Profis | 16. November 2020, 18:59 Uhr

Mit Detailarbeit und Cleverness

Mit Detailarbeit und Cleverness

Zum Trainingsauftakt am Montag (16.11.20) feilten die Blau-Weißen sowohl an mannschafts-taktischen Inhalten als auch an individuellen Stärken in Kleingruppen.

Berlin – Nach der Länderspielpause ist vor der Bundesliga. 14 von 24 Partien mit Beteiligung der Berliner Nationalspieler sind absolviert. In den kommenden drei Tagen steigen die restlichen Auswahlpartien, sodass ab Donnerstag (19.11.20) dann der Fokus des gesamten Kaders dem Kräftemessen mit Borussia Dortmund gilt. Für dieses Duell mit dem BVB eröffnete Bruno Labbadia am Montagnachmittag (16.11.20) die neue Trainingswoche auf dem Schenckendorffplatz. "Mit den Spielern, die hiergeblieben sind, arbeiten wir sehr gut, mit einer guten Kombination aus Intensität und Freude. Das macht echt Spaß. Wir haben nahtlos da weitergemacht, wo wir vergangene Woche aufgehört haben", bescheinigte der Coach im anschließenden Mediengespräch seinen Schützlingen eine gute Arbeitseinstellung.

Tousart zurück, Abwarten bei Torunarigha

Nachdem der Fußballlehrer und sein Team zuletzt mit zehn Feldspielern und zwei Torhütern gearbeitet haben, begrüßte der 54-Jährige am Montag in Lucas Tousart einen Rückkehrer. Der Franzose hatte nach dem Spiel gegen Wolfsburg wegen einer Reizung im Knie pausieren müssen. "Lucas ist weiter, als wir erwartet haben. Er hat am Montag den Großteil des Teamtrainings absolviert. Das sieht gut aus. Die Rückmeldungen von ihm und den Ärzten sind positiv. Es besteht die Chance, dass er am Samstag dabei ist", hielt Labbadia den aktuellen Stand beim Franzosen fest. Jordan Torunarigha hingegen stand noch nicht wieder mit auf dem Platz. Der Innenverteidiger trainiert nach abgelaufener Quarantäne individuell. "Bei Jordan müssen wir ermitteln, wie weit er nach seiner Verletzung ist. Durch die Corona-Infektion konnten wir ja zwei Wochen gar nicht mit ihm arbeiten, da müssen wir eine Bestandsaufnahme machen und schauen, wann genau er wieder zum Team stoßen kann", erklärte der Übungsleiter.

In der zweistündigen Einheit legte der Übungsleiter den Schwerpunkt auf mannschafts-taktische Aspekte. Die 13 Akteure absolvierten verschiedene Pass- und Spielformen. Labbadia unterbrach die Situationen dabei gelegentlich, korrigierte lautstark und zeigte seinen Schützlingen Lösungen für entsprechende Momente auf. Danach teilten sich die Spreeathener positionsbezogen in drei Kleingruppen auf, um an individuellen Stärken zu feilen. So nahm sich der Chef seine Offensivspieler Mathew Leckie, Jessic Ngankam und Daishawn Redan beim Torabschluss selbst zur Brust. Die Defensivakteure um Maximilian Mittelstädt beschäftigten sich mit Co-Trainer Eddy Sözer mit dem Spielaufbau, während die Standardspezialisten um Marvin Plattenhardt und Eduard Löwen detailliert am ruhenden Ball arbeiteten. "Wir haben uns viel Zeit für jeden einzelnen Spieler genommen und top im individuellen Bereich gearbeitet", vermittelte der Trainer einen zufriedenen Eindruck vom Auftakttraining.

In den kommenden Tagen trainieren die Hauptstädter weiter täglich auf dem Olympiagelände, um die Detailarbeit weiter zu vertiefen. So möchte sich die 'Alte Dame' bestmöglich für das Kräftemessen mit den Schwarz-Gelben am Samstagabend (21.11.20, 20:30 Uhr) wappnen.

(sj/City-Press)

von Hertha BSC