Eine Eckfahne vor den Flutlichtern des Olympiastadions.
Profis | 6. November 2026 um 10:59 Uhr

Kurvenwissen: Fakten zu #BSCWOB

Vor der nächsten Länderspielpause steht für unsere Herthaner noch ein weiteres Highlight an. Ein ausverkaufter Heimbereich und Flutlicht im Berliner Olympiastadion vor rund 70.000 Fans bilden den Rahmen für das Duell mit dem Tabellendritten, dem Bundesligaabsteiger vom VfL Wolfsburg. „Es spielen zwei absolute Topmannschaften mit vielen guten Spielern auf beiden Seiten gegeneinander. Der Fokus liegt auf meinen Jungs und darauf, mit denen die bestmögliche Performance an den Tag zu legen, um das Spiel zu gewinnen. Das Drumherum blenden wir aus“, unterstrich Stefan Leitl bei der Pressekonferenz im Vorfeld. Zahlen und Daten zum nächsten Spitzenspiel unserer Blau-Weißen liefert das Kurvenwissen.

Bemerkenswert:

  • In Fabian Reese (fünf Tore, sechs Vorlagen) und Kapitän Josip Brekalo (fünf Tore, fünf Vorlagen) treffen die beiden Topscorer der Liga im direkten Duell aufeinander, die zudem beide bereits beide Trikots übergestreift haben.
  • Es ist nicht das einzige Wiedersehen an diesem Abend: Muhammed Damar und Bence Dárdai durchliefen einst unsere Akademie, während Paul Seguin einst in der Autostadt zum Profi wurde.
  • Die Wolfsburger haben 25 Treffer auf dem Konto, mehr als jemals zuvor nach zehn Partien einer Bundesliga- oder Zweitliga-Saison eines VfL-Teams. An der Spree wartet aber eine eine stabile Defensive: Unsere Alte Dame kassierte erst acht Gegentore und ist seit 360 Pflichtspiel-Minuten unbezwungen.
  • Intensive Zweikämpfe könnten bevorstehen, schließlich messen sich am Samstagabend zwei der drei stärksten Teams in dieser Disziplin. Die gewonnenen 52 (Hertha) bzw. 53 Prozent (VfL) der Duelle überbietet nur noch der 1. FC Nürnberg.
  • Es stehen sich darüber hinaus auch Scharfschützen gegenüber. Die sieben Weitschusstore unserer Berliner überbieten nur die Gäste, die bisher sogar achtmal aus der Distanz zuschlugen.

Das Personal: Gegen die Niedersachsen fällt Boris Mamuzah Lum weiterhin aus. Gustaf Nilsson und Márton Dárdai waren ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, wodurch unser Coach weitere Alternativen bekommen hat. „Bei Gustaf sieht es sehr gut aus. Er hat beim Training einen hervorragenden Eindruck gemacht und die Tage gut überstanden. Einem Kaderplatz steht nichts im Wege, wir müssen nur noch besprechen, wie lange es Sinn macht ihn aufs Feld zu schicken“, verriet Leitl, der bei Dárdai „nach dem Training am Freitag“ entscheiden will, „ob wir ihn mitnehmen oder noch eine Woche warten.“ Änderungen an seiner Startelf plant der Fußballlehrer angesichts ihrer jüngsten Vorstellung ohnehin nur, wenn es nötig sein sollte. „Wir haben beim 3:0 in Lautern ein richtig geiles Auswärtsspiel gezeigt. Daher liegt nahe, dass die gleiche Elf auch am Samstag aufläuft. Stand jetzt gibt es keinen Wechsel“, sagte der Fußballlehrer.

Wolfsburgs Trainer Tobias Strobl.

Der Gegner: Ist seit fünf Zweitligapartien ungeschlagen und reist neben 19 Punkten auch mit entsprechendem Selbstvertrauen an. „Ich bin mit dem Prozess, mit seinen Höhen und Tiefen, zufrieden. Wir sind gerade dabei, dafür zu sorgen, dass die Tiefen nicht mehr ganz so tief sind. Das haben wir in den vergangenen zwei Spielen gut hinbekommen – und das wollen wir gegen Hertha bestätigen“, unterstrich VfL-Trainer Tobias Strobl, der seine Erwartungen für das Spitzenspiel skizzierte. „Was kommt auf uns zu? Ein Top-Gegner, der in zehn Spielen 28 Punkte geholt hat. Die Mannschaft hat enge Spiele für sich entschieden. Das zeigt, wie stabil sie ist. Es kommt eine gute, laute und emotionale Kulisse auf uns zu. Aber darauf freuen wir uns. Dass wir uns in so einem Stadion gegen so einen Gegner messen dürfen, ist die nächste Challenge für uns.“

Die Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck pfeift am Samstagabend. Für den Referee wird es der 70. Zweitligaeinsatz, in seiner Vita sind zudem unter anderem bereits 73 Einsätze in der Bundesliga sowie 19 Spiele im DFB-Pokal notiert. Unserem Hauptstadtclub begegnete Dr. Jöllenbeck dabei insgesamt achtmal, dabei stehen zwei Siege, eine Punkteteilung und fünf Niederlagen in der blau-weißen Bilanz. Dem Unparteiischen assistieren Dominik Schaal und Manuel Bergmann als Assistenten an den Seitenlinien sowie Jarno Wienefeld als vierter Offizieller. Als VAR sitzen Nicolas Winter und Christian Dingert vor den Bildschirmen.

von Konstantin Keller