
„Gemischte Gefühle“
Auch der zweite Auftritt des Jahres hatte für unsere Jungs eine Punkteteilung zur Folge: Der Auswärtsauftritt der Herthaner beim Karlsruher SC endete mit einem 2:2 (1:2)-Unentschieden. Trotz zahlreicher Chancen verpassten unsere Berliner dabei den ersten Sieg seit nun fünf Partien. Die Stimmen zum Remis in der Fächerstadt präsentiert 94,3 rs2.
Tjark Ernst: Dieses Spiel ist immer ein großes Zusammenkommen der Fans und deswegen etwas Besonderes. Aber davon müssen wir Spieler uns freimachen. Es geht schließlich um drei Punkte. Das Ergebnis sorgt für gemischte Gefühle. Wir wussten, dass es keine einfache Aufgabe wird und viel Qualität auf uns zukommt. Hintenraus haben wir dann aber ein paar Chancen liegen gelassen, weswegen es schon wehtut. Gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass wir zwei Mal einem Rückstand hinterherlaufen mussten. In der zweiten Halbzeit waren wir sehr dominant, was uns vor dem Seitenwechsel etwas gefehlt hat. Das müssen wir uns ankreiden, sonst wäre nämlich ein Dreier drin gewesen. Ein 2:2 ist hier kein schlechtes Resultat, aber natürlich hätten wir gerne mehr mitgenommen. Wir sind tabellarisch immer noch in Schlagdistanz, aber Siege helfen am meisten weiter. Damit wollen wir nächste Woche anfangen. Es kommt einiges auf uns zu. Aber wir freuen uns, denn die kommenden Partien stellen auch Chancen dar.
Fabian Reese: Die Fanfreundschaft hier ist etwas Tolles, die Homogenität mit den gemeinsamen Gesängen sehr schön. Und trotzdem ist es ein Spiel um drei Punkte – die hätten wir gerne gehabt, haben aber zwei verscheinkt. Wir haben defensiv als Kollektiv schläfrig begonnen, den Gegner so zum Toreschießen eingeladen und sind der Musik deswegen zunächst hinterhergelaufen. Dann sind wir stark zurückgekommen und haben eine gute zweite Halbzeit gespielt. Wir hatten sogar die Chance, das Spiel komplett zu drehen, haben dann die Treffer aber nicht erzielt. Am Ende des Tages haben wir zum vierten Mal hintereinander unentschieden gespielt. Jetzt müssen wir in die Verfassung kommen, um wieder kontinuierlich dreifach zu punkten – vorne die Möglichkeiten nutzen und hinten die Null halten. Wir freuen uns unfassbar auf die nächsten Aufgaben, das sind Sechs-Punkte-Spiele. Ich kann es kaum abwarten.