Stevan Jovetić setzt sich im Zweikampf mit einen Stuttgarter durch.
Profis | 6. Mai 2023, 18:27 Uhr

„Wir sind am Leben“

Die Erleichterung war im blau-weißen Lager greifbar, als unsere Jungs nach dem hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart vor die Mikrofone in der Mixed Zone des Olympiastadions traten. Gleichzeitig betonten alle Herthaner, dass dieser Dreier nur ein erster Schritt auf unserem herausfordernden Weg zum Klassenerhalt sein darf. „Das war ein entscheidendes Spiel. Wenn wir nicht gewonnen hätten, wäre es wohl vorbei gewesen – so sind wir am Leben“, unterstrich Stevan Jovetić, der mit den Kollegen bereits am kommenden Freitag in Köln wieder gefragt ist. „Es ist weiterhin keine einfache Situation, wir müssen uns mit Mentalität, Hartnäckigkeit und Charakter dagegenstemmen“, sagte der Montenegriner und bekräftigte das Zutrauen ins Erreichen unseres Ziels: „Ob ich an unseren Klassenerhalt glaube? Auf jeden Fall!“ Alle Berliner Reaktionen hat herthabsc.com aufgeschrieben.

Oliver Christensen: Es war unser Ziel, dieses erste Spiel zu gewinnen. Wir haben davor gesagt, wir geben alles und das haben wir als Mannschaft bewiesen. Wir standen sicher und alle haben sich reingeschmissen, um jeden Ball zu blocken. Die Unterstützung dabei war einfach super, so wie in der gesamten Saison – wir brauchen unsere Fans! Aber noch ist nichts erreicht, der Fokus liegt auf Köln am Freitag und da müssen wir wieder bereit sein.

Stevan Jovetić: Das war ein entscheidendes Spiel. Wenn wir nicht gewonnen hätten, wäre es wohl vorbei gewesen – so sind wir am Leben. Das Gute ist, dass wir uns gegen direkte Konkurrenten selbst helfen können, das haben wir hier getan. Wir müssen auf uns schauen, das ist ganz wichtig. Es ist weiterhin keine einfache Situation, wir müssen uns mit Mentalität, Hartnäckigkeit und Charakter dagegenstemmen. Ob ich an unseren Klassenerhalt glaube? Auf jeden Fall!

Marc Kempf: Ich hatte schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl, dass wir die drei Punkte holen. Es hat sich trotzdem nicht viel an unserer Lage geändert – wir stecken immer noch unten drin. Wichtig war vor allem, dass wir unsere Chance gewahrt haben. Die Art und Weise war zudem sehr entscheidend – im Gegensatz zur Vorwoche hatten wir diesmal auch das nötige Glück. Wir wussten um die Bedeutung der Begegnung. Deswegen ist es sehr schön, dass ich der Mannschaft mit dem Treffer helfen konnte. Als Verteidiger ist es immer etwas Besonderes, ein Tor zu machen.

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Es ist weiterhin keine einfache Situation, wir müssen uns mit Mentalität, Hartnäckigkeit und Charakter dagegenstemmen. Ob ich an unseren Klassenerhalt glaube? Auf jeden Fall!
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-Stevan Jovetić

Maximilian Mittelstädt: Wir sind froh, dass wir diesen extrem wichtigen Sieg eingefahren haben. Es ist ein Lebenszeichen, auf dem wir uns aber nicht ausruhen. Wir haben zusammen verteidigt, zusammen nach vorne gespielt und uns zusammen die drei Punkte verdient. Wenn wir den Glauben an uns nicht hätten, bräuchten wir gar nicht mehr antreten. Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir zurecht noch glauben dürfen. In die nächsten Spiele müssen wir mit genau dieser Mentalität, mit genau dieser Intensität und Geschlossenheit gehen. Dann haben wir noch alle Chancen. Viele haben uns schon abgeschrieben, aber wir haben gezeigt, dass wir leben, noch da sind und mit uns zu rechnen ist. Manchmal ist es auch gut, wenn keiner mehr mit uns rechnet!

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Wir haben zusammen verteidigt, zusammen nach vorne gespielt und uns zusammen die drei Punkte verdient. Wenn wir den Glauben an uns nicht hätten, bräuchten wir gar nicht mehr antreten. Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir zurecht noch glauben dürfen.
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-Maximilian Mittelstädt

Florian Niederlechner: Das war ein erster und wichtiger Schritt. Jeder wusste, bei einem Punkt oder einer Niederlage ist es eigentlich vorbei. Ich bin stolz auf die Jungs, jeder hat gefightet, genauso muss es sein im Abstiegskampf. Die Stimmung war unfassbar gut, das war richtig geiles Heimspiel, aber wir müssen jetzt am Boden bleiben. Nun heißt es Vollgas geben unter der Woche und dann geht es nach Köln. Es wird ein schwieriges Spiel, doch wenn wir dort auch so auftreten, bin ich guter Dinge, dass wir einen Dreier holen werden. Klar, der Druck ist hoch. Dafür sind wir allerdings auch selbst verantwortlich. Eigentlich war er zu spät, mein erster Treffer für Hertha. Aber ich habe gewusst, dass die Chance kommt, wenn man hart arbeitet. Zum Glück ist mir das gelungen, es war natürlich ein guter Moment, doppelt so wichtig, weil wir die drei Punkte geholt haben. Ich habe in der Hinrunde drei Spiele in Folge mit Augsburg gewonnen, das ist auf jeden Fall möglich. Man braucht nur das Selbstvertrauen und das haben wir uns hier geholt.

Marvin Plattenhardt: Natürlich sind wir glücklich über die drei Punkte. Wir haben nach langer Zeit mal wieder ein Spiel gewonnen. Aber es ist noch nichts entschieden und erreicht. Es hat vieles gestimmt, dennoch müssen wir auch einiges verbessern. In erster Linie haben wir über die 90 Minuten versucht, defensiv gut zu stehen und ordentlich zu verteidigen. Dennoch wollten wir uns zu Hause nicht verstecken und mutig sein, das war ein Schlüssel. Außerdem ganz wichtig: Wir waren ein Team und haben bis zum Schluss gekämpft. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, da müssen wir nun dranbleiben.

von Hertha BSC