Joel da Silva Kiala am Ball.
Akademie | 5. April 2024, 21:07 Uhr

U23 unterliegt knapp beim BFC Dynamo

Beim Regionalliga-Stadtduell mit dem BFC Dynamo nahm Trainer Stephan Schmidt im Vergleich zum 1:1 gegen Leipzig fünf Änderungen vor. Den Kasten hütete Tim Goller, Joel da Silva Kiala rückte in die Abwehrkette. Im Mittelfeld startete Veit Stange, der Bence Dárdai ersetzte - der Offensivspieler hatte sich beim Aufwärmen verletzt. Zudem stürmten Ruwen Werthmüller und Mustafa Abdullatif. Robert Kwasigroch, Derry Scherhant, Tony Rölke und Gustav Christensen fehlten im Aufgebot . Bei den Weinrot-Weißen stand in McMoordy Hüther ein Ex-Herthaner auf dem Feld.

Hertha macht das Spiel, Dynamo das Tor

Unsere Spreeathener begannen offensiv: Erst lenkte BFC-Keeper Leon Bätge einen Werthmüller-Schuss über die Latte (3.), dann verfehlte Änis Ben-Hatira aus 16 Metern nach Kombination von Stange und Abdullatif knapp (6.). Direkt im Anschluss traf Abdullatif den Ball nach Vorlage von Nader Jindaoui nicht richtig (7.). Die Gastgeber näherten sich das erste Mal nach rund einer Viertelstunde an, blieben dabei aber harmlos (16.).

Das Spielgeschehen hatte sich ein wenig beruhigt, als der Aufstiegsanwärter eiskalt zuschlug. Nach einer Flanke von links kam Amar Suljic zum Kopfball, Tim Goller streckte sich vergebens (26.). Ein Treffer, der sich nicht unbedingt angedeutet hatte. Kurz vor dem Seitenwechsel köpfte Dynamos Alexander Siebeck einen Freistoß an die Oberkante der Latte (40.). Erst danach tauchten unsere Spreeathener wieder offensiv auf: Nach einem Konter scheiterte Jindaoui am Schlussmann der Hausherren (43.). So blieb es beim 0:1.

Vergebliche Bemühungen 

Auch unmittelbar nach dem Seitenwechsel rettete das Aluminium für Goller und Kollegen (47.). Doch die Schmidt-Schützlinge steckten nicht auf. Abdullatif hatte den Ausgleich gleich doppelt auf dem Fuß, zielte aber einmal über den Kasten und scheiterte beim zweiten Anlauf an Bätge (49., 51.). Im Anschluss blieb es eine muntere Partie, das verdiente 1:1 wollte aber nicht fallen. In der 71. Minute hatte Jindaoui erneut die Chance, verfehlte das kurze Eck aber knapp. Nur 60 Sekunden später blieb Goller im Eins gegen Eins der Gewinner und verhinderte einen höheren Rückstand (72.). In der Schlussphase hatten der eingewechselte Peter Matiebel und Ben-Hatira jeweils nochmal die Möglichkeit, auf Unentschieden zu stellen, doch sie verfehlten das Gehäuse (84., 90.). Auch in der sechsminütigen Nachspielzeit fiel kein Treffer mehr, sodass die knappe Auswärtsniederlage Bestand hatte.

„Wir sind überragend ins Spiel gekommen und haben dicke Torchancen, um in Führung zu gehen. Auch danach ist es uns immer wieder gelungen, das Pressing zu überspielen und Möglichkeit zu kreieren – die wir leider nicht genutzt haben", analysierte Schmidt und hielt fest: „Wir hätten gegen ein Topteam drei Treffer erzielen können, haben bis zur letzten Sekunde auf den Ausgleich gedrückt. Die Chancenverwertung war das Manko, sonst haben wir eines unserer besten Spiele gezeigt." Am nächsten Sonntag (14.04.24, 13:00 Uhr) empfängt unsere Alte Dame Luckenwalde. 

 

Hertha BSC: Goller – da Silva Kiala, Morgenstern, Hoffmann, Weiland (76. Matiebel) – Covic (C) (82. Fuchs), Stange (76. Schickersinsky), Ben-Hatira,– Abdullatif (61. O. Rölke), Werthmüller (61. Gottschalk), Jindaoui

Tore: 1:0 Suljic (26.)

Schiedsrichter: Tobias Hagemann

Gelbe Karte: Jindaoui, Covic

von Benjamin Herzig