
Remis gegen den Mamelodi Sundowns F.C.
Vor dem Spiel hielten beide Teams für eine Schweigeminute inne und gedachten Jayden Adams. Der südafrikanische Nationalspieler war am 11. Juli im Alter von nur 25 Jahren verstorben. Beide Mannschaften spielten diesen freundschaftlichen Vergleich in Trauerflor.

Personell mussten unsere Herthaner vorsichtshalber auf Linus Gechter verzichten, der eine Gesichtsprellung erlitten hatte. Im Tor stand Tim Goller, sowohl die Viererkette als auch die Doppelsechs bestand ebenfalls ausschließlich aus Eigengewächsen und Akteuren, die ihren ersten Profivertrag bei unserer Alten Dame unterschrieben hatten. Davor bildeten Marten Winkler, Leon Jensen und Jón Dagur Thorsteinsson sowie Sebastian Grønning an vorderster Front die Offensive.
Jensen besorgt die Führung – schnelle Antwort der Sundowns
Auf dem Grün der Mondseeland-Arena starteten unsere Berliner in den Zweeten engagiert. Die Leitl-Elf attackierte früh und kam so zu Offensivansätzen, bei denen klare Abschlüsse aber zunächst noch ausblieben. Auf der anderen Seite verzeichneten die Gäste den ersten flachen Abschluss aus halbrechter Position, bei dem Goller jedoch auf dem Posten war (16.). Selim Telib gehörte der erste gefährliche Abschluss unserer Hauptstädter, sein Versuch ging knapp neben den rechten Pfosten (21.). Auf der Gegenseite vereitelte Goller einen Umschaltmoment der Südafrikaner, beim direkten Gegenzug unserer Herthaner hob der Assistent die Fahne, sodass der folgende Angriff zurückgepfiffen wurde, ehe der Ball im Netz lag (22.).
Es dauerte kurz bis zum nächsten klareren Abschluss: Thorsteinsson prüfte den Keeper der Sundowns mit einem Schlenzer von halblinks (36.). Drei Zeigerumdrehungen später belohnten sich unsere Hauptstädter, als Leon Jensen die Kugel im Strafraum im zweiten Anlauf nach einem vorherigen Angriff über rechts ins Netz drückte. Doch die Antwort des CAF Champions League-Siegers ließ nicht lange auf sich warten – Antonio van Wyk beförderte den Ball per Abstauber in die Maschen, nachdem Goller zunächst noch pariert hatte. Unser Keeper wischte in der Nachspielzeit noch einmal einen scharfen Ball in Richtung Tor weg, sodass es beim 1:1-Pausenstand blieb.
Elf Wechsel – keine weiteren Treffer
Nach dem Seitenwechsel, den unser Trainerteam zu einem Komplettwechsel nutzte, gehörte Hertha der erste Abschluss durch Julian Eitschberger, der den Angriff durch Balleroberung selbst initiiert hatte (48.). Auch der nächste Torschuss gings aufs Konto unserer Hauptstädter, Soufian Gouram prüfte den Sundowns-Keeper von der Strafraumgrenze aus zentraler Position, der Schlussmann blieb jedoch Sieger (62.). Klare Torchancen wurden in der Folge rarer, auf beiden Seiten kam der berühmte letzte Pass einige Male nicht an, während die Zweikämpfe dennoch intensiv blieben. Marius Gersbeck zeichnete sich nach 88 Minuten noch einmal gegen einen Distanzversuch aus (88.), Gustav Christensen wurde auf der Gegenseite im Strafraum noch geblockt (90.), in der Nachspielzeit rauschte ein letzter Volleyversuch der Südafrikaner am Kasten vorbei, ein scharfer Ball von Josip Brekalo von links fand keinen Abnehmer mehr. So blieb es beim Remis.
„Ich bin froh, dass dieses Spiel unter den schwierigen Umständen für die Jungs aus Südafrika stattfinden konnte. Sie haben uns in allen Belangen gefordert, wir haben es aber richtig gut gemacht: Wir standen hoch, waren mutig und intensiv, haben gut verteidigt und wenig zugelassen. Die Jungs ziehen voll mit, es macht unheimlich viel Spaß. Mit ein bisschen mehr Frische und Zutrauen sind wir auf einem guten Weg“, lautete das anschließende Fazit von Trainer Stefan Leitl, der mit seinen Schützlingen noch bis zum Sonntag (26.07.26) im Trainingslager weiterarbeiten wird.
Hertha BSC (1. Halbzeit): Goller – Berner, Diallo, Dárdai (C), Grothe – Mamuzah Lum, Telib – Winkler, Jensen, Thorsteinsson – Grønning
Hertha BSC (2. Halbzeit): Gersbeck – Eitschberger, Klemens, Kolbe, Christensen – Seguin, Sessa – Ndi, Gouram, Brekalo – Hildebrandt
Tore: 1:0 Jensen (39.), 1:1 van Wyk (41.)