
„In allen Belangen unterlegen“
Das 2:5 (1:3) beim SC Paderborn bedeutete für unsere Jungs die bislang höchste Niederlage dieser Spielzeit. In der Tabelle rutschten unsere Blau-Weißen dadurch auf den siebten Rang ab. Entsprechend enttäuscht zeigten sich die blau-weißen Akteure nach dem Abpfiff. Die Berliner Reaktionen präsentiert 94,3 rs2.
Luca Schuler: Wir waren von der ersten bis zur letzten Minute in allen Belangen unterlegen, deswegen haben wir völlig zu Recht verloren. Für die Art und Weise dieser Niederlage können wir uns nur bei allen Fans entschuldigen. Nun müssen wir darüber reden, wie wir das Spiel und die Chance, in der Tabelle an Paderborn heranzurücken, so vergeigen konnten. Über den Aufstieg müssen wir uns aktuell nicht unterhalten, stattdessen erstmal wieder die Basics auf den Platz kriegen.
Paul Seguin: Wir sind traurig über diese schlechte Leistung und werden darüber sprechen. Auf diesem Platz hätten wir vielleicht noch dreckiger spielen müssen, um die Zweikämpfe und zweiten Bälle zu gewinnen. Fußball ist ein Fehlersport und wir haben zu viele Fehler gemacht. Hinter uns liegen zwei bittere Wochen, der Druck von außen wird natürlich mehr. Ich habe aber nicht den Eindruck, dass daraus eine Verunsicherung entsteht. Wir müssen unseren Job machen, denn wir haben eine Verantwortung für den Verein.
Niklas Kolbe: Es gibt keine Ausreden für diese Leistung. Wir alle sind unserem Anspruch nicht gerecht geworden. Ob Körpersprache, Zweikampfverhalten oder Wille – es hat überall gefehlt. Die Paderborner hatten dagegen Spielfreude, haben die Zweikämpfe gewonnen und den Kampf auf dem Platz angenommen. Jeder muss sich jetzt selbst hinterfragen, ob er 100 Prozent für die Fahne auf dem Trikot gegeben hat. Der Druck war nicht der Auslöser, denn normalerweise macht Druck Spaß und sorgt für Emotionen. Wir haben als Verein den Anspruch, zu den besten der Liga zu gehören. Das große Ziel können wir jetzt aber vergessen, der Rückstand ist einfach zu groß.
Toni Leistner: Wir hatten in der zweiten Halbzeit ein paar Torchancen mehr, aber wenn du fünf Gegentreffer zulässt, dann lief einiges falsch. Die Saison ist noch lang, aber bei so einer Leistung, hat man mit dem Aufstiegsrennen gar nichts zu tun. Wir müssen das Spiel aufarbeiten und können uns dann neue Ziele setzen.
Tjark Ernst: Jeder Einzelne sollte sich nach diesem Auftritt hinterfragen, ob er wirklich alles gegeben hat. Wir sind einfach nicht gut ins Spiel gekommen, haben zu viele Räume angeboten, keine Zweikämpfe und auch keine zweiten Bälle gewonnen. Dann wird es schwer, gerade auf so einem Platz. Wir müssen nun klar ansprechen, dass wir nicht gut genug waren und kein Spieler seine Leistung auf das Feld bekommen hat. Das kann passieren, aber dann muss man erwachsener auftreten. Wenn man die vermeintlich letzte Chance so liegen lässt, sollte man aufhören, über den Aufstieg zu reden. Wir wussten vorher um diese Gelegenheit, was es für mich umso unerklärlicher macht. Nichtsdestotrotz stehen wir dem Verein und den Fans gegenüber weiterhin in der Verantwortung und wollen bis zum Ende das Maximum herausholen.