Fabian Reese im Pokalspiel gegen Kaiserslautern.
Profis | 10. Februar 2026, 10:00 Uhr

Kurvenwissen: Fakten zu #BSCSCF

Schlag auf Schlag geht es für unsere Herthaner in der Englischen Woche. Auf den wichtigen Ligaerfolg in Elversberg folgt mit dem Viertelfinal-Heimspiel gegen den SC Freiburg im DFB-Pokal ein echtes Highlight: Die Chance auf den ersten Einzug in die Runde der letzten Vier seit zehn Jahren. „Wir freuen uns auf die Herausforderung und legen die komplette Energie in dieses Spiel, aus dem wir das Maximale herausholen wollen“, sagte Cheftrainer Stefan Leitl vor der Begegnung mit dem Bundesligisten auf der Pressekonferenz. Zahlen, Daten und Fakten rund ums Duell liefert wie gewohnt unser Kurvenwissen.

Bemerkenswert:

  • Die historische Gesamtbilanz des Vergleichs sieht unsere Berliner knapp vorne. In 49 Pflichtspielen behielt die Alte Dame 16 Mal die Oberhand, 14 Mal triumphierten die Breisgauer, 19 Mal trennten sich beide Seiten Remis – ein Ergebnis, das am Dienstag bekanntermaßen ausgeschlossen ist. Das einzige Pokalduell in Freiburg im September 1992 ging übrigens mit 4:2 an unsere Blau-Weißen.
  • Den letzten Pflichtspielsieg gegen den SCF gab es im Mai 2021 – im pandemiebedingt leeren Berliner Olympiastadion. Damals schon Teil des blau-weißen Aufgebots: Márton Dárdai und der eingewechselte Deyovaisio Zeefuik.
  • Gutes Omen? Es ist auf den Tag genau zehn Jahre her, dass unser Hauptstadtclub mal wieder um den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals spielen darf. 2016 gelang am 10. Februar mit einem 3:2 in Heidenheim das Weiterkommen in die Runde der letzten Vier.
  • #GewinnerBleibt, erstes Tor entscheidet? Vier der vergangenen fünf Pflichtspiele unseres Kontrahenten endeten mit einem 1:0 oder einem 0:1. Ein Führungstor wäre für unsere Jungs wohl nicht nur aufgrund dieser Statistik sehr wertvoll.

Das Personal: Verzichten muss unser Coach neben Diego Demme, Niklas Kolbe, Kennet Eichhorn und Maurice Krattenmacher auch auf Deyovaisio Zeefuik, der mit einer Knieverletzung bis auf Weiteres fehlen wird. Für unsere Nummer 42 könnte erneut Julian Eitschberger zum Zuge kommen, den Leitl auf Nachfrage lobte: „Eitschi hat permanent im Training umgesetzt, was wir ihm mitgegeben haben. Es ist umso schöner, dass er sich zuletzt gegen Darmstadt mit einem Tor belohnt und auch gegen Elversberg richtig gut war. So darf es gerne weitergehen!“ Bei Márton Dárdai, der in Elversberg kurzfristig passen musste, wird sich ein Einsatz „am Dienstag nach der Aktivierung entscheiden“, wie der gebürtige Münchner verriet. Ob im Sturmzentrum Luca Schuler oder der in der Liga gesperrte Dawid Kownacki beginnen wird, hält sich unser Trainer noch offen.

Derry Scherhant mit SCF-Coach Julian Schuster.

Der Gegner: Der Sport-Club liegt im deutschen Oberhaus nach 21 absolvierten Partien auf Rang 7 und besitzt noch alle Chancen, aus eigener Kraft erneut in den Europapokal zu kommen. Dort schlagen sich die Süddeutschen in der UEFA Europa League überaus respektabel und schafften die direkte Qualifikation für das Achtelfinale. Nun soll auch im dritten Wettbewerb der nächste Schritt gelingen. Matthias Ginter, der am vergangenen Wochenende seine 400. Bundesligapartie bestritten hat, erwartet gegen unsere Herthaner im Olympiastadion „ein typisches Pokalspiel“ und unsere Elf als „unangenehmen Gegner. Es wird ein Fight und wir hoffen, das bessere Ende für uns zu haben.“ Sein Trainer Julian Schuster verfolgt das gleiche Ziel, betonte im Vorfeld aber auch das Prestige des Spiels für unseren Verein: „Für die Berliner wird es mindestens genau so viel bedeuten. Wir freuen uns auf eine besondere Atmosphäre und Kulisse.“ Besonders dürfte ein Einsatz auch für Ex-Herthaner Derry Scherhant sein, falls Schuster ihn in seiner Heimatstadt ins Rennen schickt. Für den 23-Jährigen wäre es der erste Einsatz im weiten Rund nach seinem Abgang im Sommer.

Die Schiedsrichter: Patrick Ittrich übernimmt die Leitung der Partie. Mit dem 47-Jährigen pfeift ein erfahrener Referee, der neben 17 Partien im DFB-Pokal auch schon 97 Zweitligabegegnungen und 89 Bundesligapartien begleitet hat. Hertha begegnete der gebürtige Hamburger bereits 14 Mal, dabei sind drei Berliner Siege, vier Punkteteilungen und sieben Niederlagen notiert. Assistieren werden Ittrich am Dienstagabend die Assistenten Sascha Thielert und Thomas Gorniak sowie der vierte Offizielle Felix Bickel. Das Gespann unterstützten die VAR Robert Schröder und Holger Henschel vor den Bildschirmen.

von Konstantin Keller