
Kurvenwissen: Fakten zu #BSCFCN
Einst eröffneten der 1. FC Nürnberg und Hertha BSC 1963 im Berliner Olympiastadion ihre gemeinsame Bundesligageschichte. Die Neuauflage, die das 55. Pflichtspielduell seit 1927 markieren wird, findet am 24. Spieltag der 2. Bundesliga statt. Unsere Blau-Weißen wollen dabei nach zwei Niederlagen die richtige Antwort auf dem Grün geben. „Die Forderung ist, als Team aufzutreten und eine Leistungssteigerung auf den Platz zu bekommen – so, wie ich es von meiner Mannschaft bisher auch gewohnt war“, unterstreicht Stefan Leitl, der als Aktiver einst für den Club aus Franken auflief. Am Sonntag (01.03.26, Tickets hier) ist jedoch keine Zeit für Nostalgie – dann will unser Cheftrainer mit seinen Schützlingen drei Punkte einfahren. Zahlen und Daten rund ums Duell liefert das Kurvenwissen.
Bemerkenswert:
- Unsere Alte Dame hofft auf mehrere Premieren: In fünf Zweitligabegegnungen gelang noch kein Heimsieg gegen die Nürnberger, drei Remis stehen zwei Niederlagen gegenüber. Zudem konnten unsere Berliner gegen den FCN zu Hause im Unterhaus bisher noch nie in Führung gehen.
- Es treffen konterstarke Teams aufeinander. Nur der VfL Bochum kam zu mehr Torschüssen nach Kontern als Hertha (36), nur der 1. FC Kaiserslautern netzte nach Gegenangriffen öfter als die Franken. Und: Die Gäste wissen solche Szenen durchaus zu verteidigen, ließen nur 17 Abschlüsse nach Kontern zu – Ligabestwert.
- Historische Hoffnungen für die Rückkehr der weißen Weste: Hertha blieb gegen den Club in den vergangenen drei Begegnungen ohne jedes Gegentor, Tjark Ernst konnten die Franken seit 276 Minuten nicht mehr überwinden.
- Die Süddeutschen konnten nur ein einziges Mal per Weitschuss bezwungen werden, unser Hauptstadtclub kassierte nur ein Gegentor per Kopfball. Beide Werte sind im Ligavergleich unübertroffen.
Das Personal: Definitiv verzichten muss unser Trainerteam auf Diego Demme, Kennet Eichhorn, Maurice Krattenmacher und Deyovaisio Zeefuik. Zudem kommen Tim Goller, Janne Berner und Boris Mamuzah Lum am Freitagabend in der U23, die beim BFC Dynamo, gastiert, zum Einsatz. Leitl kündigte bei der Pressekonferenz einige Personalrochaden an. „Es wird sicherlich Veränderungen in der Startformation geben, um neue Energie reinzubekommen. Wir schauen genau hin“, unterstrich unser Coach und nannte einige Kandidaten: „Josip Brekalo muss Minuten bekommen, Jeremy Dudziak hat eine Chance verdient, bei Niklas Kolbe ist das Feedback gut.“ Spannend wird auch die Besetzung der Sturmspitze, wo Dawid Kownacki nach abgesessener Sperre wieder spielberechtigt wäre.

Der Gegner: Liegt vor Beginn dieses 24. Spieltags auf Tabellenrang 8 und vier Zähler hinter unseren Herthanern. Die Clubberer wollen im Tableau klettern – und dafür Punkte aus dem Olympiastadion entführen. Mit viel Momentum kommt Mohamed Alì Zoma an die Spree – der 22-Jährige erzielte die letzten vier Nürnberger Treffer und beim 1:1 in Bochum am vergangenen Spieltag auch sein erstes Auswärtstor der Saison. Damit bestätigte er auch einen generellen Trend, denn die Franken netzten in den jüngsten vier Ligapartien immer mindestens ein Mal. „Es wird besser. Die Bälle kommen präziser, was es auch einfacher für die Stürmer macht. Wir haben in letzter Zeit viel am letzten Ball gearbeitet“, verrät Miroslav Klose. Der ehemalige Weltklassestürmer will mit seinen Schützlingen im weiten Rund weitere Schritte in die richtige Richtung machen. Mittelfeldspieler Tom Baack, der zuletzt zwei Mal in Folge in der Startelf stand, unterstreicht stellvertretend: „Hertha ist derzeit vielleicht ein bisschen angeknockt und wird eine Reaktion zeigen wollen. Aber wir fahren da hin und wollen gewinnen!“
Der Schiedsrichter: Patrick Alt pfeift das Duell mit dem neunmaligen deutschen Meister. Der 41-Jährige leitet sein 108. Zweitligaduell und kann zudem unter anderem bereits auf neun Einsätze im DFB-Pokal zurückblicken. Hertha begleitete Alt bislang vier Mal, zuletzt beim 3:1 gegen den Karlsruher SC in der Saison 2024/25. Als Assistenten an den Seitenlinien fungieren Thomas Stein und Dominik Jolk, Daniel Bartnitzki agiert als vierter Offizieller. Vor den Bildschirmen unterstützen die VAR Günter Perl und Dr. Henrik Bramlage.