Pascal Klemens führt den Ball.
Profis | 16. Februar 2024, 11:31 Uhr

Kurvenwissen: Fakten zu #BSCFCM

Bislang kam es in der laufenden Saison erst ein einziges Mal zu der Konstellation, dass sowohl unser Hauptstadtclub als auch sein jeweiliger Kontrahent die vorangegangene Ligabegegnung gewonnen hatte. Das war am 8. Spieltag beim Vergleich mit dem FC St. Pauli der Fall – und wiederholt sich nun am Freitag (16.02.24, 18:30 Uhr, Tickets hier) beim Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Magdeburg. Gegen die Kiezkicker zogen unsere Herthaner damals den Kürzeren, nun soll es besser laufen. Darauf hofft natürlich auch Pál Dárdai. „Der Gegner ist gut und hat seinen eigenen Stil. Wir unterschätzen ihn nicht und sind ordentlich vorbereitet“, betont unser Cheftrainer vor der Begegnung am 22. Spieltag. herthabsc.com präsentiert die spannendsten Zahlen zum Kräftemessen.

Statistik: Beide Vereine bestreiten nach dem torreichen Hinspiel ihr zweites Duell um Punkte überhaupt gegeneinander, der Europapokalsieger von 1974 feiert obendrein sogar seine Premiere im Olympiastadion. Auch deshalb sagt unser Übungsleiter: „Magdeburg wird viele Fans mitbringen und das Stadion an diesem Abend wieder eine eigene Seele entwickeln. Da lohnt es sich, auf dem Rasen zu kämpfen.“ Aber aufgepasst: Die Gäste beherrschen sowohl die grobe als auch die feine Klinge. Denn auf der einen Seite kassierte kein Zweitligist mehr gelbe Karten (56), auf der anderen Seite bringt es kein Ligakonkurrent durchschnittlich auf mehr Spielanteile (60,7 Prozent Ballbesitz) pro Partie. Obendrein sollten sich unsere Blau-Weißen vor den Einwechselspielern der Ottostädter in Acht nehmen: Bereits zwölf Jokertore bedeuten den Ligabestwert.

Bemerkenswert: Der erste Dreier des Jahres hält unseren auf der achten Tabellenposition liegenden Berlinern weiterhin alle Möglichkeiten offen. Trotz momentan acht Punkte Rückstand befindet sich Relegationsrang 3 noch in Reichweite. Eintracht Frankfurt hatten in der Saison 2004/05 zum gleichen Zeitpunkt sogar neun Zähler auf diese Platzierung gefehlt, am Ende stiegen die Hessen trotzdem auf. Dárdai bremst diesbezüglich aber: „Ich beschäftige mich nicht mit der Tabellenkonstellation. Wir befinden uns in einem Übergangsjahr. Für uns geht es darum, eine Achse zu finden und die jungen Spieler zu halten“, erklärt der 47-Jährige. Apropos junge Spieler: In Fürth betrug das Durchschnittsalter unserer Hauptstädter auf dem Rasen weniger als 22 Jahre. Insgesamt kamen bei unseren Spreeathenern im Verlauf dieser Spielzeit schon sieben Akteure im Alter von maximal 19 Jahren zum Zuge.

Personal: In Marc Kempf (Bänderverletzung), Bence Dárdai und Agustín Rogel (beide im Aufbau) sowie Florian Niederlechner (Sperre) fallen vier Herthaner definitiv aus. Demnach muss Dárdai sowohl in der Abwehrzentrale als auch im Angriffszentrum umstellen. Ganz hinten scheint ein Startplatz an Pascal Klemens vergeben. „Wir haben so trainiert. Er hat es gut gemacht. Ich glaube, dass das gegen die kleinen, beweglichen Angreifer von Magdeburg passt“, verrät der Fußballlehrer. Ob Kapitän Toni Leistner, Márton Dárdai oder Linus Gechter an die Seite des 18-Jährigen rückt, ließ unser Cheftrainer noch offen. Ganz vorn steht hingegen auch hinter dem Einsatz von Haris Tabaković (Knieprobleme) ein Fragezeichen, zudem verpasste Smail Prevljak (Magen-Darm-Infekt) einige Einheiten in dieser Woche. Der Ungar nannte Ibrahim Maza sowie Derry Scherhant als Alternativen: „Ibo wäre als beweglicher Stürmer eine Option für 45 oder 60 Minuten, er kann den Ball halten und versprüht immer Torgefahr. Derry benötigt auf dieser Position gegen den Ball noch etwas mehr Disziplin – da muss ich mir noch Gedanken machen“, so unser Mann an der Seitenlinie.

Schiedsrichter: Florian Exner leitet die Partie. Der 33-Jährige bringt es auf zahlreiche Einsätze in der 2. Bundesliga (18) und 3. Liga (48), im Oberhaus steht das Debüt des Münsteraners noch aus. Unserer Alten Dame begegnete der Rechtsanwalt ausschließlich am 10. Spieltag beim Auswärtsspiel in Nürnberg. Mitja Stegemann und Luca Schlosser assistieren Exner, als vierter Offizieller fungiert Timo Gansloweit. Robert Schröder sowie Dr. Henrik Bramlage nehmen Platz im Kölner Keller.

von Erik Schmidt