
Keine kommerziellen Stadion-Vlogs bei Hertha BSC
Stadionbesuche bei Hertha BSC sollen vor allem eines sein: ein gemeinsames Fußballerlebnis. Fans sollen die Spiele, die Atmosphäre und die Unterstützung der Mannschaft erleben können, ohne dass das Stadiongeschehen von Kameras für kommerzielle Content-Produktionen begleitet wird.
Aus diesem Grund wird Hertha BSC den Umgang mit Stadion-Vlogs künftig konsequenter handhaben. Nicht gestattet sind insbesondere kommerziell produzierte und monetarisierte Vlogs, für die entsprechendes Kamera- und Produktionsequipment eingesetzt wird und die anschließend über Videoplattformen oder soziale Netzwerke kommerziell verwertet werden. Private Foto- und Videoaufnahmen für persönliche Zwecke bleiben selbstverständlich möglich.
Grundlage dafür sind die geltenden Ticket- und Stadionbestimmungen sowie die bestehenden Medien- und Verwertungsrechte. Für die Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga gelten darüber hinaus die Vorgaben der Bundesliga-Gruppe zur individuellen Nutzung und Verwertung medialer Vermarktungsrechte. Als Verein unterliegt Hertha BSC bei der Produktion und Veröffentlichung eigener Spieltagsinhalte selbst diesen Vorgaben. Eine eigenständige kommerzielle Verwertung von Spieltags- und Stadioninhalten durch Dritte kann daher nicht ohne entsprechende Zustimmung des Vereins erfolgen.
Die entsprechenden Regelungen bestehen bereits. Hertha BSC hat deren Durchsetzung in der Vergangenheit teilweise weniger konsequent gehandhabt. Dies wird sich künftig ändern. Der Verein wird von seinem Hausrecht Gebrauch machen und die bestehenden Bestimmungen entsprechend umsetzen.
Die Entscheidung wurde gemeinsam von der Geschäftsführung, dem Präsidium, der Direktion Kommunikation & Medien sowie der Veranstaltungs- und Spieltagsleitung getroffen. Der am Spieltag eingesetzte Ordnungsdienst ist entsprechend informiert. Besucherinnen und Besucher, die mit erkennbarer professioneller Produktionsausrüstung zur Erstellung kommerzieller Stadion-Vlogs ins Olympiastadion kommen möchten, müssen daher künftig damit rechnen, dass diese Aufnahmen untersagt und entsprechende Geräte nicht zur Nutzung im Stadion zugelassen werden.
Davon ausdrücklich unberührt bleiben private Erinnerungsaufnahmen: Wer im Stadion mit dem Smartphone einen besonderen Moment festhält, ein Foto macht oder kurze persönliche Eindrücke mit anderen teilt, ist von dieser Regelung nicht betroffen. Entscheidend ist die Abgrenzung zwischen privatem Fan-Content und einer kommerziellen Content-Produktion.
Hertha BSC bittet alle Stadionbesucherinnen und Stadionbesucher um Verständnis und darum, gemeinsam dazu beizutragen, dass das Olympiastadion ein Ort des Fußballs, der Emotionen und des gemeinsamen Stadionerlebnisses bleibt.