Kevin Sessa applaudiert.
Profis | 14. August 2026 um 15:00 Uhr

Kurvenwissen: Fakten zu #BSCFCH

Die Partie zwischen unserem Hauptstadtclub und dem 1. FC Heidenheim stellt das einzige Duell des 2. Spieltags in der 2. Bundesliga zweier Auftaktsieger dar. „Es besteht innerhalb der Mannschaft eine große Bereitschaft. Wir haben in Bochum mit großer Intensität, auf einer guten Höhe und vor allem gemeinsam verteidigt. Jetzt kommt es darauf an, unser Spiel kontinuierlich in die Saison zu bekommen“, erklärte Stefan Leitl auf der Pressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen mit dem Bundesliga-Absteiger am Samstag (15.08.26, 13:00 Uhr, Tickets hier) im Olympiastadion. „Darüber hinaus gibt es aber natürlich auch immer Dinge zu verbessern – beispielsweise in unseren Ballbesitzphasen. Das haben wir thematisiert und versucht, ins Training zu implementieren“, unterstrich unser Chefcoach.

Bemerkenswert:

  • Beide Vereine stehen sich erstmals in einem Ligaspiel gegenüber. Die drei bisherigen Vergleiche stiegen 1979, 2016 sowie 2024 im DFB-Pokal und gingen jeweils an unsere Alte Dame.
  • Auf dem Konto unserer Herthaner standen nach den ersten zwei Zweitligaspielen einer Saison erst ein einziges Mal sechs Zähler: 2010/11. Zwar gelangen auch 1995/96 zwei Siege zum Start – damals belastete jedoch die Hypothek eines Drei-Punkte-Abzugs unseren Verein.
  • Aus Kevin Sessa wartet ein ganz besonderes Spiel. Unsere Nummer 8 lief vor dem Wechsel an die Spree im Sommer 2024 insgesamt sieben Jahre lang für den Club von der Ostalb auf.
  • Noch ein Wiedersehen: Während Sebastian Grønning am 1. Spieltag für unsere Blau-Weißen traf, erzielte Marcel Costly ein Tor für den FCH. Beide Angreifer liefen für den FC Ingolstadt 04 einst 35 Mal zusammen in der 3. Liga auf.
  • Aufgepasst bei Ecken! Von vier solcher Standardsituationen führten beim Heidenheimer Saisonauftakt gleich zwei zu einem Erfolgserlebnis per Kopf.

Das Personal: Unserem Übungsleiter stehen sämtliche Akteure zur Verfügung. Jüngst kehrte auch der in Bochum noch angeschlagen ausgefallene Gustav Christensen zurück ins Mannschaftstraining. Aufgrund der erfolgreichen Saisonpremiere verriet Leitl mit Blick auf die mögliche Startelf: „Nach aktuellem Stand besteht kein Grund, die Formation zu verändern.“ Das bedeutet auch, dass sich Márton Dárdai weiterhin gedulden muss. „Er findet Tag für Tag mehr zu alter Stärke zurück. Dabei geht es darum, dass er wieder in den physischen Zustand kommt, die Belastung über 90 Minuten zu tolerieren. Da sind wir auf einem guten Weg“, betont der Fußballlehrer. Gleiches gilt für Luca Schuler in vorderster Position, wo Grønning gesetzt ist. „Was mich freut, ist die Akzeptanz und der Support untereinander – beide gönnen sich gegenseitig“, sagte der 48-Jährige.

Heidenheimer Spieler stehen vor einem Freistoß um den Ball herum.

Der Gegner: Der Umbruch nach dem Abstieg hält sich in Grenzen. Auf der Trainerbank sitzt seit 19 Jahren unverändert Frank Schmidt. Auf dem Rasen standen beim 4:3-Auftakterfolg gegen Osnabrück neun Startelfspieler, die schon in der Vorsaison im deutschen Oberhaus für die Blau-Rot-Weißen aufgelaufen waren. Budu Zivzivadze machte dabei so weiter, wie der 32-jährige Angreifer vor einigen Wochen aufgehört hatte: nämlich torhungrig. Der Georgier, dem fünf Tore an den letzten sechs Spieltagen 2025/26 geglückt waren, erzielte den ersten FCH-Treffer der Saison 2026/27. In seinen letzten drei Zweitligaauftritten traf der ehemalige Karlsruher immer und insgesamt vier Mal. „Ich glaube nicht, dass Hertha sich gegen uns hinten reinstellt, uns den Ball überlässt und aus einem Abwehrpressing agiert. Es wird wahrscheinlich genau so sein: Zwei Mannschaften treffen aufeinander, die bereit sind, hochzustehen und intensiv zu verteidigen. Dann geht es darum, dass man diese Eins-gegen-eins-Situationen auflöst, in die Tiefe kommt und dieses Gegenpressing überspielt. Das haben wir trainiert. Jetzt müssen wir aber zeigen, dass wir es auch umsetzen können“, blickte derweil Schmidt, der sowohl auf Christian als auch auf Sirlord Conteh verzichten muss, voraus.

Die Unparteiischen: Lukas Benen leitet das Geschehen. Der 33-Jährige pfiff bereits vier Pflichtspiele unseres Hauptstadtclubs, wobei drei Siege aus blau-weißer Sicht in der Bilanz stehen. Dr. Jan Clemens Neitzel-Petersen und Lennart Kernchen unterstützen als Assistenten, Assad Nouhoum fungiert als vierter Offizieller. Die VARs heißen Katrin Rafalski und Felix-Benjamin Schwermer.

von Erik Schmidt