Peter Pekarík attackiert einen Gegenspieler.
Profis | 22. November 2023, 09:59 Uhr

Pekarík jubelt im blau-weißen Duell – Maolida mit goldenem Tor

Blau-weißes Duell in der Qualifikation für die UEFA EURO 2024: Bosnien-Herzegowina mit Smail Prevljak sowie Haris Tabaković empfing am Sonntagabend die Slowakei und Peter Pekarík zum abschließenden Spiel der Gruppe J. Das Geschehen in Zenica sowie die Aufgaben der anderen Auswahlakteure unseres Hauptstadtclubs fasst herthabsc.com zusammen.

Sieg in Überzahl

Schon vor dem direkten Aufeinandertreffen stand fest, dass unsere Nummer 2 und ihre Teamkollegen das Ticket für die in Deutschland stattfindende Endrunde in der Tasche haben. Dennoch behielten Pekarík und Co. auswärts mit 2:1 (0:0) die Oberhand. Unser Rechtsverteidiger ackerte rechts hinten über die vollen 90 Minuten und kam damit zu seinem 124. Einsatz für die Repre. Während Prevljak bei den Hausherren in der Sturmspitze begann und bis zur 59. Minute auf dem Rasen blieb, verfolgte Tabaković die gesamte Partie von der Bank aus. Nach einer Nullnummer im ersten Abschnitt, gingen die Bosnier nach dem Seitenwechsel zunächst sogar in Führung. Doch die Gäste glichen in der Folge nicht nur aus, sondern drehten das Resultat in Überzahl sogar gänzlich. „Ich habe mich natürlich darüber gefreut, Haris und Smail zu sehen. Auf dem Platz ging es dann aber um drei Zähler, die wir unbedingt einfahren wollten“, erklärt unser Routinier. „Uns ist der perfekte Abschluss einer sehr erfolgreichen Qualifikation gelungen. Ich bin unheimlich stolz darauf, dass wir bei der Endrunde dabei sein werden, und kann den Turnierbeginn schon jetzt kaum erwarten“, so der 37-Jährige weiter.

Im gleichen Wettbewerb bekam es Andreas Bouchalakis, der durchspielte, in Gruppe B mit Spitzenreiter Frankreich zu tun. Die Hellenen erreichten gegen den Weltmeister von 2018 ein 2:2 (0:1)-Unentschieden und beendeten die Qualifikation als Tabellendritter. Nichtsdestotrotz besteht für unsere Nummer 5 und ihre Landsmänner noch die Chance auf eine Turnierteilnahme – und zwar über das im März stattfindende Playoff-Turnier. 

Zwei Blau-Weiße als Teile einer spektakulären Nachspielzeit

Einen weiteren Test gegen Norwegen absolvierte die U19 des Deutschen Fußball-Bundes. Beim 2:1 (0:0)-Erfolg der Mannschaft von Christian Wörns stand Tim Goller in beiden Hälften zwischen den Pfosten, Pascal Klemens lief nach der Pause auf. Damit standen die zwei Spreeathener auch in der spektakulären Schlussphase auf dem Rasen – die beiden Treffer des DFB-Team fielen nämlich jeweils in der Nachspielzeit. „Wir waren in der ersten Halbzeit zu fehlerhaft und fahrig, das Tempo war hoch, da hätten wir mehr Ruhe ins Spiel bringen müssen. Im letzten Drittel haben wir mitunter keine guten Entscheidungen getroffen. Dass wir das Spiel so spät noch drehen, spricht für die Moral der Jungs“, unterstrich der Übungsleiter. Die beiden Kräftemessen mit den Skandinaviern dienten als Vorbereitung auf die 2. EM-Qualifikationsrunde, die im März 2024 ausgetragen wird. Gustav Christensen wirkte unterdessen bei der 1:2 (0:1)-Niederlage der dänischen U20 im Freundschaftsspiel gegen Schweden eine knappe Stunde mit.

