Tjark Ernst auf dem Spielfeld.
Profis | 29. August 2025, 21:32 Uhr

„Müssen uns an die eigene Nase fassen“

Der Auftritt unserer Herthaner beim 0:2 (0:1) gegen die SV Elversberg ernüchterte Fans, Aktive und Offizielle gleichermaßen. In der Mixed Zone stellten sich unsere Jungs anschließend den Fragen der Medienschaffenden. Die blau-weißen Stimmen zur Begegnung präsentiert 94,3 rs2.

Tjark Ernst: Aktuell fehlen mir ein wenig die Worte, gerade die erste Halbzeit zu erklären ist schwer. Wir haben in Darmstadt ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht, uns für dieses Spiel vor unseren Fans viel vorgenommen – und dann spielen wir so eine erste Hälfte. Da muss sich jeder einzelne von uns an die eigene Nase fassen und hinterfragen, ob er genug investiert, um unsere Ziele als Mannschaft und Verein zu erfüllen. Es ist zu wenig, deshalb dürfen die Fans selbstverständlich ihren Unmut äußern. Die vielen Ausfälle sind Fakt, aber ich sehe trotzdem viel Qualität, die bei uns auf dem Platz steht. Da muss jeder einzelne mehr von sich erwarten, wir haben insgesamt zu viele individuelle Fehler gemacht. Jetzt müssen wir die Länderspielpause nutzen.

Fabian Reese: Wir haben heute kein gutes Spiel gezeigt. In der ersten Halbzeit haben wir sehr viel vermissen lassen, uns in der zweiten Hälfte etwas gesteigert. Wir stehen hier Woche für Woche und rechtfertigen, warum es nicht geklappt hat. Aber wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, um Dinge aufzuarbeiten. Es ist von allen zu wenig und jeder muss hinterfragen, was er bereit ist, für die Mannschaft zu geben. Da können wir nur jeder alleine und dann aber auch alle zusammen herauskommen! Wir müssen Spiele gewinnen und uns so Stück für Stück das Selbstvertrauen zurückholen.

Fabian Reese beim Einwurf mit dem Olympiastadion im Hintergrund.

Benjamin Weber: Wir haben insgesamt eine schwache Leistung gezeigt und es nicht geschafft, mit wie auch gegen den Ball die nötige Energie auf den Platz zu bekommen. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, insgesamt weniger Fehler machen und unsere Leistung bringen. Dafür heißt es: Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Das ist der Auftrag. Uns fehlt aktuell ein Erfolgserlebnis, der Blick muss jetzt nach vorne gehen und wir müssen uns in den kommenden beiden Wochen sammeln.

von Hertha BSC