
Kurvenwissen: Fakten zu #SSVBSC
Sieg oder Niederlage, Weiterkommen oder Ausscheiden – und nur der Gewinner bleibt, wie es der DFB in seinem offiziellen Hashtag auf den Punkt bringt. Im Wettbewerb bleiben wollen unsere Herthaner am Mittwoch (28.10.26, 18:00 Uhr) in Oldenburg, wo der SSV Jeddeloh II aus der Regionalliga Nord sich erneut als Pokalschreck präsentieren möchte. „Es ist egal, wie der Gegner heißt oder in welcher Liga er spielt: Wir sind gewarnt, wir sind vorbereitet. Da sind ein paar Jungs in der Mannschaft, die echt gut kicken können“, unterstrich Stefan Leitl bei der Pressekonferenz im Vorfeld. Der Cheftrainer und sein Staff haben ihre Schützlinge auch vor dem Hintergrund des K.o.-Wettkampfes auf alle Szenarien vorbereitet. „Verlängerung und Elfmeterschießen sind mögliche Teile des Spiels, dementsprechend lassen wir auch das in die Trainingsarbeit einfließen“, verriet der Coach auf Nachfrage, fügte abschließend aber hinzu: „Wenn wir eine gute Leistung zeigen, werden wir unserer Favoritenrolle gerecht werden.“ Zahlen und Daten zur Aufgabe in Norddeutschland stehen im Kurvenwissen.
Bemerkenswert:
- Beide Vereine treffen erstmals überhaupt in einem Pflichtspiel aufeinander.
- Für die Partie, die im Oldenburger Marschwegstadion steigt, waren alle der 10.000 verfügbaren Tickets rasch vergriffen. In jener Spielstätte gewann der Gastgeber zwei von zwei Auftritten in der laufenden Saison: Im DFB-Pokal gegen Heidenheim mit 5:2 sowie in der Regionalliga beim VfB Oldenburg mit 3:1.
- Unsere Herthaner müssen erstmals seit fünf Jahren wieder auswärts in der zweiten Runde des Wettbewerbs ran. Damals stand ein 3:1-Erfolg bei Preußen Münster zu Buche. Es folgten ein Erstrunden-Aus in Braunschweig sowie Zweitrunden-Heimspiele gegen Mainz, Heidenheim und Elversberg.
- In Jeddeloh II leben nur 1.300 Menschen, trotzdem hält sich der Club schon seit der Saison 2017/18 in der vierthöchsten deutschen Spielklasse.
Das Personal: Erneut fehlen werden Márton Dárdai, Boris Mamuzah Lum und Gustaf Nilsson, außerdem spielen Jerome Diallo, Mayson Grothe und Niklas Hildebrandt bei unserer U19, die am Dienstagnachmittag beim Chemnitzer FC angetreten ist. Natürlich kamen bei der Pressekonferenz auch mögliche Umstellungen zur Sprache – schließlich ist die bevorstehende Aufgabe erst die Mitte der Englischen Woche, die am Samstag mit dem Gastspiel beim 1. FC Kaiserslautern enden wird. „Die Jungs machen einen super Eindruck, wirken frisch und fokussiert. Es wird aber keine große Rotation geben, wir nehmen diesen Gegner sehr, sehr ernst“, machte Coach Leitl deutlich.

Der Gegner: Die Norddeutschen sorgten beim deutlichen Triumph in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals für die wohl größte Überraschung. In der Regionalliga Nord läuft es für die Blau-Weißen hingegen durchwachsen. Nach einer 2:7-Pleite beim SV Drochtersen/Assel Anfang Oktober musste Chefcoach Kristian Arambasic seinen Hut nehmen. Als Nachfolger feierte Burak Bahar auswärts beim Eimsbütteler TV (1:1) am vergangenen Wochenende seinen Einstand. „Die Tabellensituation spiegelt nicht die Qualität der Mannschaft wider“, betonte der Übungsleiter, dessen Team durch den Punktgewinn auf Rang 13 des Gesamtklassements kletterte. Der 34-Jährige hatte von 2022 bis 2024 unter Rejhan Hasanović sowie Stephan Schmidt als Co-Trainer der U17 in unserer Akademie gearbeitet und damals beispielsweise auch mit Soufian Gouram zu tun gehabt. „Es schließt sich ein Kreis. Das ist die Überschrift für mich persönlich. Inhaltlich habe ich dort viel gelernt, sehr viele gute Trainer kennenlernen und viele intensive Gespräche führen dürfen“, erklärte der SSV-Trainer.
Die Schiedsrichter: Justin Hasmann pfeift zum ersten Mal eine Begegnung unserer Profis. Der 27-jährige Referee kam in der laufenden Spielzeit schon viermal in der 2. Bundesliga zum Einsatz, leitete zudem auch Aufeinandertreffen in der 3. Liga sowie im DFB-Pokal. Benedikt Kempkes und Steven Greif unterstützen an den Seitenlinien, Simon Schreiner fungiert als vierter Offizieller. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren gibt es Videoschiedsrichter bereits in der 2. Runde des DFB-Pokals: Kritische Szenen in Oldenburg begutachten Dr. Arne Aarnink sowie Franz Bokop.