Niederlage in Überzahl

Tjark Ernst und Linus Gechter mussten am Montag mit der deutschen U20 gegen England ran, dabei ging die Mannschaft von Hannes Wolf im sechsten Auftritt dieser Saison erstmals als Verlierer vom Platz – und das trotz doppelter Führung und später Überzahl. Obwohl die Three Lions knapp zehn Minuten vor dem Ende beim Stand von 2:2 einen Platzverweis kassierten, trafen sie in der Nachspielzeit noch zum 3:2 (1:1)-Endstand für ihre Farben. Während unser Schlussmann durchspielte, wurde unsere Nummer 44 zur Pause eingewechselt.

Márton Dárdai traf mit der U21 des DFB in der EM-Qualifikation im Topspiel auf Polen. Die Schützlinge von Chefcoach Antonio Di Salvo wahrten dabei ihre weiße Weste, feierten einen 3:1 (0:1)-Erfolg und kletterten wieder auf Rang eins in Gruppe D. Unsere Nummer 31 stand dabei 90 Minuten auf dem Rasen. „Wir sind besser ins Spiel gestartet, geraten dann blöd in Rückstand. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann viel besser gemacht. Wir freuen uns, dass wir gewonnen haben und wollen jetzt den Gruppensieg“, betonte der Bundestrainer.  

Zweites Länderspiel, zweiter Treffer

Einen besonderen Abend erlebte am Dienstag zudem Myziane Maolida. Unser Angreifer absolvierte in der WM-Qualifikation gegen Ghana seinen zweiten Einsatz für die Komoren und erzielte obendrein auch seinen zweiten Treffer. Dieser stellte bei dem 1:0 (1:0)-Sieg das goldene Tor dar. Anderson Lucoqui fehlte derweil bei Angolas 0:0-Remis auf Mauritius im Aufgebot.

Datum Anstoß Spieler Partie (Spielort) Ergebnis
Do., 16.11.23 15:00 Uhr Tim Goller & Pascal Klemens FSP U19 Deutschland -  Norwegen (Spanien) 3:1 (2:1)

 

18:00 Uhr Gustav Christensen FSP U20 Dänemark - Schweden (Silkeborg) 1:1 (1:0)
  20:00 Uhr Anderson Lucoqui WMQ Angola - Cape-Verde 0:0 (0:0)
  20:45 Uhr Peter Pekarík EMQ Slowakei - Island (Bratislava) 4:2 (2:1)
  20:45 Uhr Smail Prevljak & Haris Tabaković EMQ Luxemburg - Bosnien-Herzegowina (Luxemburg) 4:1 (2:0)
Freitag, 17.11.23 14:00 Uhr

Myziane Maolida

WMQ Komoren - Zentralafrikanische Republik (Moroni, Komoren) 4:2 (1:1)
  18:00 Uhr Andreas Bouchalakis FSP Griechenland - Neuseeland (Athen) 2:0 (2:0)
   

Márton Dárdai

EMQ U21 Deutschland - Estland (Paderborn) 4:1 (1:0)
    Tjark Ernst & Linus Gechter FSP U20 Deutschland - Rumänien (Sibiu) 1:0 (0:0)
Sonntag, 19.11.23 15:00 Gustav Christensen FSP Dänemark - Schweden (Silkeborg) 1:2 (0:1)
 

 

Tim Goller & Pascal Klemens FSP U19 Deutschland - Norwegen (Spanien) 2:1 (0:0)
 

20:45

Peter Pekarík, Smail Prevljak & Haris Tabaković EMQ Bosnien-Herzegowina - Slowakei (Zenica) 1:2 (0:0)
Montag, 20.11.23 18:00 Tjark Ernst & Linus Gechter FSP U20 Deutschland - England (Regensburg) 2:3 (1:1)
Dienstag, 21.11.23 17:00 Anderson Lucoqui WMQ Mauritius – Angola  0:0 (0:0)
   

Myziane Maolida

WMQ Komoren - Ghana (Komoren, Moroni) 1:0 (1:0)
  18:00 Márton Dárdai EMQ U21 Deutschland - Polen (Essen) 3:1 (0:1)
 

20:45

Andreas Bouchalakis EMQ Griechenland - Frankreich (Athen) 2:2 (0:1)

von Erik Schmidt