Paul Seguin im Spiel gegen Schalke.
Profis | 18. Januar 2026, 00:02 Uhr

„Müssen mindestens eine Bude machen“

Der Rückrundenauftakt unserer Herthaner gegen den FC Schalke 04 endete torlos. Vor den Mikrofonen der Medienschaffenden in der Mixed Zone überwogen bei unseren Jungs anschließend Stolz auf den beherzten Auftritt und gleichzeitiger Ärger über den verpassten möglichen Sieg. Die Berliner Stimmen zum Spiel präsentiert 94,3 rs2.

Paul Seguin: Sehr ärgerlich, hier muss es nur einen Sieger geben und der sind wir, wir müssen mindestens eine Bude machen. Trotzdem ein Lob an die Mannschaft für einen super Auftritt. Wir wussten, dass Schalke gut im Pressing ist und wir die letzte Linie bespielen müssen. Das haben wir gut gemacht, es gibt nur wenig, was man kritisieren kann – außer unsere Chancenverwertung. Man sieht in den vergangenen Monaten, dass etwas entsteht, und wenn wir so weiter machen, dann wird das auch. Wir müssen weiter hart arbeiten.

Marten Winkler: Wir waren über 90 Minuten klar überlegen, deshalb bin ich gerade ein wenig traurig und genervt, dass ich kein Tor gemacht habe und der Mannschaft so nicht helfen konnte. Den ersten hält Karius gut, bei der zweiten Chance treffe ich die falsche Entscheidung mit dem Lupfer. Daran muss ich arbeiten und das besser machen. Aber: Das war der erste Spieltag in diesem Jahr, das erste von hoffentlich 17 guten Spielen. Wir waren in den Zweikämpfen da, hatten gute Umschaltsituationen, haben nur die Tore nicht gemacht. Der Trainer hat uns im Kreis auf dem Feld auch noch einmal gesagt, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben und darauf aufbauen sollen.

Luca Schuler: Wir hätten auf jeden Fall mehr verdient, waren deutlich besser im Spiel, hatten viele Hochkaräter und müssen uns am Ende ankreiden, dass wir keinen gemacht haben. Mein Pfostenschuss wurde noch abgefälscht, vielleicht hätte ich da am Ende nochmal aufziehen müssen, aber das ist immer leicht gesagt. Wir haben auch hinten alles wegverteidigt, ich kann mich an keine wirkliche Großchance von Schalke erinnern. Wir haben uns vorgenommen, 17 gute Spiele zu machen und jetzt das erste absolviert, uns aber leider nicht belohnt. Grundsätzlich sind wir nicht zufrieden, dass wir nur einen Punkt mitnehmen – aber mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, schon. Das Spiel baut uns auf.

Luca Schuler mit einer Chance gegen Schalke.

Marius Gersbeck: Es war eine sehr entspannte Begegnung für mich (schmunzelt). Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, jetzt ist man etwas unzufrieden, weil die zwei Punkte fehlen – aber mit der Leistung können wir zufrieden sein. Wenn wir so weiterspielen, werden wir aber auf jeden Fall viele Zähler holen. Wichtig ist jetzt, an diese Leistung anzuknüpfen und uns dann auch zu belohnen.

Fabian Reese: Mir ging es gesundheitlich schon einmal besser, aber wir haben meinen Einsatz vorher schon grob so abgesprochen, natürlich abhängig vom Spielverlauf. Mehr ging aber nicht. Bei der Auswechslung von Maurice (Krattenmacher, Anmerkung d. Red.) war klar, dass ich nicht für den Rest des Spiels aufs Feld kann. Insgesamt war es ein gutes Spiel vom Team, nur die Tore haben gefehlt. Auch defensiv haben wir nichts zugelassen. Es ist bitter, dass wir diesen eigentlich hochverdienten Sieg nicht mitnehmen konnten.

Jeremy Dudziak: Es ist ein sehr gutes Gefühl wieder dabei zu sein. Wir waren die bessere Mannschaft, hatten deutlich mehr Chancen und hätten es meiner Meinung nach verdient gehabt, zu gewinnen. Aber so ist der Fußball. Wir müssen genau so weitermachen. 

von Hertha BSC