteilung werden mit viel System im Inneren des Mannschaftsbusses verstaut. „Es gibt einen ganz entscheidenden Grundsatz“, erzählt der frühere Profi-Fußballer und DDR-Nationalspieler: „Du darfst einfach nichts vergessen!“
Busfahrt ohne Passagiere
Gemeinsam hat Herzog mit Abramczyk, der "Arbeitsbiene", der nix entgeht, alles auf dem Radar. Die Arbeit der beiden Zeugwarte ist eng mit den Ideen des Trainerteams verbunden. „Jos Luhukay sagt uns, was er alles im Trainingslager braucht, und wir setzen es um“, beschreibt „Herze“ den Planungsprozess, der bereits lange vor der Reise stattfindet. Die Zusammenarbeit mit Luhukay sei hervorragend, so Herzog. „Der Coach ist sehr kooperativ, sodass wir das alles problemlos miteinander abstimmen können.“
Zwei bis drei Stunden dauert es, bis alle Koffer, Kisten und Materialien im Inneren des Busses, den Stephan Behrendt vor der Mannschaftskabine geparkt hat, untergebracht sind. Behrendt sitzt auch am Donnerstag wieder am Steuer, wenn das unverkennbare Vehikel, auf dem die Berliner Silhouette und die Fahne pur prangt, sich zu seinem Zwischenstopp nach Köln aufmacht. Seit über einem Jahr ist er der Busfahrer der Herthaner und befördert im Alleingang das Trainingslagergepäck von A nach B, denn die Mannschaft ist sowohl zum Testspiel nach Köln als auch nach Österreich per Flugzeug unterwegs. Erst vor Ort kommt Behrendt wieder ins Spiel, holt das Team ab und fährt es mit der Erfahrung von 36 Dienstjahren sicher ans Ziel. „Ich werde eine Nacht in Köln schlafen und dann am Freitag nach Irdning fahren“, erzählt Behrendt über seine einsame Fahrt im leeren Bus. Er rechnet mit einer Dauer von rund acht bis zehn Stunden für den Trip in die Alpenrepublik. „Langweilig wird einem nicht, denn man hält die Konzentration dauerhaft hoch“, sagt er über seine Reise ohne Passagiere. „Es ist zwar angenehmer, wenn die Mannschaft mit an Bord ist, aber ich werde auch so eine schöne Fahrt haben“, ist die Vorfreude auf das Trainingslager auch bei Stephan Behrendt groß.
Di Martino sorgt für den perfekten Aufenthalt
Dass die komplette An- und Abreise, der gesamte Trip ins Trainingslager, der Spieler und des Trainer- sowie Betreuerstabs, die alle lediglich ihr Privatgepäck mit sich führen, reibungslos funktioniert, dafür sorgt Teamleiter Nello di Martino. Die „gute Seele“ der Herthaner plant die Flüge, wählt die Unterkünfte aus und organisiert die Abläufe vor Ort, um allen einen perfekten Aufenthalt zu bereiten. Vorher war er schon vor Ort, hat vor der Buchung alles begutachtet und im Laufe der Planung alles genau von A bis Z immer wieder gecheckt. Di Martino kämpft sich mit viel Herzblut, seiner unermüdlichen Leidenschaft für den Job und seiner innständigen Liebe zum Klub durch den Planungsmarathon und trägt damit sehr viel zum guten Gelingen eines Trainingslagers bei. Für ihn besteht die Herausforderung darin, dass sich die Mannschaft und die Coaches voll und ganz auf das Training konzentrieren können. Alles andere erledigt er – und das seit nunmehr über dreißig Jahren.
Bei Ankunft in Irdning geht die Arbeit für Hendrik Herzog und Robert Abramczyk dann wieder von vorne los. Alles, was in Berlin seinen mühseligen und geordneten Weg in die Stauflächen des Busses fand, muss wieder hinaus. „Das ist alles eine Frage der Planung. Die läuft bei mir ständig im Kopf ab. Nach dem ersten Trainingslager in Bad Saarow ratterten bei mir schon die Vorbereitungen für Österreich“, schildert Herzog, der seit 2007 Zeugwart bei Hertha BSC ist. Spätestens ab Mittwoch (24.07.13) wird er wieder in Eile sein, denn wiederum drei Tage vor der Rückreise in die deutsche Hauptstadt geht es ans Packen. Alles, was nicht mehr gebraucht wird, verschwindet in den Tiefen des Busses. Bei aller Hektik müssen Hendrik Herzog und Robert Abramczyk dabei aber doch einen kühlen Kopf bewahren, denn vergessen möchten sie in Irdning definitiv nichts.