
„Diese Szenen werden uns lange im Kopf bleiben“
Wenn eine blau-weiße Uffta durchs Olympiastadion schallt, dann hat eine Hertha-Mannschaft einen besonderen Sieg errungen. So einer war das 2:1 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg am Samstagabend vor über 70.000 Zuschauerinnnen und Zuschauern, das die Protagonisten im Anschluss vor den Mikrofonen der Medienschaffenden einordneten. Die Berliner Reaktionen in der Zusammenfassung.
Josip Brekalo: Diese Szenen vom Feiern nach dem Spiel mit den Fans werden uns lange im Kopf bleiben. Wir sind unheimlich stolz auf alles, was bereits in dieser Saison passiert ist und machen einfach so weiter. Über das komplette Spiel gesehen haben wir uns die drei Punkte verdient. Die erste Hälfte war überragend, in der zweiten Halbzeit haben wir ein schnelles Gegentor kassiert, Wolfsburg hat es uns dann nicht leicht gemacht, aber wir haben bis zum Ende gekämpft. In dieser Liga ist alles eng, und wir tun gut daran, weiter von Spiel zu Spiel zu schauen.
Deyovaisio Zeefuik: Wir wollen jedes Spiel gewinnen und müssen einfach genauso weitermachen, von Spiel zu Spiel. Der Support, den wir von den Fans haben, ist dabei einfach immer super. Ich wusste, dass Fabian Reese ein Topspieler ist, gegen den ich immer hellwach sein musste. Aber: Ich bin auch ein guter Verteidiger (lächelt). Schön, dass in dieser Partie alles so gut geklappt hat. Bei meinem Tor habe ich den Ball erobert, weitergespielt und dann einen schönen Pass bekommen, den ich dann links in die Ecke geschossen habe. Das war top!
Oluwaseun Adewumi: Das war wieder ein unglaubliches Spiel, 70.000 Fans – das ist einfach Gänsehaut pur. Ich bin froh, dass wir die drei Punkte zu Hause behalten haben und unsere Siegesserie so weiterführen konnten. Der Ball vor meinem Tor war abgefälscht und ist perfekt zu mir gekommen. Es ist einfach krass, dass ich sowas miterlebe und dass die ganzen Fans so hinter uns stehen. Wenn wir genauso weitermachen, kann das eine richtig geile Saison werden. Jetzt gehen wir in die Länderspielpause, kurieren uns aus und dann schauen wir, dass wir genau so weiterspielen!

Paul Seguin: Die zwei Tore haben wir sehr gut herausgespielt, das 1:2 war dann ärgerlich. Ich darf da den Ball nicht verlieren, daraufhin sind wir etwas unruhig geworden – wir haben aber den Kampf angenommen, obwohl der VfL es auch in Unterzahl gut gemacht hat. Trotzdem haben wir gewonnen, und trotzdem haben wir auch verdient gewonnen. Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft. Jetzt können wir uns mal eine Woche feiern lassen, in der Länderspielpause Kräfte sammeln – und dann geht es weiter. Keiner hebt ab im Team, es ist alles sehr stimmig, aber wir haben immer noch nichts erreicht. Deshalb wollen wir demütig bleiben, hart arbeiten und weiter Spiele gewinnen! Denn so macht es Bock und man will einfach weiterkicken.
Mads Pedersen: Wir haben im ersten Durchgang ein super Spiel gemacht, in der zweiten Halbzeit dann aber ein bisschen Kontrolle verloren. Am Ende sind drei Punkte gegen Wolfsburg, einen gefühlten Bundesligisten, einfach überragend. Das Tor war unglaublich von Deyo, er ist eine Maschine. Wir haben viel Qualität in der Mannschaft und das kann uns nur guttun, für den Trainer ist die Wahl dann vielleicht manchmal schwierig (schmunzelt). Die Zwischenbilanz ist Wahnsinn, wir müssen einfach genau so fokussiert und fleißig bleiben und können uns jetzt erst einmal über diese drei Punkte freuen!
Sportdirektor Benjamin Weber: Das war ein harter Kampf vor einer tollen Kulisse, die uns getragen hat. Man hat gesehen, was für Qualität in der Wolfsburger Mannschaft steckt. Die Rote Karte hatte natürlich einen Einfluss auf das Spiel, wenn du knapp 60 Minuten in Überzahl bist und dann auch mit 2:0 in die Halbzeit gehst. Wir haben uns fest vorgenommen, dass wir dranbleiben. Man hat dann zu Beginn der zweiten Halbzeit aber auch die Qualität gesehen, die in der Wolfsburger Mannschaft steckt und zum Schluss war es ein enges Spiel. Wir hatten über sieben Minuten Nachspielzeit, daher sind wir froh, dass wir es über die Zeit gerettet haben und wir jetzt mit 31 Punkten nach elf Spielen dastehen. Das war ein Mannschaftssieg.