
„Wir haben es immer weiter versucht“
Zum Abschluss der intensiven Englischen Woche mussten sich unsere Jungs gegen Hannover 96 knapp mit 2:3 (0:2) geschlagen geben. Entsprechend enttäuscht fielen die Reaktionen der blau-weißen Akteure im Nachgang aus – präsentiert von 94,3 rs2.
Paul Seguin: Es ist immer ein Schlag ins Gesicht, wenn du so früh zurückliegst. Dann musst du natürlich noch mehr investieren. Es soll keine Ausrede sein: Aber man hat die 120 Minuten vom Dienstag schon auch irgendwo in den Beinen gemerkt. Wir haben es trotzdem immer weiter versucht. Gegen Titz-Mannschaften ist es generell nicht einfach, weil sie viele Variationen und Positionswechsel in ihrem Spiel haben. Gleichzeitig hätten wir das risikoreiche Auftreten der Hannoveraner in der ersten Halbzeit auch bestrafen müssen. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir selbst haben nicht gut verteidigt und waren zu löchrig. Ich bin sehr traurig über diese Niederlage, aber wir haben noch zwölf Begegnungen vor uns. Ab Dienstag liegt der volle Fokus auf Paderborn. Wir haben es immer noch selbst in der Hand und werden bis zum Ende daran glauben.
Fabian Reese: Wir waren in der ersten Halbzeit energetisch nicht auf dem höchsten Niveau, in den Zweikämpfen ein bisschen zu spät und im eigenen Ballbesitz zu unpräzise. Die Möglichkeiten waren trotzdem da, aber wir haben die Geschenke des Gegners nicht angenommen. In der zweiten Halbzeit sind wir zurückgekommen und haben sowohl mit als auch gegen den Ball deutlich besser agiert. Trotzdem steht unter dem Strich eine Niederlage. Das ist sehr schade. Denn wir haben nach dem Seitenwechsel gezeigt, dass wir es können. So reicht es insgesamt dann aber nicht, um gegen eine Topmannschaft zu bestehen. Jetzt werden wir das Ganze analysieren und ausschließlich auf das Spiel am nächsten Sonntag schauen.
Tjark Ernst: Die erste Halbzeit war so erwartbar. Hannover hatte eine gute Raumaufteilung und konnte den Ball viel zirkulieren lassen. Wir hätten von Anfang an besser durschieben müssen – vor allem gegen den Ball. Das ist uns nicht gelungen. Dadurch konnten wir eine spielstarke Mannschaft wie Hannover nicht unter Druck setzen. Wir haben ein, zwei Ballverluste geschenkt bekommen, die wir besser bestrafen müssen. In der zweiten Hälfte kann man uns keinen Vorwurf machen. Wir bekommen dennoch das 1:3, was uns zurückwirft. Aber wir haben uns nicht aufgegeben und noch den Anschlusstreffer erzielt. Hintenraus haben wir dann sogar noch die Chance auf das 3:3. Das Pokalspiel war physisch und auch für den Kopf intensiv, aber trotzdem können wir es in der ersten Halbzeit besser machen. Die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten ist ärgerlich, aber wir haben nächste Woche in Paderborn erneut die Chance, es gegen einen weiteren besser zu machen. Wir werden jetzt Kopf und Körper regenerieren und frisch in die nächste Woche starten.
Sportdirektor Benjamin Weber: Wir haben hintenraus alles versucht. Durch den frühen Rückstand mussten wir aber erstmal viel hinterherrennen. Man kann den Jungs nicht vorwerfen, dass sie nicht wollten. Wir haben am Anfang nicht die nötige Intensität gehabt und die Zweikämpfe verloren. So bekommen wir zwei Gegentore. Mit dem Anschlusstreffer wollten wir das Momentum kippen, aber bekommen stattdessen das 1:3. Es war kein Endspiel für uns, sondern ein Heimspiel, das wir erfolgreich beststreiten wollten. Nun bleiben aber trotzdem noch genügend Spiele.