
Dieser Moment, als ich Herthanerin wurde
War es der erste Schal, den eure Eltern euch auf dem Weg zum Spiel gekauft haben? War es der erste durchs Olympiastadion hallende Hertha-Fangesang, der euch nachhaltig beeindruckt hat? Oder doch die Kunststücke einzelner Blau-Weißer auf dem grünen Rasen – von Ete Beer über Marcelinho bis hin zu Marko Pantelić? Jede Herthanerin und jeder Herthaner hat einen eigenen Weg in unsere blau-weiße Familie. Gemeinsam mit der Sparda-Bank Berlin sucht unser Hauptstadtclub genau diese Geschichten – diesen Moment, als ihr Herthaner geworden seid.

Hertha BSC wird es immer sein
Tanja Hepprich wurde als Herthanerin geboren. Die erste Partie unserer Alten Dame besuchte die gebürtige Reinickendorferin im Frühjahr 2004. Bei einem Duell im Jahn-Sportpark nahmen ihre Eltern sie im Kinderwagen mit ins Stadion. Ihr blau-weißer Weg begann jedoch schon früher: Tanjas Eltern lernten sich im Chat eines Fan-Forums kennen. „Dass ich Herthanerin werde, stand schon fest, bevor ich das Licht der Welt erblickt habe“, erzählt die 22-Jährige. Dass diese Geschichte in der Familie regelmäßig herausgekramt wird, versteht sich von selbst. „Ohne Hertha hätte es mich wahrscheinlich nie gegeben, deshalb wird die Alte Dame für mich immer mehr als nur Fußball sein“, weiß Tanja. Die BWL-Studentin ist also mit unserem Hauptstadtclub aufgewachsen: „Seit ich denken kann, trage ich Hertha-Klamotten, schlafe in Hertha-Bettwäsche und besitze Trikots.“
Überzeugungsarbeit im weiten Rund
Was als Begeisterung ihrer Eltern begann, wurde für Tanja schnell zu ihrer eigenen Leidenschaft: „In dem Moment, als ich meinen ersten Hertha-Schal bekommen habe, wusste ich: Das ist jetzt mein Schal und mein Leben.“ Besonders stolz ist sie außerdem auf zwei Einsätze als Einlaufkind. Am 17. September 2011 stand die Herthanerin zum ersten Mal im Spielertunnel des Olympiastadions. Obwohl sie an jenem Herbsttag mit einem Spieler der Gäste aus Augsburg auf den Rasen lief und die Partie mit einem 2:2-Unentschieden endete, kann Tanja die Emotionen bis in die Gegenwart spüren. Der Profi, den sie damals auf das Spielfeld begleitete, war im Übrigen Hajime Hosogai. Der Mittelfeldakteur erzielte nicht nur das erste Tor der Begegnung, sondern wechselte zwei Jahre später auch an die Spree. Tanja ist sich sicher, dass sie ihren Beitrag zur Verpflichtung geleistet hat: „Ich bin am längsten stehen geblieben und habe gewunken. Irgendwann hat er mich angetippt und meinte: ‚Du musst mal zurücklaufen.‘ Dann habe ich ihn angelächelt und bin weggerannt. Seitdem erzähle ich immer, dass ich ihn überredet habe, zu Hertha zu kommen.“ Auch bei einem Duell mit Dresden war sie als Einlaufkind dabei – erneut nicht an einer blau-weißen Hand. Dennoch erinnert sich die Herthanerin an diese beiden Erlebnisse auf ihrer Reise mit unserer Alten Dame besonders gern zurück.

Zu zweit für Hertha
Auch Tanja selbst hat sich an ihrem Lieblingssport versucht. Ihre weniger erfolgreiche Fußballkarriere endete mit dem Wechsel in die Abwehrreihe eines Hockey-Vereins. Folgerichtig konnte sich die Berlinerin schon immer für Defensivspieler begeistern – an erster Stelle für Fabian Lustenberger. Vor einigen Jahren ist die Berlinerin zum Mitglied geworden, auch eine Dauerkarte hat sie. Ihren Partner Niclas hat die Studentin bereits zum Herthaner gemacht. „Wenn es nach ihm geht, würden wir zu jedem Auswärtsspiel fahren. Ich denke ab und zu, dass wir auch mal ein Wochenende auf dem Sofa verbringen könnten“, erzählt Tanja lachend. Die ersten gemeinsamen Stadionbesuche erlebten die beiden in der Abstiegssaison 2022/23, seither verpassen sie fast kein Duell unseres Hauptstadtclubs. Für Tanja sagt das einiges über ihren Freund aus: „Für mich ist klar, dass er kein Erfolgsfan ist. Ihm geht es um den Charakter – und Hertha hat einfach Charakter. Niclas ist es egal, was andere von unserem Verein halten. Es ist ihm egal, ob wir in der Regionalliga spielen oder in der Bundesliga. Und so sieht es auch in unserer Beziehung aus.“
Ein Spieltag aus dem Bilderbuch
An Spieltagen trifft sich Tanja schon vor der Partie mit rund zwanzig Personen an der Eiche. Mit ihrem engsten Kreis geht es dann in den Oberring der Ostkurve – dazu gibt es Bratwurst und Bier. Drei Punkte gehören natürlich ebenfalls zu ihrem perfekten Stadionerlebnis. „Entweder ein richtig dreckiger Sieg mit einem 1:0 kurz vor Schluss oder ein 5:0. Aber Hauptsache gewinnen“, wünscht sich Tanja schmunzelnd. Ihre Liebe zum Verein geht über Stadionbesuche hinaus: Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Freund will die Blau-Weiße den Fanclub ‚Hertha-Füchse‘ gründen. Der Name schafft eine Verbindung zwischen ihrem Wohnort Reinickendorf und der Leidenschaft für unseren Sport-Club. Tanjas großer Bruder Stefan ist bereits Mitgllied in einem anderen offiziellen Fanclub. Schon als die Berlinerin noch klein war gingen die beiden regelmäßig gemeinsam ins Stadion – auch er ist ein wichtiger Teil ihrer Hertha-Leidenschaft.

Blau-weißer Generationenwechsel
Die Verbindung zu unserer Alten Dame ist in Tanjas Familie tief verankert: Auch ihr Vater brennt für Hertha, seit er denken kann. Thomas Hepprich hat im Jahr 1997 für den Erhalt des Olympiastadions gekämpft und dazu beigetragen, dass das Stadion nicht abgerissen wurde. Mit seinem Engagement hat der Blau-Weiße es bis in die Zeitung geschafft. Der Herthaner ist bei jedem Spiel dabei und fuhr früher sogar zu den Trainingslagern unserer Profis. Bei einem Testspiel in Österreich übernahm er einmal spontan die Rolle des Linienrichters. Die Schiedsrichterfahne befindet sich als Erinnerungsstück in seinem Besitz.

Tanja plant, die blau-weiße Familiengeschichte weiterzuschreiben, und träumt von einem Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Unabhängig davon steht für sie jedoch eines fest: „Egal, ob wir Millionen haben oder pleite sind – als Hauptstadtclub haben wir einfach Aura.“
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