
Erneute Fanproteste in Kiel
Wer die Zweitligapartie zwischen Holstein Kiel und Hertha BSC verfolgt hat, wird auch die erneuten Proteste für den Erhalt der Fankultur bemerkt haben. Die organisierten Fanszenen beider Vereine erneuerten die Forderungen an die Politik, noch vor der vom 3. bis 5. Dezember in Bremen stattfindenden Innenministerkonferenz eine Kehrtwende bezüglich der geplanten Verschärfungen zu vollziehen.
Darüber hinaus wünschen sich die Fans, dass ihre Clubs gegenüber der Politik für die eigene gute Arbeit im Rahmen von Prävention und Sicherheit einstehen. Bereits am 16. November waren über 20.000 Fans aus der gesamten Bundesrepublik dafür in Leipzig auf die Straße gegangen und hatten friedlich gemeinsam demonstriert – darunter auch 500 Herthanerinnen und Herthaner.
Weitere Forderungen, die die organisierten Fanszenen Deutschlands auch in einer Petition festgehalten haben, sind eine Reduzierung der Einsatzkräfte der Polizei bei Fußballspielen, keine Verschärfung der Stadionverbotspraxis sowie eine Anerkennung des Mehrwerts der deutschen Kurven. Die Petition steht allen offen, die diese Forderungen mit ihrer Unterschrift unterstützen möchten.
Sowohl unser Geschäftsführer Dr. Peter Görlich als auch unser Präsidium haben sich bereits zu den Protesten geäußert und dabei die Bedeutung eines sicheren, offenen und gemeinsam getragenen Stadionerlebnisses betont. Hertha BSC ist und bleibt in einem engen Austausch mit seinen Fan- und Interessensgruppen, den 36 Proficlubs der Bundesliga und 2. Bundesliga, der Deutschen Fußball Liga (DFL), dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern in der Politik.