
Fakten: Kurvenwissen zu #KSVBSC
Nach den Jahren 2021, 2022 und 2024 verlieh die Bundesliga den Greenkeepern der KSV Holstein kürzlich schon zum vierten Mal den „Pitch of the Year“-Award. Beim anstehenden Auswärtsauftritt an der Förde erwartet unsere Herthaner am Freitagabend (16.10.26, 18:30 Uhr) also ein Rasen von ausgezeichneter Qualität – sowie ein zwar angeschlagener, aber dennoch spielfreudiger Gegner. „Es ist bekannt, dass die Kieler über viel Ballbesitz verfügen – speziell in der eigenen Hälfte. Sie bevorzugen eine kurze Spieleröffnung mit vielen Positionswechseln. Darauf haben wir die Jungs vorbereitet. Für uns bedeutet das im Umkehrschluss, dass wir in unseren Prinzipien bleiben und speziell unsere Intensität gegen den Ball wieder deutlich hochfahren wollen. Was darüber hinaus Lauf- und Sprintvolumen sowie Zweikampfhärte betrifft, erwarte ich ebenfalls eine Steigerung von meiner Mannschaft“, unterstrich Stefan Leitl auf der Pressekonferenz vor dem Kräftemessen vor ausverkauftem Haus in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt.
Bemerkenswert:
- Beide Vereine standen sich erstmals bereits vor fast 100 Jahren gegenüber, trotzdem gab es bislang aber insgesamt nur 14 wettbewerbsübergreifende Duelle. Die Bilanz aus Berliner Sicht gestaltet sich dabei wie folgt: Acht Siege, eine Remis und fünf Niederlagen.
- In der vergangenen Saison behielt bei beiden Aufeinandertreffen jeweils die Auswärtsmannschaft mit 1:0 die Oberhand.
- Tim Walter gewann drei von drei Begegnungen mit unserer Alten Dame in der 2. Bundesliga. Es ist an der Zeit, diesen Lauf zu beenden.
- An den ersten sieben Spieltagen erzielten unsere Jungs schon 19 Tore. Diese Ausbeute stellt einen neuen blau-weißen Vereinsrekord im Profifußballbereich dar.
- Starke 16 Treffer davon gelangen unserer Elf aus dem Spiel heraus. Die Kieler bringen es in dieser Statistik hingegen erst auf fünf Erfolgserlebnisse.
- Kommt Linus Gechter an der Ostsee wie zu erwarten zum Einsatz, würde das Eigengewächs sein 100. Pflichtspiel für unsere Profis bestreiten.
- Die Heimat unserer Gastgeber feiert ebenfalls ein besonderes Jubiläum: Als Holstein-Sportplatz vor 115 Jahren am 15. Oktober 1911 eröffnet, zählt das heutige Holstein-Stadion zu den traditionsreichsten Sportstätten in Deutschland.
Das Personal: Márton Dárdai steht verletzungsbedingt erneut nicht zur Verfügung, zudem fällt auch Boris Mamuzah Lum aufgrund von muskulären Problemen im Oberschenkel aus. Zudem steht hinter Einsatzfähigkeit von Gustaf Nilsson noch ein kleines Fragezeichen. „Gustaf musste am Montag kurz vor Ende der Trainingseinheit in die Kabine. Es gab wieder ein Thema an seinem lädierten Oberschenkel. Deswegen ist da Richtung Spiel noch alles offen“, verriet unser Chefcoach. Die Qual der Wahl besitzt der Fußballlehrer momentan hingegen auf den Außenverteidigerpositionen. „Julian Eitschberger, Mads Pedersen und Deyo Zeefuik – jeder ist auf seine Art ein bisschen anders. Das ist top, so kann ich auf jede Situation reagieren. Die drei können alle spielen und haben auch den Anspruch zu spielen. Jetzt liegt es an uns als Trainerteam, die richtigen für den maximalen Erfolg aufzustellen“, sagte Leitl.

Der Gegner: Die Störche warten als einzige Mannschaft im deutschen Unterhaus noch auf einen Dreier in dieser Spielzeit. Saisonübergreifend blieben die Norddeutschen bereits neun Ligaauftritte am Stück sieglos. „Die Reaktion der Fans ist mehr als verständlich gewesen, wir sind genauso unzufrieden mit der Situation und das hat man auch deutlich in der laufenden, intensiven Trainingswoche gesehen – das Team möchte gemeinsam dieser Verantwortung gerecht werden“, erklärte Jonas Meffert. Der KSV-Kapitän betonte zudem: „Wir stehen alle hinter unserer Spielanlage, in der wir auch in dieser Saison schon gute Leistungen gezeigt haben. Es gilt, schnellstmöglich diese unnötigen Gegentore zu vermeiden und offensiv präziser zu werden. Wenn uns das gelingt, wird auch das nächste Topteam der Tabelle kein leichtes Spiel in unserem Stadion haben.“ Anfang September hatten die Blau-Weiß-Roten dem 1. FC Nürnberg zu Hause ein 2:2-Remis abgerungen. Die Hoffnungen ruhen beim Tabellenletzten dabei allen voran auf Phil Harres. Der Mittelstürmer war an sechs der sieben Saisontore der Walter-Auswahl aktiv beteiligt. Die Herthaner sind vielleicht noch ungeschlagen, aber nicht unschlagbar. Wir würden gerne gewinnen und setzen alles daran“, formuliere der KSV-Übungsleiter das Vorhaben für den 8. Spieltag.
Die Unparteiischen: Jarno Wienefeld kommt als Schiedsrichter zum Einsatz. Der 28-Jährige hatte unseren Hauptstadtclub bislang jeweils beim Heimspiel gegen Bielefeld sowie beim Auswärtsauftritt in Magdeburg in der Vorsaison gepfiffen. Alexander Sather und Tim Kohnert unterstützen an den Seitenlinien, Cengiz Kabalakli fungiert als vierter Offizieller. Günter Perl und Markus Sinn begleiten die Partie an den Monitoren.