Alfred Bär bei seiner Verabschiedung im Amateurstadion.
Akademie | 28. September 2026 um 10:00 Uhr

Danke für alles, Alfred Bär!

Abgang eines Urgesteins: Alfred Bär verlässt Hertha BSC und erlebte beim U23-Heimspiel gegen den FSV Zwickau am Sonntag seinen letzten Arbeitstag als Blau-Weißer – und sein 444. Spiel in der Regionalliga Nordost. „Alfred war über viele Jahre ein ebenso allseits geschätzter wie zuverlässiger Teil unserer U23 und der Akademie. Nun hat er sich dazu entschieden, sich neuen Aufgaben widmen zu wollen, was wir respektieren. Wir bedanken uns für die langjährige Zusammenarbeit und seinen großen Einsatz für Hertha BSC und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute“, verabschiedet Sasan Gouhari, administrativer Leiter der Fußball-Akademie, den langjährigen Mitarbeiter.

2011 begann Bär als Praktikant bei unserer Alten Dame, 2012 folgte die Festanstellung. Seitdem sah der Herthaner als Teamleiter unserer Regionalligamannschaft, Zeugwart der blau-weißen Akademie und zuletzt auch als Koordinator Spielbetrieb zahllose Talente ihren Berliner Weg beschreiten. Im ersten Spiel gab es ein 1:0 gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig im Stadion auf dem Wurfplatz/Amateurstadion – zwischen den Pfosten unserer Bubis stand übrigens ein 17-Jähriger mit dem Namen Marius Gersbeck.

In seiner Zeit bei der U23 erlebte der Blau-Weiße auch viele verschiedene Fußballlehrer und Charaktere. „Ich hatte am Ende sechs Trainer, mit denen ich in all den Jahren zusammengearbeitet habe. Im ersten Jahr Karsten Heine, der mir den Einstieg supereinfach gemacht hat. Anschließend Jörg Schwanke mit Co-Trainer Tobias Kurbjuweit. Wir hatten eine tolle Zusammenarbeit, leider haben die Ergebnisse nicht so gepasst. Somit wurde es das Jahr mit meinem einzigen Trainerwechsel zu Ante Čović, der bis 2019 im Amt blieb. Es folgte Zecke für 2019/20 und 2020/21, dann weitere zwei Jahre mit Ante, eine Saison mit Stephan Schmidt und die vergangenen Spielzeiten mit Rejhan Hasanović und Tony Fuchs, mit dem ich ja nun auch schon seit 2014 engstens zusammengearbeitet habe“, blickt das Urgestein zurück und unterstreicht: „Besondere Spiele gab es zuhauf, man hat so viel erlebt – auf, aber vor allem auch neben dem Platz!“ Auf Bär konnten sich Trainer, Staff wie auch ihre Jungs mit der Fahne auf der Brust dabei immer verlassen – sei es als Reiseorganisator, Problemlöser oder gute Seele des Teams.

Für deine persönliche Zukunft nur die besten Wünsche, Alfred – einmal Herthaner, immer Herthaner!

von Konstantin Keller