
Dritter Testspielsieg: Hertha bezwingt Lok
Beim 3:1 (2:1)-Auswärtserfolg über den 1. FC Lokomotive Leipzig standen Tjark Ernst und Márton Dárdai erstmals in der laufenden Vorbereitung im blau-weißen Kader. Unsere Nummer 1 gehörte im Duell mit dem amtierenden Meister der Regionalliga Nordost auch sogleich der Startelf von Chefcoach Stefan Leitl an, die Nummer 31 saß zunächst noch draußen. Auch Leon Jensen, der beim jüngsten 9:0 (3:0)-Sieg in Lichtenberg aus Gründen der Belastungssteuerung ausgesetzt hatte, zählte wieder zum Aufgebot.
Gouram-Traumtor das Highlight einer ereignisreichen Halbzeit
Unsere Herthaner legten im Bruno-Plache-Stadion vor 3.784 Zuschauerinnen und Zuschauern druckvoll los. Dabei ergab sich direkt in der Anfangsphase eine Doppelchance für Sebastian Grønning und Jelani Ndi, beiden Angreifern fehlte im Abschluss jedoch das nötige Glück (3.). Nach etwas mehr als einer Viertelstunde entschärfte Lok-Keeper Andreas Naumann einen Versuch von Kevin Sessa aus der zweiten Reihe nur mit Mühe und Not (17.). Wenig später entfachten unsere Jungs Gefahr nach einem Eckstoß, doch sowohl Paul Seguin als auch Grønning und Soufian Gouram verpassten einen Treffer (21.). Letzterer verfehlte unmittelbar danach zudem äußerst knapp aus der Distanz (22.). Mitte des zweiten Abschnitts platzte dann der Knoten: Grønning nickte eine Berner-Flanke von rechts in die Maschen (31.). Die Führung bestand allerdings nur kurz, denn Ayodele Adetula versenkte den Ball bei der ersten ernsthaften Gelegenheit der Hausherren von links unhaltbar im langen Eck (35.). Doch unsere Berliner antworteten fulminant in Person von Gouram: Unsere Nummer 33 traf aus rund 20 Metern mit Hilfe des Innenpfostens traumhaft in den Winkel (37.). Kurz vor der Pause zielten Ndi per Schlenzer und Thorsteinsson per Freistoß nur knapp am Gehäuse vorbei (40./45.).
Winkler darf jubeln, Gersbeck kann sich auszeichnen
Mit Beginn des zweiten Abschnitts standen elf andere Akteure für unseren Hauptstadtclub auf dem Rasen. Einzig Dárdai musste sich noch gedulden. Die frischen Kräfte suchten auch sofort den Weg in die Spitze: Marten Winkler baute dabei den Vorsprung aus und bugsierte eine Eitschberger-Hereingabe gekonnt ins lange Eck (53.). Nach einer knappen Stunde fanden Kian Todorović und Josip Brekalo ihren Meister in Leipzigs Naumann (58./59.). Auf der Gegenseite zeichnete sich Marius Gersbeck im Eins-gegen-eins mit Alexander Siebeck aus (63.). Niklas Hildebrandt köpfte in der Folge einen Brekalo-Freistoß über den Querbalken (67.). Auch Gersbeck musste nochmals ran, hielt seinen Kasten aber reaktionsstark sauber (79.). In der Schlussphase durfte dann auch Dárdai einige Minuten sammeln. Julian Eitschberger besorgte kurz vor dem Abpfiff nach einer tollen Einzelaktion beinahe sogar noch den vier Treffer für unsere Team (90.).
„Wir hatten in der ersten Hälfte viele Offensivaktionen, wo wir noch mehr Tore hätten schießen können. Es war klar, dass wir irgendwann einen Gegentreffer kassieren würden. Dass es in diesem Spiel mit dem ersten Schuss des Gegners auf das Tor nun soweit war, ärgert uns natürlich etwas. Ansonsten haben wir vor allem vor der Pause aber überhaupt nichts zugelassen. Deswegen bin ich insgesamt auch zufrieden, obwohl es in der zweiten Halbzeit etwas wilder zuging“, resümierte unser Übungsleiter. Am Sonntag (12.07.26) geht es für die Herthaner mit der offiziellen Saisoneröffnung im Olympiapark weiter. Am Freitag (17.07.26) steht schließlich nicht nur die Abreise ins Trainingslager nach Kitzbühel auf dem Programm, sondern vor Ort in Österreich auch direkt der Vergleich mit der WSG Tirol.
Hertha BSC (1. Halbzeit): Ernst – Berner, Gechter, Kolbe, Grothe – Seguin (C), Sessa – Ndi, Gouram, Thorsteinsson – Grønning
Hertha BSC (2. Halbzeit): Gersbeck – Eitschberger, Klemens, Diallo (80. Dárdai), Christensen – Telib, Jensen – Winkler, Todorović, Brekalo (C) – Hildebrandt
Tore: 0:1 Grønning (31.), 1:1 Adetula (35.), 1:2 Gouram (37.), 1:3 Winkler (53.)
Schiedsrichter: Max Kluge