Kiek ma, wo dit hinjeht: Leipzig
Profis | 15. Dezember 2016, 16:14 Uhr

Kiek ma, wo dit hinjeht: Leipzig

Kiek ma, wo dit hinjeht: Leipzig

Am Samstag (17.12.16) geht es für Hertha BSC zum Auswärtsspiel bei RasenBallSport Leipzig. Der kommende Gegner im Porträt.

Berlin Dass mit dem Aufsteiger zu rechnen sein würde, dachte man sich ja bereits. Dass er aber direkt in der Region der internationalen Plätze mitspielen würde – und sogar auf einem Champions League-Platz steht – nicht zwangsläufig. Auch in Leipzig selbst ist man etwas überrascht von dem eigenen Höhenflug. "Das hätten wir natürlich nicht erwartet, dass wir am 14. Spieltag das erste Mal verlieren", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl kürzlich. Denn am vergangen Spieltag war es dann soweit, Leipzig musste als letzter bisher unbesiegter Bundesligaverein erstmals ohne Punkte vom Platz gehen. Und das ausgerechnet gegen Hasenhüttls Ex-Club und dem Tabellenletzten aus Ingolstadt. Die Premieren-Pleite sei aber bereits abgehakt: "Wir machen uns über die Niederlage keine Gedanken mehr. Es wäre ja alles andere als normal, wenn wir nie verlieren würden", gibt sich Hasenhüttel gelassen. Wie es sonst um den Aufsteiger steht und inwiefern sich die Herthaner Chancen ausrechnen können, hat herthabsc.de zusammengefasst.

Die sportliche Situation: RasenBallsport Leipzig spielt bisher eine überragende Saison. Leipzig steht nach 14 Spielen auf Tabellenplatz zwei – mit 33 Zählern punktgleich mit Rekordmeister Bayern München. Der Liganeuling gewann bereits 10 Mal. Am vergangenen Spieltag mussten die Leipziger allerdings ihre erste Niederlage einstecken und damit ihren zwischenzeitlichen Spitzenplatz räumen. "Es war klar, dass so ein Spiel irgendwann kommen würde, doch das wirft uns nicht um", sagte Hasenhüttl nach der Partie.

Die Schnittstellen: Terrence Boyd spielte von 2009 bis 2011 für Herthas zweite Mannschaft, seit Sommer 2014 steht er bei Leipzig unter Vertrag. In der laufenden Saison war er nur für die zweite Mannschaft Leipzigs im Einsatz. Sucht man nach weiteren Verbindungen, fällt eine ins Auge! Vedad Ibisesivic spielte von 2007 bis 2011 bei Hoffenheim unter Ralf Rangnick -damals Trainer der TSG, heute Sportdirektor beim Aufsteiger. Unter Rangnick absolvierte Ibisevic 97 Spiele in Liga Eins und Zwei und traf dabei 40 Mal. Auch Innenverteidiger Marvin Compper lief zusammen mit dem Hertha-Kapitän für 1899 auf, dieser fällt aber verletzt aus.

Die Leipziger im Fokus: Timo Werner ist mit acht Treffern (genauso viele wie Ibisevic) und vier Vorlagen erfolgreichster Torschütze der Leipziger. Der U21-Nationalspieler wechselte im Sommer 2016 vom Absteiger aus Stuttgart zum Aufsteiger nach Leipzig. Dort war er sofort gesetzt und trug mit seinen starken Leistungen zum Leipziger Erfolg bei. Auffällig machte sich Werner zuletzt auch wegen einer Schwalbe, die zum Elfmeter und damit zum Sieg seines Teams über Gelsenkirchen führte. "Es war eine Schwalbe", zeigte sich Werner nach Diskussionen einsichtig und legt den Fokus nun wieder aufs Sportliche.

Die bisherigen Duelle: Gibt es nicht. Da die Leipziger erst seit der aktuellen Saison in der Bundesliga spielen und in den letzten sechs Jahren irgendwo zwischen Oberliga Nordost und deutschem Oberhaus auf dem Rasen standen, trafen die beiden Clubs noch nie in einem Pflichtspiel aufeinander. Einen gibt es aber doch, der schon mal mit RasenBallsport Bekanntschaft machte, nämlich Coach Pál Dárdai. Nicht aber mit den Profis, sondern mit der U15. Dreimal traf er als Coach des Hertha-Nachwuchses auf den aus Leipzig, dreimal siegten die Berliner. "Damals haben wir uns immer etwas Besonderes ausgedacht", erinnert sich Dárdai. Das wird auch dieses Mal notwendig sein. Die U23 der Blau-Weißen duellierte sich bereits mit RasenBallsport, als diese einen Zwischenhalt in der Regionalliga Nordost einlegten. Hierbei gewann Leipzig fünf der sechs Aufeinandertreffen, eines endete unentschieden.

Die Meinung über den Hauptstadtclub: "Wir wissen, welche Klasse uns erwartet und müssen hellwach sein um eine Antwort auf die Berliner Spielweise zu finden", sagte Leipzig-Coach Hasenhüttl bei der Pressekonferenz zur Partie. Welche Spielweise ihn und sein Team erwartet, vermutet er noch nicht: "Man hat ja bereits gehört, dass sie eventuell anders spielen werden, wir lassen uns überraschen. Hertha agiert innerhalb der 90 Minuten sowieso sehr flexibel", so der Trainer weiter.

(lb/dpa)

von Hertha BSC