Titel verteidigt!
Teams | 24. Januar 2015, 19:04 Uhr

Titel verteidigt!

Titel verteidigt!

Herthas Traditionself holt sich beim AOK Traditionsmasters erneut den Titel.
Berlin - Vor zum fünften Mal in Serie ausverkauftem Haus fand am Samstag (24.01.15) in der Max-Schmeling-Halle die Neuauflage des AOK Traditionsmasters statt. Mit fast 2.000 Bundesliga-Spielen auf dem Buckel, doch spielfreudig wie eh und eh, trumpfte Herthas Traditionself beim Budenzauber auf und sicherte sich Finale gegen Sparta Prag, dem spektakulärsten Spiel des gesamten Turniers, den Pokal und machte somit die Titelverteidigung perfekt. Den 8.032 Zuschauern wurde von Beginn an eine Menge geboten – die etwas höheren Tore sorgten dafür, dass in den Duellen der Legenden jede Menge Tore fielen.

Die Herthaner trafen in ihrer ersten Partie auf die Frankfurter Eintracht. Das Team von Heikko Glöde brauchte etwas, um in die Partie zu kommen. Lediglich Dariusz Wosz wusste in den ersten zehn Minuten, eine der vielen Möglichkeiten zu nutzen. Nach dem Seitenwechsel kamen die Blau-Weißen jedoch deutlich besser in Schwung. Viele schnelle Kombinationen brachten das hessische Tor immer wieder in Gefahr – ein Doppelpack von U23-Trainer Ante Covic sorgte für klare Verhältnisse. Auch vom Anschlusstreffer ließen sich die Lokalmatadoren nicht aus der Ruhe bringen, Levan Kobiashvili und Stefan ‚Paule’ Beinlich sorgten für den 5:1-Endstand und einen gelungenen Auftakt ins Turnier.

Sieg im Derby gegen Union


Bereits vor dem zweiten Gruppenspiel – dem Derby gegen den 1. FC Union – standen beide Berliner Teams in der nächsten Runde, da sich die ‚Eisernen’ ebenfalls gegen Frankfurt durchgesetzt hatten. Und derbytypisch war von Anpfiff an eine Menge Feuer in der Partie. Die Köpenicker gingen kurz vor der Pause in Führung – der vermeintliche Ausgleich durch Wosz mit der Pausensirene zählte nicht mehr. Doch schon 30 Sekunden nach Wiederanpfiff war es erneut Covic, der für den verdienten Ausgleich sorgte. Doch Union hatte eine Antwort parat und ging wieder in Führung. Doch wie schon im ersten Spiel liefen die Blau-Weißen nach dem Seitenwechsel heiß. Andreas Schmidt glich aus, Wosz sorgte für die erste Führung und Covic legte nach. Den Schlusspunkt zum 5:2 setzte Kobiashvili kurz vor Abpfiff. Ehe es dann in die K.O-Runde ging trafen noch die Jüngsten in einem Einlagespiel aufeinander. Die Herthaner besiegte die U8 des 1. FC Union mit 3:1.

Im Halbfinale trafen die Hertha-Legenden dann auf Bayer Leverkusen, die hinter Sparta Prag und vor Werder Bremen Zweiter in der Parallelgruppe geworden waren. Und beide Teams schenkten sich nichts. In der Anfangsphase hatten die Rheinländer mehr von der Partie, doch die Herthaner kamen zunehmend besser ins Spiel. Oliver Schmidt setze bei einem Abpraller von der Bande nach und drückte diesen zur Führung über die Linie. Doch fast im Gegenzug traf Gensler trocken aus spitzem Winkel unter die Latte zum 1:1-Pausenstand. Nach Wiederanpfiff erzielte zunächst Hartmann die erneute Führung – nach einem Doppelschlag durch Wosz und Dardai wähnten sich die Blau-Weißen schon sicher im Finale, doch Feinbier brachte Leverkusen mit zwei Treffern wieder heran. Die knappe Führung hatte jedoch dann bis zum Abpfiff Bestand.

Torspektakel im Finale


Gegen den Vertreter aus der tschechischen Hauptstadt, die ihr Halbfinale gegen den 1. FC Union mit 3:1 für sich entscheiden hatten, entwickelte sich im entscheidenden Finale eine mehr als unterhaltsame Partien ohne große taktische Zwänge. Es ging hin und her: Früh hatte Wosz die Blau-Weißen in Führung gebracht, wenig später konterte Zecke Neuendorf den zwischenzeitlichen Ausgleich, ebenso wie Kobiashvili etwas später zum 3:2. Doch selbst das 4:2 durch Bobic brachte die Prager nicht aus der Partie. Nach dem Anschlusstreffer erzielte Sparta zwei Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit den 4:4-Ausgleich.

Kobiashvili war es kurz nach Wiederanpfiff, der zwar die 5:4-Führung erzielte, doch Sparta Prag hatte ein weiteres Mal eine Antwort parat. Erst danach lenkte Wosz mit seinen Toren die Partie in die richtige Richtung. Zwei Tore zum 7:5 und – nach Covics 8:5 – nochmals zwei Treffer zum 10:5-Endstand sorgten schlussendlich für die viel umjubelte Entscheidung. Mit seinen Toren im Finale schloss Dariusz Wosz noch zu Leverkusens Feinbier in der Torschützenliste auf. Die Traditionself der ‚Werkself’ hatte sich durch einen 8:1-Erfolg über den 1. FC Union den dritten Platz gesichert.

Für Hertha BSC im Einsatz:
Marco Sejna, Norbert Henkel, Dariusz Wosz, Stefan Beinlich, Ante Covic, Andreas Neuendorf, Michael Hartmann, Andreas und Oliver Schmidt, Fredi Bobic, Pal Dardai, Levan Kobiashvili

Die Ergebnisse im Überblick:

Gruppe A
Bayer Leverkusen – Sparta Prag 3:6
Werder Bremen – Bayer Leverkusen 1:4
Sparta Prag – Werder Bremen 3:3

Gruppe B
Eintracht Frankfurt – 1. FC Union 1:3
Hertha BSC – Eintracht Frankfurt 5:1
1. FC Union – Hertha BSC 2:5

Halbfinale
Sparta Prag – 1. FC Union 3:1
Hertha BSC – Bayer Leverkusen 4:3

Spiel um Platz 3
Bayer Leverkusen – 1. FC Union 8:1

Finale
Hertha BSC – Sparta Prag 10:5

(war/war)

von Hertha BSC