
Kurvenwissen: Fakten zu #OSNBSC
Unser Hauptstadtclub absolviert aktuell seine 59. Saison im deutschen Profifußball – davon 40 in der 1. sowie 19 in der 2. Bundesliga. Und dennoch gelang mit dem Start in die laufende Spielzeit ein bislang einzigartiges Kunststück: Denn erstmals überhaupt gewannen unsere Herthaner jede der vier Auftaktpartien. Mit dieser makellosen Bilanz gehen die Berliner am Sonntag (13.09.26, 13:30 Uhr) nun die anspruchsvolle Herausforderung beim VfL Osnabrück an. Hier gibt es weitere Fakten und Zahlen zur Begegnung an der Bremer Brücke.
Bemerkenswert:
- Beide Vereine standen sich wettbewerbsübergreifend bereits 21-mal gegenüber. Die blau-weiße Bilanz dabei liest sich wie folgt: zehn Siege, vier Remis und sieben Niederlagen.
- Der bislang letzte Sieg auswärts bei den Lila-Weißen liegt schon 45 Jahre zurück. Es wird also Zeit für einen weiteren Erfolg.
- Das jüngste Aufeinandertreffen beider Clubs fand im Mai 2024 statt. Während von den damals eingesetzten Akteuren der Hausherren nur Niklas Wiemann immer noch das VfL-Trikot trägt, sind es Linus Gechter und Márton Dárdai bei der Alten Dame.
- Die Leitl-Schützlinge wussten an den ersten vier Spieltagen vor allem auch in Umschaltmomenten zu überzeugen. Drei eigenen Kontertoren steht kein einziger Gegentreffer nach einer solchen Situation gegenüber. Aber: Die Osnabrücker gaben ligaweit die meisten Torschüsse nach Kontern ab.
- Für Marius Gersbeck stellt die Begegnung eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte dar. Unsere Nummer 1 lief zwischen 2016 und 2018 für die Hasestädter auf.
- Kevin Sessa steht vor seinem 50. Pflichtspiel mit der Fahne auf der Brust, Niklas Kolbe könnte seinen 50. Einsatz in der 2. Bundesliga bestreiten.
- Vorsicht bei Standardsituationen: Der VfL erzielte auf diese Weise schon drei Saisontore.

Das Personal: Gleich zwei zentrale Mittelfeldspieler fehlen gesperrt. Boris Mamuzah Lum muss aufgrund einer Roten Karten bei unserer U23 noch bis einschließlich 18. September aussetzen, Paul Seguin darf wegen einer Gelb-Roten Karte beim Erfolg über Magdeburg einmalig nicht mitwirken. „Ich habe maximales Vertrauen in den Kader. Wir werden versuchen, in der Statik unseres Spiels gleichzubleiben. Deswegen wird es einen Eins-zu-eins-Tausch geben. Das heißt, dass die Position genauso übernommen wird und wir nicht innerhalb der Mannschaft hin- und herschieben. Kandidat Nummer 1 dafür ist Pascal Klemens“, erklärte Stefan Leitl auf der Pressekonferenz. Über den nach abgesessener Sperre wieder spielberechtigten Deyovaisio Zeefuik, der in Konkurrenz zu Mads Pedersen steht, sagte der Chefcoach: „Jeder Spieler ist wichtig. Deyo kehrt in den Kader zurück und wenn er gebraucht wird, wird er spielen. Aber Mads hat die Rolle zuletzt super ausgefüllt.“ Außerdem stellte der Übungsleiter das Debüt von Gustaf Nilsson als Joker in Aussicht.
Der Gegner: Zu Saisonstart zahlte der Aufsteiger etwas Lehrgeld, gingen doch die Duelle mit Heidenheim (3:4) und Magdeburg (0:3) jeweils verloren. Die Auswahl von Timo Schultz gab darauf jedoch die richtige Antwort und gewann sowohl in Bochum (1:0) als auch gegen Braunschweig (3:1). Beim Kräftemessen mit unseren Hauptstädtern treten die Lila-Weißen nun zum dritten Mal in Serie zu Hause an. Im DFB-Pokal hatte der dreifache Drittligameister dem FC Bayern München trotz einer 1:4-Niederlage lange Zeit ordentlich Paroli geboten. Robin Meißner traf gegen den deutschen Rekordmeister nicht nur äußerst sehenswert, sondern unterstrich auch seine starke Verfassung: Im Kalenderjahr 2026 erzielte der 26-jährige Angreifer in 24 Pflichtspielen starke zwölf Treffer. VfL-Coach Schultz betonte mit Blick auf unsere Blau-Weißen: „Die vier Siege, die auch größtenteils verdient waren, zeigen die Stärken der Herthaner. Sie haben eine sehr homogene Truppe, viele individuell gute Spieler, aber auch als Mannschaft ein funktionierendes Gerüst. Dementsprechend erwartet uns ein starker Gegner.“
Die Unparteiischen: Felix Weller leitet das Geschehen. Der 31-Jährige, der Ende August sein Zweitligadebüt gefeiert hatte, pfeift damit erstmals ein Pflichtspiel unserer Profis. An den Seitenlinien assistieren Jonah Besong und Daniel Bartnitzki. Als vierter Offizieller fungiert Marcel Unger. Dr. Arne Aarnink und Katrin Rafalski begutachten kritischen Szenen an den Monitoren.