
Offizieller Start der Bundesliga Talent Series
Mit der Bundesliga Talent Series setzt der deutsche Profifußball ab der Saison 2026/27 auf einen neuen Wettbewerb für seine Top-Talente: Nach dem einstimmigen Beschluss der DFL-Mitgliederversammlung im März dieses Jahres startet der zusätzliche U21-Wettbewerb nun offiziell in seine erste Spielzeit. Insgesamt 26 Clubs aus Bundesliga und 2. Bundesliga haben ihre Teilnahme verbindlich zugesagt und setzen damit ein starkes Zeichen für die gezielte Förderung junger Talente.
Mit der Bundesliga Talent Series forciert die DFL die Nachwuchsförderung im deutschen Spitzenfußball und setzt eine zentrale Empfehlung einer breit aufgestellten Expertengruppe um. Diese wurde im vergangenen Jahr durch die DFL eingesetzt und mit Vertretern der Kommissionen Fußball und Leistungszentren, der DFL und des DFB sowie mit externen Fachleuten besetzt, um konkrete Maßnahmen zur Stärkung des deutschen Nachwuchsfußballs zu entwickeln. Ein erstes zentrales Ergebnis dieser Arbeit ist die Schaffung zusätzlicher Spielmöglichkeiten für Talente im Altersbereich von der U17 bis zur U21 – dem sogenannten Übergangsbereich. Der neue Wettbewerb setzt genau hier an: Er bietet jungen Spielern auf dem Sprung in den Profibereich mehr Einsatzzeit auf sportlich anspruchsvollem Niveau.
Flexibles Wettbewerbsformat ohne zusätzliche Teams
Die Bundesliga Talent Series ist als freiwilliges Zusatzangebot mit hoher Flexibilität für die Clubs konzipiert und ergänzt das bestehende Ligensystem. Die teilnehmenden Clubs greifen auf bereits vorhandene Spielerkader im Übergangsbereich zurück. Pro Team können zusätzlich bis zu vier ältere Spieler eingesetzt werden. Dies ermöglicht nicht nur eine gezielte Förderung junger Talente, sondern bietet auch Spielern nach Verletzungspausen eine Plattform für den Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb.
Das Wettbewerbsformat auf einen Blick:
- Durchführung von zwei Halbserien im Ligaformat gemäß Schweizer Modell mit separater Auswertung (Serie 1: Sep. - Dez. 2026, Serie 2: Feb. - Apr. 2027)
- Die beiden bestplatzierten Teams jeder Halbserie qualifizieren sich für Finalspiele im Frühjahr 2027
- Spielanzahl pro Club ist flexibel wählbar (3 bis 6 Partien je Halbserie)
- Tabellenwertung erfolgt auf Grundlage des Punkteschnitts, Tore zählen als absolute Summen
- Flexible Kaderbenennung und variable Terminplanung
- Möglichkeit zur Durchführung der Spiele auf neutralen Plätzen zur Reduktion von Aufwand und (Reise-)Kosten
Die Spiele der Serien werden zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen, um organisatorische und wirtschaftliche Belastungen für die Teilnehmer gering zu halten. Für das Finalturnier ist eine Austragung mit Zuschauerinnen und Zuschauern sowie eine Medialisierung vorgesehen – weitere Informationen folgen in den nächsten Monaten.
Sportdirektor Benjamin Weber sagt: „Wir freuen uns auf die Teilnahme an der Bundesliga Talent Series, da wir in dem neuen Wettbewerbsformat großes Potenzial sehen, um unseren Talenten im Übergangsbereich zwischen Jugend- und Männerfußball zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen und der Wettbewerb ein hohes Maß an Flexibilität bei der individuellen Steuerung von Einsatz- und Spielzeiten bietet.“
Breite Zustimmung aus beiden Ligen
Nach Konzeptionierung und Umsetzung innerhalb weniger Monate konnten die 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga sich bis zum 15. Juni verbindlich für den Wettbewerb anmelden. Mit 26 teilnehmenden Clubs stößt die Bundesliga Talent Series bereits in ihrer Premieren-Saison auf breites Interesse und Unterstützung innerhalb der Ligen. Folgende Clubs haben sich verbindlich für den Wettbewerb registriert:
Bundesliga: 1. FC Union, SV Werder Bremen, Borussia Dortmund, SV Elversberg, Eintracht Frankfurt, Hamburger SV, RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach, FC Bayern München, SC Paderborn, FC Schalke 04
2. Bundesliga: Hertha BSC, DSC Arminia Bielefeld, VfL Bochum 1848, Eintracht Braunschweig, FC Energie Cottbus, SV Darmstadt 98, SG Dynamo Dresden, SpVgg Greuther Fürth, Hannover 96, 1. FC Heidenheim 1846, Holstein Kiel, 1. FC Magdeburg, 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli, VfL Wolfsburg