Pál Dárdai im Schatten des Berliner Olympiastadions.
Club | 16. März 2026, 00:01 Uhr

Ein Berliner Ungar: Pál Dárdai im Porträt

Pál Dárdais Name und Wirken sind unweigerlich mit Hertha BSC verknüpft. Unser Rekordbundesligaspieler trug zunächst zwischen 1997 und 2011 das blau-weiße Trikot, war dabei immer wieder Teil der Startformationen und begeisterte mit Fleiß, Einsatz und viel Herzblut Generationen blau-weißer Fans. Nachdem der Mittelfeldspieler mit 21 Jahren vom Budapesti VSC an die Spree gewechselt war, stand er in 373 Partien mit der Fahne auf der Brust auf dem Feld. Auf- und Abstiege, von Liga zwei bis in die UEFA Champions League – der 61-fache ungarische Nationalspieler war dabei und prägte die Geschichte unseres Traditionsvereins über eine Dekade lang auf dem Rasen mit.

Pál Dárdai bejubelt ein Tor gegen Brøndby IF in der Europa League.

Über die Akademie & Ungarns Nationalteam zum dreifachen Cheftrainer

Im Anschluss an seine aktive Karriere wechselte der ehemalige Profi zunächst als Coach in die Hertha BSC Fußball-Akademie und agierte dabei als Co-Trainer von Andreas Thom bei der U17 sowie Cheftrainer der U15. Ab September 2014 verantwortete er die ungarische A-Nationalmannschaft und bleib in fünf Länderspielen ungeschlagen. Nachdem er im Februar 2015 erstmals unsere Profis übernommen hatte, gab er den Nationaltrainerposten im Sommer 2015 freiwillig wieder auf.

Bis Sommer 2019, zwischen Januar und November 2021 sowie von April 2023 bis Juni 2024 coachte der Ungar anschließend unsere Profis in 247 Pflichtspielen. Nur Helmut ‚Fiffi‘ Kronsbein nahm häufiger als Dárdai als Verantwortlicher auf der blau-weißen Bank Platz. Zu seinen Erfolgen in drei Amtszeiten zählen gemeisterte Abstiegskämpfe, das erste DFB-Pokalhalbfinale seit 35 Jahren, der zweimalige Einzug ins europäische Geschäft und die Weiterentwicklung zahlreicher Talente. „Ich habe blau-weißes Blut in den Adern und ein ungarisches Herz“, sagte der Herthaner, der inzwischen in seiner Heimat beim Újpest FC als Head of Football tätig ist, einmal.

Auf den Namen Dárdai müssen alle Herthanerinnen und Herthaner dennoch nicht verzichten – Sohn Márton führt die Familiengeschichte als Leistungsträger im Hertha-Trikot fort, auch Palkó und Bence wurden bei unserer Alten Dame zu Profis. Ihren Vater sieht man auch weiterhin regelmäßig bei unseren Heimspielen auf der Tribüne des Berliner Olympiastadions.

Pál, wir gratulieren dir von ganzem Herzen zum 50.Geburtstag und wünschen dir alles Gute, viel Gesundheit und Erfolg für die Zukunft!

von Konstantin Keller