
Kurvenwissen: Fakten zu #BSCFCM
Im bisherigen Saisonverlauf präsentierten sich unsere Herthaner so hungrig auf Tore wie noch nie zuvor. Erstmals in 59 Jahren weist unsere Alte Dame nach drei Spieltagen im Profifußball eine zweistellige Torausbeute auf. Eine starke Quote, die die Elf von Stefan Leitl im Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg am Sonntag (06.09.26, 13:30 Uhr, Tickets hier) ausbauen möchte. „Die größte Veränderung ist die Art und Weise, wie wir Fußball spielen: Mehr Aktivität auf dem Platz, höhere Pressingmomente, mehr Mut im Anlaufen. So sind wir peu à peu immer einen Schritt weitergekommen. Das Ergebnis ist super zu sehen und gibt den Jungs und uns allen noch mehr Selbstvertrauen“, sagte unser Cheftrainer bei der Pressekonferenz vor dem Duell mit den Bördestädtern. Zahlen und Daten zur Partie liefern wir wie gewohnt im Kurvenwissen.
Bemerkenswert:
- Neben der Offensivstärke überzeugt unser Hauptstadtclub auch mit Comeback-Qualitäten: In Braunschweig gewann Hertha erstmals seit 26 Jahren ein Pflichtspiel nach einem Zwei-Tore-Rückstand. Zuletzt gelang das im September 2000 in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln.
- Aber auch für den FCM ist der Start in die Spielzeit trotz des 1:6-Auftakts gegen Braunschweig gelungen: Es folgten in Liga und Pokal drei Siege bei 9:0-Toren. Drei Ligapartien hintereinander ohne Gegentor wären ein neuer Rekord für das Team aus Sachsen-Anhalt.
- Konter als Schlüssel? Unser Team weist in solchen Situationen ligaweit die meisten Treffer auf (3), auf der anderen Seite gaben nur zwei Mannschaften mehr Kontertorschüsse ab als die Magdeburger – unsere Berliner und der VfL Osnabrück.
- Gegensätze gibt es bei Distanzschüssen. Während die Leitl-Elf auch hier den Ligabestwert aufweist (drei Treffer) sind unsere Gäste noch ohne Torerfolg in solchen Szenen.
Das Personal: Rotgesperrt fehlen Deyovaisio Zeefuik und Boris Mamuzah Lum, der bei der U23-Partie gegen Halle vom Platz gestellt worden war. Ansonsten kann unser Chefcoach aus dem Vollen schöpfen und wird aller Voraussicht nach auch Neuzugang Gustaf Nilsson im Kräftemessen mit dem einstigen Europapokalsieger erstmals in den Kader berufen. „Wir waren hartnäckig und überzeugend und sind jetzt alle sehr glücklich, dass Gustaf hier ist. Er wird am Sonntag auf der Bank dabei sein, wir werden ihn über Spielminuten und Trainingseinheiten schnellstmöglich an die hundert Prozent heranführen“, verriet Leitl, der sich auf Nachfrage auch zu den weiteren Offensivneuzugängen Oluwaseun Adewumi und Farid Alfa-Ruprecht äußerte. „Wenn du diesen Speed auf dem Flügel hast und mit Gustaf einen entsprechenden Zielspieler – dann gibt dir das sehr viele Optionen, gerade, wenn die Räume größer werden. Beide machen ihre Sache sehr gut!“ Erneute Einsatzminuten also keinesfalls ausgeschlossen.

Der Gegner: Kommt wie bereits erwähnt mit Rückenwind ins Olympiastadion. Nach dem Fehlstart gegen den BTSV hat sich der dreimalige DDR-Meister in die Saison hineingebissen – und will nun in Berlin weiter in der Erfolgsspur bleiben, unabhängig von einem möglichen Ligarekord. „Auf Statistiken lege ich nicht so großen Wert. Hertha hat ein funktionierendes Gebilde mit hoher mannschaftlicher Geschlossenheit. Es wird ein spannendes Spiel werden. Ich erwarte die Berliner hochpressend, was uns auch Möglichkeiten zum Reagieren lässt, und ein Schachspiel auf grünem Rasen. Für uns ist wichtig, dass wir so lange es geht die Null halten. Ich bin davon überzeugt, dass wir jederzeit in der Lage sind, Tore zu erzielen“, erklärte FCM-Trainer Petrik Sander im Vorfeld.
Die Schiedsrichter: Dr. Florian Exner leitet das Aufeinandertreffen mit dem 1. FCM. Für den Referee ist es die dritte Begegnung mit unserer Alten Dame – und bereits zum zweiten Mal pfeift Exner dabei dieses Duell im Olympiastadion, die Premiere stellte das 3:2 in der Spielzeit 2023/24 dar. Insgesamt kann der Unparteiische unter anderem auf die Erfahrungen aus 25 Bundesligapartien, 35 Zweitligavergleichen, fünf Begegnungen im DFB-Pokal und auch drei Spielleitungen in der japanischen J-League zurückgreifen. Exner assistieren Christian Dietz und Mitja Stegemann als Assistenten und Niclas Rose als vierter Offizieller. Guido Winkmann und Dr. Henrik Bramlage bilden das VAR-Team.