
„Habe den Jungs gesagt, dass ich nur einen Wunsch habe“
Herthas fünfter Ligasieg in Serie war beim 1:0 (0:0) in Kiel hart erarbeitet. Unsere Jungs behielten jedoch die Nerven, gewannen bei der KSV Holstein durch ein Jokertor von Comebacker Dawid Kownacki und buchten somit drei weitere Zähler aufs blau-weiße Punktekonto. Entsprechend glücklich zeigten sich die Herthaner in der Mixed Zone. Die Berliner Reaktionen aus dem Norden präsentiert 94,3 rs2!
Fabian Reese: Hier in Kiel zu spielen, ist immer schön, hier ist mein Ursprung, meine Familie lebt hier. Ich habe zu den Jungs vor dem Spiel gesagt, dass ich an meinem Geburtstag einen Wunsch habe: Drei Punkte, und das mit einem Zu-Null-Spiel. Das ist uns gelungen! Wir waren effektiv, haben in einem sehr schweren Auswärtsspiel gemeinschaftlich verteidigt. Sechster Sieg in Serie – das ist mega. Am Dienstag wartet nun mit Kaiserslautern wieder ein unangenehm zu bespielender Gegner, das wird ein Härtetest.
Dawid Kownacki: Das hätte ich mir nicht besser erträumen können. Nach zwei Monaten Verletzungspause das Tor zum 1:0-Siegtreffer zu erzielen ist schön. Es war gar nicht so einfach in diese Mannschaft, die über die vergangenen Wochen so gut gespielt hat, kompakter verteidigt und selbstbewusst geworden ist, zurückzukehren. Ich wollte direkt helfen und bin glücklich, dass das geklappt hat. Wir hatten nicht viele Chancen, doch wenn man eine solche Situation hat, muss man diese als Stürmer nutzen. Schön, dass wir den sechsten Sieg in Folge feiern können. Jetzt müssen wir gut regenerieren und wollen dann am Dienstag im Pokal gegen Kaiserslautern den siebten einfahren!
Paul Seguin: Es war wieder eine ordentliche Leistung, bei der wir wenig zugelassen haben, in Ballbesitz strukturierter waren und die besseren Chancen hatten. Es ist vielleicht nicht immer spektakulär, aber wir ziehen alle an einem Strang und sind gut organisiert, das ist ein sehr gutes Gefühl. In der ersten Halbzeit waren wir ein wenig überrascht, wie tief Kiel stand. Aber ich finde, dass wir es insgesamt gut gemacht haben und auch einige Chancen hatten. Und am Ende haben wir wieder zu Null gespielt – die Defensive ist die Basis! Es ist ein schönes Gefühl, dass immer noch Jungs reinkommen können, die dich als Team besser machen. Das ist eine echte Waffe. Aber: Wir müssen demütig bleiben, auf uns schauen und weiter hart arbeiten, um unsere Spiele zu ziehen und die Serie auszubauen.
Benjamin Weber: Wir wollten es einen Tick mehr. Schon in der Halbzeit haben wir gesagt, dass es bis auf die ersten Minuten ok war, wir gut drin sind, aber noch mehr brauchen, um die Partie zu gewinnen. Das haben wir in der zweiten Hälfte draufgepackt, und auch so gewechselt, dass wir gewinnen wollten. Am Ende war es dann ein verdienter Sieg. Wir haben uns das in den vergangenen Wochen und Monaten erarbeitet, auch durch die Lust am Verteidigen. Die Defensive ist der Ausschlag, um in der 2. Bundesliga erfolgreich Fußball zu spielen. Dass wir dann die Qualität haben, durch verschiedene Spieler Tore zu erzielen, hat man wieder gesehen – obwohl wir gar nicht so viele Torchancen hatten. Wir müssen uns die Dinge in jedem Spiel hart erarbeiten. Für Dawid Kownacki freue ich mich total, er hat sich zurückgekämpft, auf diesen Einsatz gebrannt und viel Impact gehabt. Jetzt müssen wir gut regenerieren und freuen uns dann auf das Pokalspiel.