Profis | 31. Oktober 2018, 17:53 Uhr

"Wollen den Schwung mitnehmen"

"Wollen den Schwung mitnehmen"

Maximilian Mittelstädt gehört zu den vielen Berliner Profis, deren Entwicklung in dieser Spielzeit klar nach oben zeigt. Im Interview mit herthabsc.de sprach der U21-Nationalspieler unter anderem über die anstehende Aufgabe gegen RB Leipzig und die positive Konkurrenzsituation im Kader.

Berlin - Dass diese Saison sportlich bislang so erfreulich für den Hauptstadtclub verläuft, hat auch damit zu tun, dass sich Pál Dárdai und sein Trainerteam auf ihren gesamten Kader verlassen können. Auch Spieler, die nicht in jedem einzelnen Spiel in der Startelf stehen, verleihen dem Berliner Spiel hohe Qualität, wenn sie dann bei Bedarf aufs Feld kommen. Exemplarisch dafür steht auch Maximilian Mittelstädt. Das Eigengewächs sammelt in dieser Saison fleißig Spielminuten und weiß dabei regelmäßig zu überzeugen – zuletzt gelangen dem 21-Jährigen so ein wichtiger Assist in Dortmund und beim Pokalsieg in Darmstadt sein erstes Pflichtspieltor für den Hauptstadtclub. Im Interview mit herthabsc.de spricht der gebürtige Berliner über die Qualität des Kaders, eine besondere Statistik und das anstehende Spiel gegen RB Leipzig am kommenden Samstag (03.11.18, 18:30 Uhr).

herthabsc.de: Maxi, dir gelang beim Sieg in Darmstadt deiner erster Pflichtspieltreffer für Hertha BSC! Kannst du kurz beschreiben, was in diesem Moment in dir vorging, als du zum Feiern in unsere Kurve gelaufen bist?
Mittelstädt: Ich war einfach überglücklich, dass mir dieses Tor gelungen ist. Das Gefühl, als der Ball drin war, war unbeschreiblich. Ich war noch nicht so in Übung in Sachen Torjubel und wusste deswegen zuerst gar nicht, was ich jetzt machen soll – da bin ich erst einmal zu den Fans gerannt, um mich so für die Unterstützung zu bedanken (lächelt). Nik (Stark, Anm. d. Red.) meinte allerdings im Anschluss schon, dass wir die Sache mit dem Torjubel noch einmal üben müssen (lacht).

herthabsc.de: Wenig Anlass zur Kritik gab letztlich euer Gesamtauftritt in Darmstadt. Wie würdest du die Partie mit einem Tag Abstand einordnen?
Mittelstädt: Wir wussten von Anfang an, dass es ein ekliges Spiel werden würde, in dem wir viel Geduld benötigen werden. Die haben wir letztlich aber gehabt, unser Spiel entsprechend durchgezogen und sind dafür dann am Ende ja auch belohnt worden.

herthabsc.de: Apropos belohnen: In Darmstadt entschieden du und Vedad Ibišević als Joker die Partie. Wieder einmal zeigte sich, dass sich das Trainerteam auch auf die Spieler, die von der Bank kommen, absolut verlassen kann. Woran machst du diese Stärke fest?
Mittelstädt: Ich denke, dass wir in der Breite des Kaders einfach sehr gut aufgestellt sind. Das merkt man dann auch in den Partien, die frischen Spieler und Joker bringen jedes Mal neuen Schwung in unser Spiel – ob in Darmstadt oder auch sonst in der Bundesliga. Das zeigt einfach, dass wir viel Qualität in der Mannschaft haben und jeder Spieler bei Ausfällen ersetzt werden kann.

herthabsc.de: Verleiht einem diese Kadertiefe als Profi auf dem Feld auch eine Form von Sicherheit?
Mittelstädt: Man weiß dadurch, dass jeder Spieler, der auf dem Platz steht, immer hundert Prozent gibt – und eben auch, dass Spieler von der Bank kommen können, die die Partien ebenfalls entscheiden können. Das ist definitiv eine Stärke, klappt diese Saison einfach sehr gut und gibt uns auch Hoffnung, dass es sportlich weiterhin so gut für uns laufen wird.

herthabsc.de: Gut lief es bei dir in dieser Spielzeit auch und besonders gegen die großen Namen der Liga, so stehen für dich beispielsweise erfolgreiche Einsätze über 90 Minuten gegen Schalke 04, den FC Bayern oder zuletzt Borussia Dortmund zu Buche. Liegen dir anspruchsvolle Gegner besonders?
Mittelstädt: Puh, das ist schwer zu sagen (lacht). Ich versuche natürlich jedes Mal wenn ich auf dem Platz stehe, mein Bestes zu geben – dieses Jahr klappte es eben gegen diese Gegner bisher besonders gut. Im Endeffekt versuche ich aber einfach immer, der Mannschaft bestmöglich zu helfen, unabhängig davon, gegen wen wir spielen.

herthabsc.de: Nach dem Pokalfight am Böllenfalltor steht nun am Samstag wieder ein Heimspiel im Berliner Olympiastadion an. Der Gegner RB Leipzig steht wie ihr im oberen Tabellendrittel – wo liegen die größten Unterschiede zwischen beiden Aufgaben und was für eine Partie erwartest du?
Mittelstädt: Gegen Leipzig wird es einfach insgesamt eine völlig andere Begegnung. RB ist eine Mannschaft, die früh presst und allgemein unangenehm zu bespielen ist. Aber wir sind gut drauf und wollen den Schwung mitnehmen. Entscheidend wird für uns sein, unsere eigenen Stärken in die Partie einzubringen – also offensiv zu spielen, früh zu attackieren und unsere Chancen konsequent zu nutzen. Dann ist am Samstag auf jeden Fall etwas drin!

(kk/City-Press)

Gesagt...

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Man spürt, dass jeder immer alles gibt, und eben auch, dass Spieler von der Bank kommen, die die Partien ebenfalls entscheiden können.
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-Maximilian Mittelstädt

von Hertha BSC