Teamkreis unserer Herthanerinnen in Potsdam.
Frauen | 23. August 2026 um 15:57 Uhr

1. Frauen: Derbysieg in Potsdam

Unsere 1. Frauen haben bei Turbine Potsdam am 3. Spieltag der 2. Bundesliga einen 2:1 (1:1)-Auswärtssieg eingefahren. Trainer Tobias Kurbjuweit hatte nach dem Einzug in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals insgesamt sechs Mal umgestellt. Mieke Schiemann, Kapitänin Clara Dreher, Sari Saeland, Aurelia Haesler und Elfie Wellhausen blieben in der Startelf, sechs frische Mitspielerinnen kamen hinzu. Zwischen den blau-weißen Pfosten stand wieder Inga Lux.

Lattentreffer Hertha, Führung Turbine, Ausgleich per Strafstoß

Das erste Ausrufezeichen in der brandenburgischen Landeshauptstadt setzte Hertha: Sari Saelands Linksschuss aus halblinker Position senkte sich tückisch und klatschte an den Querbalken (3.)! Auf der Gegenseite präsentierte sich Turbine eiskalt. Laura Lindner eroberte die Kugel tief in der Berliner Hälfte und ließ unserer Torhüterin keine Abwehrchance mehr (5.). Unsere Hauptstädterinnen suchten eine Antwort. Lotte Reimold zwang Juliane Schmid mit einem Abschluss von der Strafraumgrenze zum Eingreifen (11.), auch gegen die durchgebrochene Elfie Wellhausen, die einen Fehlpass antizipiert hatte, war Potsdams Schlussfrau zur Stelle (22.). Wenig später bejubelten unsere Berlinerinnen den Ausgleich: Reimold wurde im Strafraum von Merle Kirschstein zu Fall gebracht, den fälligen Strafstoß verwandelte Wellhausen souverän (24.). Ein Konter nach Turbine-Ecke bot unserem Team die Möglichkeit zur Führung, doch im eigenen Sechzehner bereinigten die Brandenburgerinnen die Situation noch (28.). Lux parierte auf der Gegenseite gegen Lindner nach starker Kombination der Gastgeberinnen (34.). Ein Wellhausen-Schuss rauschte wenig später nur knapp rechts unten vorbei (36.) – die letzte Möglichkeit einer ereignisreichen ersten Hälfte.

Poocks 2:1 zählt nicht – doch Seiferts Traumtor bringt den Auswärtssieg

Auch Durchgang zwei begann schwungvoll: Svenja Poock kam im Strafraum nach einer Schiemann-Flanke aus kurzer Distanz volley zum Abschluss, setzte diesen aber etwas zu hoch an (52.). Fünf Minuten später lag der Ball im Potsdamer Tor, doch Poocks Treffer fand wegen eines vorherigen Zweikampfes zwischen Wellhausen und Torhüterin Schmid keine Anerkennung. Nach einem Freistoß wurde Turbine mal wieder gefährlich, doch Julia Hüschs Schuss zischte daneben (67.). Marike Dommaschs Schlenzer markierte den nächsten FFC-Abschluss (76.) – doch die Alte Dame schlug wenig später zu: Die eingewechselte Johanna Seifert kam nach gutem Nachsetzen unserer Herthanerinnen und Vorarbeit von Saeland im Strafraum zum Abschluss und donnerte den Ball sehenswert ins Netz! Schmid verhinderte gegen Sahlmann den dritten Hertha-Treffer (87.), doch am Dreier im Derby für unsere Blau-Weißen änderte das, ebenso wie eine längere Nachspielzeit aufgrund einer Behandlungspause von Turbines Sofia Rejkjær, nichts mehr.

In der kommenden Woche sind unsere Berlinerinnen dann wieder im heimischen Olympiapark gefordert. Am 4. Spieltag gastiert der FC Ingolstadt 04 an der Spree, der Anstoß am 30. August (So.) erfolgt erneut um 14:00 Uhr. Tickets für die Partie bekommt ihr hier.

Aufstellung: Lux – Giannori (65. Cramer), Schiemann, Dreher (C), Borchmeyer – Mettner – Haesler (73. Sahlmann), Reimold, Saeland (90. Blättner), Poock (65. Seifert) – Wellhausen (73. Böttcher)

Tore: 1:0 Lindner (5.), 1:1 Wellhausen (24., Strafstoß), 1:2 Seifert (79.)

Gelbe Karte: Kirschstein – Trainer Kurbjuweit, Schiemann, Torwarttrainer Kempf

Zuschauerzahl: 968

von Konstantin Keller