
Pokalaus gegen Erstligisten: Herthanerinnen unterliegen Köln
Unsere Herthanerinnen haben das Duell mit dem Bundesligisten vom 1. FC Köln in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals knapp mit 1:2 (1:1) verloren. Cheftrainer Tobias Kurbjuweit setzte gegenüber dem Auswärtssieg in Frankfurt zwischen unseren Pfosten wieder auf Inga Lux, Merle Hellwig saß auf der Bank als Alternative bereit. Zudem gab es neue Besetzungen auf der linken blau-weißen Seite. Serwaah-Bonsu Danso begann anstelle von Ronja Borchmeyer in der Viererkette, zudem startete Johanna Seifert anstelle von Svenja Poock.
Wellhausen beantwortet Kölns Führung – Lattentreffer kurz vor der Pause
Köln besaß die ersten Möglichkeiten: Nachdem sich die Domstädterinnen halbrechts durchspielten, landete der folgende Torschuss am Außennetz (3.). Wenig später fing Lux einen abgeblockten Versuch von Dóra Zeller nach Flanke von Vanessa Leimenstoll ab (7.), ehe echte Gefahr entstehen konnte. Nach 14 Zeigerumdrehungen ging der FC in Führung. Einen ersten Schuss hatte unsere Schlussfrau noch parieren können, gegen den Nachschuss von Zeller aus kurzer Distanz besaß sie dann keine Abwehrmöglichkeit mehr.
Unsere Alte Dame suchte die Antwort: Lotte Reimold kam drei Minuten nach dem Rückstand halbrechts vor der Strafraumgrenze zum Abschluss, ihr wuchtiger Schuss drehte sich aber am Ziel vorbei! Die im Strafraum lauernde Elfie Wellhausen besaß nach einer Ecke die nächste Gelegenheit, verfehlte mit ihrem flachen Versuch jedoch knapp (24.). In den folgenden Minuten beruhigte der Erstligist vom Rhein das Geschehen zunächst wieder, die Kurbjuweit-Elf schlug nach 37 Minuten jedoch zu: Wellhausen brach zentral durch und behielt vor Kölns Schlussfrau Lisa Schmitz die Nerven – 1:1! Kurz vor dem Pausenpfiff mussten unsere Blau-Weißen noch eine brenzlige Situation überstehen, als eine scharfe Zeller-Flanke von links aus dem Getümmel in der Box heraus von den Kölnerinnen an die Latte gelenkt wurde. So blieb es beim Pausenremis.
Ein Standard bringt die Entscheidung
Die erste Chance nach der Pause gehörte dem FC: Sophie Nachtigall bediente von rechts Beke Sterner, die im Strafraum aber zu hoch zielte (49.). Eine Ecke brachte zwei Zeigerumdrehungen später die erneute Gästeführung. Am langen Pfosten erwischte Pauline Bremer die Kugel und köpfte das 1:2. Unser Trainerteam brachte frisches Personal, Lux rettete wenige Minuten später gegen die anstürmende Sterner (65.). Der Erstligist agierte insgesamt abgezockt und gestattete nicht mehr jene Konterräume, in denen unser Team in Durchgang eins noch für Gefahr gesorgt hatte. Trotzdem gab Hertha nicht auf, Schmitz war nach einem Distanzversuch noch einmal zum Eingreifen gezwungen (83.). Lux tat es ihr auf der Gegenseite nach einem Freistoß von rechts und anschließendem Kopfball aus dem Getümmel heraus gleich (84.). Es waren die letzten Torraumszenen eines Spiels, das der Favorit in den letzten Minuten ins Ziel brachte, wodurch die Pokalsaison für unsere Herthanerinnen beendet ist.
„Wir sind Aufsteiger in die zweite Liga und durften uns heute mit einem super Gegner messen. Letztendlich haben die Kölnerinnen verdient gewonnen. Wir haben gegen den Ball viel Kraft gelassen, hatten dadurch auch in der zweiten Hälfte am Ende vielleicht auch ein bisschen zu wenig Kraft, um dann unser Spiel besser nach vorne zu tragen, wenn wir ihn mal gewonnen haben. Ich bin aber hochzufrieden mit dem, was die Mädels auf dem Platz gelassen haben. Nun freuen wir uns aufs Heimspiel gegen Hoffenheim, da ist das Ziel ganz klar, mit drei Punkten in die Länderspielpause zu gehen“, analysierte Coach Kurbjuweit. Die angesprochene kommende Aufgabe für unsere 1. Frauen steigt nämlich wieder im Olympiapark. Am 4. Oktober (So.) gastiert ab 14:00 Uhr die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim in Berlin. Karten für das Spiel könnt ihr hier bekommen.
Aufstellung: Lux – Giannori, Schiemann, Dreher (C), Danso (60. Poock) – Mettner – Haesler (68. Böttcher), Reimold, Saeland, Seifert (61. Blättner) – Wellhausen
Tore: 0:1 Zeller (14.), 1:1 Wellhausen (37.), 1:2 Bremer (51.)
Zuschauerzahl: 1.169