
Kurvenwissen: Fakten zu #BSCDSC
Eine lange Serie als gutes Omen? Seit 48 Jahren konnte Hertha BSC in Heimspielen gegen Arminia Bielefeld stets punkten. Im Olympiastadion ist unsere Alte Dame seit 15 Pflichtspielen gegen die Ostwestfalen ungeschlagen, neben acht Punkteteilungen gab es sieben Berliner Heimsiege. Ein solcher ist auch am Samstag (24.10.26, 13:00 Uhr, Tickets hier) das klare blau-weiße Ziel. Spannende Zahlen und Statistiken rund um das Duell liefert unser Kurvenwissen.
Bemerkenswert:
- In insgesamt 38 Pflichtspielvergleichen zwischen BSC und DSC sind elf Hertha-Siege in der Gesamtstatistik notiert. Neunmal siegte Arminia, ganze 18-mal hieß es Unentschieden, so auch beim letzten Duell im Olympiastadion (1:1).
- Unser Team erzielte bereits sieben Weitschusstore, das ist ligaweiter Bestwert. Zuletzt traf Paul Seguin auf diese Art und Weise gegen die SpVgg Greuther Fürth. Gegen Bielefeld sind Weitschüsse übrigens durchaus ein probates Mittel, einzig Heidenheim kassierte in dieser Saison mehr Gegentore durch einen Versuch von außerhalb des Strafraums als der DSC (drei).
- Einen weiteren Topwert unserer Truppe stellen die vier Kontertore dar. Darüber hinaus kamen unsere Blau-Weißen nach Umschaltmomenten auch am häufigsten zum Abschluss, 18-mal insgesamt. Wird das im kommenden Heimspiel erneut ein Faktor? Eine spannende Frage, denn Arminia ließ bisher ganze zwei Torschüsse nach Kontern zu, ebenfalls ein unübertroffener Wert im Unterhaus.
- Gegensätze: Während Hertha zu den Teams zählt, die die meisten Tore aus dem laufenden Spiel heraus erzielen konnten (16), sind die Gäste echte Spezialisten des ruhenden Balles. Die Arminen erzielten über ein Drittel ihrer Tore, genauer gesagt 38 Prozent, nach Standards. Nur zwei Mannschaften überbieten die fünf Tore nach solchen Szenen, drei Tore nach Freistößen sind sogar ligaweit unübertroffen.
Das Personal: Definitiv nicht zur Verfügung stehen werden am Samstag Márton Dárdai, Boris Mamuzah Lum und Gustaf Nilsson. Spannend wird die Besetzung der Außenverteidigerpositionen – auch im Hinblick auf die eng getakteten Aufgaben der kommenden Woche. Gegen Kiel durften Deyovaisio Zeefuik und Julian Eitschberger beginnen, Mads Pedersen kam von der Bank. Wie Leitl gegen den DSC Arminia aufstellt, entscheidet er erst nach den abschließenden Trainingseinheiten, hat hier jedoch die erfreuliche Qual der Wahl. „Mads fühlt sich gut und ist bereit, am Samstag zu spielen. Es ist schön, als Trainer auf bestimmte Situationen reagieren zu können. Wir haben eine Englische Woche und es wird sicherlich die eine oder andere Rotation geben“, sagte unser Trainer bei der Pressekonferenz.

Der Gegner: Gewann zuletzt gegen die VfL aus Bochum und Osnabrück zwei Ligaspiele in Serie und steht vor dem 9. Spieltag mit elf Zählern auf Tabellenplatz 8. An der Spree will die Truppe um Ex-Herthaner Leon Jensen und Torjäger Joel Grodowski nun nachlegen. Letzterer knipste bereits fünfmal, traf dabei jedoch ausschließlich auf der heimischen Alm. Der Fokus der Gäste liegt im Olympiastadion laut Cheftrainer Oliver Kirch aber ohnehin zunächst „auf dem Verteidigen. Wir müssen die Eins-gegen-eins-Duelle gewinnen, bei Flanken Überzahl im Zentrum schaffen und Konter vermeiden. Hertha ist eine sehr gute Fußballmannschaft und extrem konterstark. Deshalb wird es entscheidend sein, alles abzusichern und auch nach Ballverlusten sicher zu stehen“, erklärte der Bielefelder Coach, der mit Vorfreude auf die Aufgabe im weiten Rund blickt. „Es ist ein großes Stadion, eine große Kulisse und eines der Highlightspiele in der 2. Bundesliga. Hertha sprüht aktuell vor Selbstbewusstsein und steht zurecht an der Tabellenspitze. Die Mannschaft bietet nur wenige Schwächen an. Trotzdem müssen wir versuchen, eine davon zu finden und auszunutzen.“
Die Schiedsrichter: Cristian Ballweg übernimmt die Leitung des Spiels. Für den 31-Jährigen wird es der dritte Einsatz in der 2. Bundesliga, zudem pfiff er unter anderem bereits einmal im DFB-Pokal sowie insgesamt in 63 Drittligabegegnungen. Unserer Alten Dame begegnete der Unparteiische dabei noch nie. Ballweg assistieren Thomas Stein und Roy Dingler an den Seitenlinien sowie Lennart Kernchen als vierter Offizieller. Die VAR Tobias Stieler und Mike Pickel unterstützen das Gespann vor den Bildschirmen.