
„Dafür haben wir sieben Wochen gearbeitet“
Die Erleichterung über den geglückten Auftakt in die Spielzeit 2026/27 war allen Herthanerinnen und Herthanern nach dem Schlusspfiff in Bochum anzusehen – und auch vor den Mikrofonen und Kameras der Medienschaffenden noch zu spüren. Die Berliner Reaktionen nach dem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg beim VfL zum Saisonstart in der Zusammenfassung.
Julian Eitschberger: Wir sind das Spiel perfekt angegangen und haben aus dem Vorjahr gelernt. Damals haben wir die zweiten Bälle nicht immer bekommen, diesmal haben wir viele davon aufgesammelt, sind vorne draufgegangen, haben hinten im Eins-gegen-eins gut verteidigt und sind sehr glücklich, dass wir so gewinnen konnten. Wir haben sieben Wochen darauf hingearbeitet, diesen Fußball spielen zu können: Mit Tiefensicherung und Intensität. Dieses Spiel zeigt, dass das Früchte tragen kann, es fühlt sich sehr befreiend an! Wir haben Bock auf mehr solcher Erlebnisse, jetzt möchten wir das erste Heimspiel genauso angehen.
Sebastian Grønning: Es ist einfach schön. Dafür haben wir in den vergangenen Wochen gearbeitet, die Leistungen aus den Tests haben Selbstvertrauen gegeben. Wir haben uns gesagt, dass wir unbedingt diesen Sieg und einen guten Start wollen, ich wollte meine Chance von Anfang an nutzen. Bei meinem Tor habe ich nach dem Eins-gegen-eins aus der letzten Saison eigentlich zu mir selbst gesagt, ich versuche den Chip nicht noch einmal, aber aus diesem Winkel war es die beste Lösung und zum Glück war der Ball nach dem super Pass vorher im Tor. Ich bin sehr stolz auf ‚Jojo‘ (Gouram, Anm. d. Red.), das erste Spiel von Anfang an ist oft mit Druck verbunden, er ist super damit umgegangen und hatte diese schöne Aktion. Die letzte halbe Stunde von draußen zu verfolgen war schwer, aber jeder einzelne hat alles gegeben. Wir haben uns auf unsere Gruppe fokussiert und wussten zum Start natürlich nicht ganz, wo wir genau stehen. Aber: Wir hatten eine wirklich gute erste Hälfte, im zweiten Durchgang vielleicht ein bisschen die Kontrolle verloren, aber wir können mit unserer Intensität und unserem Fight hochzufrieden sein. Es hat sich am Ende alles gelohnt! Aber: Jetzt geht es weiter, das war nur ein Spiel. Ich möchte so weitermachen.

Marius Gersbeck: Es war ein super Einstieg, bei dem wir gut gespielt und als Team unfassbar verteidigt haben. Darauf kommt es an! Natürlich freue ich mich persönlich, dass ich dabei auf dem Platz stand – aber ich ordne mich wie wir alle der Mannschaft unter. Es geht am Ende um Hertha BSC!
Niklas Kolbe: Ich habe am Morgen erfahren, dass ich von Anfang an spielen darf, war selbst überrascht, aber sehr glücklich. Als Verteidiger ist zu Null spielen natürlich immer besonders schön, auch wenn mir Statistiken mir ehrlich gesagt völlig egal sind. Wir haben drei Punkte geholt, das ist das, was zählt und wir sind sehr happy. Die Duelle auf dem Platz mit Spielern wie Philipp Hofmann haben Spaß gemacht. Ich habe schon im Trainingslager gesagt, dass wir einfach mit den Jungs gut arbeiten müssen, die da sind – und offensichtlich haben wir bisher nicht so viel falsch gemacht. Wir waren natürlich auch heiß, das Eröffnungsspiel in so einem Stadion bestreiten zu dürfen. Super Spiel, super Ausgang für uns!
Oluwaseun Adewumi: Mein Debüt für Hertha war im Großen und Ganzen sehr gut, die Energie auf dem Platz war wirklich unglaublich. Auch die Atmosphäre von den Fans war sehr gut. Die zehn Minuten nach meiner Einwechslung habe ich genutzt und denke, ich konnte der Mannschaft nochmal Energie geben. Das war ein sehr guter Sieg! Meine persönlichen Ziele sind, mich weiterzuentwickeln und Hertha damit so viel wie möglich zu helfen. Dabei werde ich jede Rolle annehmen, die der Trainer mir zuteilt. Wir müssen zu Hause nun wieder genauso viel Energie auf dem Platz zeigen.