Márton Dárdai führt den Ball.
Profis | 13. Februar 2026, 15:30 Uhr

Kurvenwissen: Fakten zu #BSCH96

Wenn Hertha BSC und Hannover 96 aufeinandertreffen, bedeutet das nicht nur ein Duell mit viel Tradition auf beiden Seiten, sondern am Samstag (14.02.26, 13:00 Uhr, Tickets hier) auch eine richtungsweisende Partie zwischen der vor diesem Spieltag fünft- und sechstplatzierten Mannschaft. Gut, dass unsere Mannschaft in Sachen Vergleichen mit Spitzenteams gerade im Flow ist. „Hannover ist insgesamt qualitativ ein Topteam – nicht nur die elf, die auf dem Platz stehen, sondern die gesamte Breite. Für uns ändert sich in der Herangehensweise gegenüber den vergangenen Spielen aber nichts. Wir sind die einzige Mannschaft aus der Top 6, Top 7, die zum vierten Mal gegen eine Mannschaft aus dieser Region spielt. Deshalb gibt es keine Veränderungen“, betonte Cheftrainer Stefan Leitl bei der Pressekonferenz. Zahlen und Daten zur Begegnung liefert das Kurvenwissen.

Bemerkenswert:

  • Hertha blieb in mehr als der Hälfte der Ligaspiele ohne Gegentor – in Elversberg zum elften Mal in 21 Partien. So oft spielten die Blau-Weißen zuvor in den vergangenen beiden Spielzeiten insgesamt zu Null.
  • Ligaweit kassierte nur Schalke 04 weniger Gegentore als unsere Alte Dame. Nun reist allerdings auch die zweitbeste Offensive der Liga an, die Roten schafften es nur in drei Begegnungen, gar nicht ins Schwarze zu treffen.
  • Die Hannoveraner blieben in der Rückserie hingegen noch gar nicht ohne Gegentor, das letzte Spiel mit weißer Weste liegt zwei Monate zurück. Aber: Seine Partien gewinnt 96 dennoch, zuletzt gab es drei Mal in Folge drei Zähler.
  • Es treffen Flankenexperten auf Joker: Unser Hauptstadtclub bejubelte ligaweit die meisten Treffer nach Bällen von außen (10), während kein anderer Verein öfter Tore durch Einwechselspieler verzeichnete als die Schwarz-Weiß-Grünen (9).
  • Möglicherweise entpuppen sich die Hereingaben auch aufgrund der Anfälligkeit unseres Kontrahenten in der Luft als matchentscheidend: Nur Preußen Münster kassierte mehr Gegentore per Kopfball als die Niedersachsen (8).

Das Personal: Dawid Kownacki wird wegen seiner Rotsperre wieder fehlen, zudem muss Coach Leitl auch weiterhin auf Diego Demme, Niklas Kolbe, Kennet Eichhorn, Maurice Krattenmacher und Deyovaisio Zeefuik verzichten. Für letzteren wird wieder Julian Eitschberger beginnen. „Eitschi hat am Dienstag ein richtig gutes Spiel gemacht, ist physisch an sein Limit gegangen. Er wird am Samstag spielen“, legte sich unser Trainer fest. Darüber hinaus wollte sich der gebürtige Münchner aber nicht in die Karten schauen lassen – auch, weil er und sein Trainerteam bis zuletzt wichtige Eindrücke davon sammeln möchten, wie gut unsere Profis die bisherige Woche verkraftet haben. „Wir werden am Freitag intensiv mit den Jungs darüber sprechen, wie sie sich fühlen. Nach dem anschließenden Training ist das Bild dann ein wenig klarer – und ganz klar wird es am Samstag gegen 11:45 Uhr sein“, lächelte Leitl. Um 12:00 Uhr erfahrt ihr dann auf unseren Kanälen die Aufstellung!

Christian Titz an der Seitenlinie.

Der Gegner: Liegt einen Tabellenplatz und vier Zähler vor unseren Hauptstädtern. Im niedersächsischen Lager will man sich aber nicht mit Rechenspielen aufhalten, stattdessen den vierten Sieg in Folge erringen. „Es geht um uns, nicht um die Tabellensituation. Wir fahren nach Berlin, um dort drei Punkte zu holen“, unterstreicht Trainer Christian Titz, der in Benjamin Källman einen mit zwölf Treffern führenden Spieler der Torjägerliste in seinen Reihen weiß. Gleichzeitig warnte der ehemalige Magdeburger jedoch auch vor unseren Jungs. „Uns erwartet ein hochmotivierter Gegner, der unbedingt gewinnen muss. Das wird die Partie sehr spannend machen. Die Berliner bringen eine hohe Qualität in der Geschwindigkeit und ihrer Dribbelstärke mit. Außerdem sind sie sehr gefährlich bei ihren Standards.“

Die Schiedsrichter: Lars Erbst leitet das Duell mit dem zweifachen deutschen Meister. Für den Unparteiischen wird es der 23. Einsatz im Unterhaus, zudem durfte er bereits drei Vergleiche im DFB-Pokal pfeifen. Hertha begegnete Erbst bisher zwei Mal, zuletzt in dieser Saison beim 0:0 in Darmstadt. Dem 31-Jährigen assistieren Manuel Bergmann und Cengiz Kabalakli als Assistenten sowie Hannes Ventzke als vierter Offizieller. Michael Bacher und Dr. Henrik Bramlage komplettierten als VAR das Gespann.

von Konstantin Keller