Kobiashvili mit neuen Aufgaben zurück
Club | 10. September 2014, 20:45 Uhr

Kobiashvili mit neuen Aufgaben zurück

Kobiashvili mit neuen Aufgaben zurück

Der Ex-Profi über seine neue Funktion bei Hertha BSC und den Genuss von Freizeit und Familie.

Berlin - Er ist zurück! Einige Mitarbeiter der Geschäftsstelle von Hertha BSC staunten nicht schlecht, als Levan Kobiashvili zur Tür hereinkam, allen persönlich die Hand schüttelte und sich auf einem Stuhl im großen Besprechungsraum niederließ. Die folgende Spieltags-Besprechung ist Teil des neuen Aufgaben-Bereichs des Georgiers. "Ich schaue mir aktuell unglaublich viel an, fast alles ist neu für mich. Es ist ein riesiger Lernprozess in den letzten Tagen." Seit Anfang September ist 'Kobi' in Berlin und hat die Arbeit bei Hertha BSC wieder aufgenommen. Diese liegt nun aber fernab des Trainingsplatzes: "In der Anfangszeit bekomme ich viel gezeigt. Die Abläufe in der Jugendakademie, die Organisation des Trainings, hin und wieder habe ich auch Berührungspunkte mit dem Profi-Team“, beschreibt der Ex-Profi seinen aktuellen Aufgabenbereich.

"Nach meinem emotionalen Abschied als Spieler war ich sehr lange in Georgien, das war wirklich wunderschön." Nach gut 20 Jahren im Profi-Fußball war das die mit Abstand längste zusammenhängende Zeit, die Kobiashvili mal ganz für sich nutzen konnte. Der Familienmensch kümmerte sich intensiv um seine Kinder und stand auch zwei- bis dreimal die Woche auf dem Fußballplatz. Doch anstatt gegen Profis wie Robert Lewandowski oder Marco Reus anzutreten, waren die Spieler in diesem Fall der eigene Sohn. Es läuft nun alles etwas ruhiger ab bei Kobi, doch dies sieht er keinesfalls als Problem: "Als ich gehört habe, was die Jungs für eine Vorbereitung absolviert haben, da war ich sehr froh, in der Zeit in Georgien zu sein", erzählte der 100-fache Nationalspieler mit einem Grinsen.

Kobi genießt seine neue Funktion

"Ich wollte nach meiner aktiven Karriere immer etwas im Fußball machen, von daher bin ich sehr froh, dass Hertha BSC mir diese Möglichkeit bietet." In seinem neuen Büro hat er nun Stellung bezogen, sitzt unter anderem mit Akademie-Leiter Benjamin Weber, dessen Vorgänger Hans-Peter Jakob, Pal Dardai, Frank Vogel und Zecke Neuendorf in einem Büro. "Es herrscht eine super Atmosphäre, ich habe mit Personen zu tun, von denen ich unglaublich viel lernen kann. Hier geht es wirklich die ganze Zeit nur um Fußball", lacht Kobi. Sein eigenes Wissen aus über 350 Spielen in der Bundesliga versucht er natürlich auch einzubringen und stößt dabei stets auf offene Ohren. Zudem absolviert der ehemalige Defensivspezialist ein Fernstudium und schätzt die theoretischen Studieninhalte und die praktische Anwendung vor Ort.

"Als Spieler gibt es sehr geregelte Abläufe, man bekommt gar nicht richtig mit, was alles hinter den Kulissen läuft. Ich finde das super interessant." Auch wenn es zeitlich aufwendiger ist als vorher, gefallen ihm die neuen Aufgaben. Zudem hält er sich immer noch fit, geht häufig joggen und spielte bereits zweimal für das Traditionsteam von Hertha BSC. Wo es langfristig hingehen soll, vermag er auch noch nicht zu sagen. "Ich werde wohl den Trainerschein B machen. Was ich in einigen Jahren machen werde, kann ich aber selbst noch nicht beantworten." Aktuell arbeitet sich Kobi voll und ganz in seine neue Aufgabe bei Hertha BSC ein. "Das einzige Problem ist, dass meine Tochter mit mir meckert, weil ich nicht mehr so oft zu Hause bin. Es macht mir aber Spaß, den Job hier mache ich wirklich gerne."

(ms/war)

von Hertha BSC