
„Tut einfach weh“
Zum dritten Mal in Folge entschied beim Auftritt unserer Herthaner ein später Treffer über den Ausgang: Nach zwei Siegen durch eigene Erfolgserlebnisse bedeutete das Gegentor gegen den VfL Bochum diesmal ein 1:1 (1:0)-Remis. Im Nachgang äußerten sich Tjark Ernst, Paul Seguin und Linus Gechter gegenüber den Medienschaffenden zum Unentschieden. Die blau-weißen Reaktionen präsentiert 94,3 rs2.
Tjark Ernst: Extrem ärgerlich, weil wir über 90 Minuten eigentlich nichts zugelassen und ein sehr ordentliches Spiel gemacht haben. Dann kassieren wir in der Nachspielzeit ein Standardtor, was einfach weh tut. Wir können uns höchstens vorwerfen, dass wir uns keine großen Chancen mehr auf ein mögliches 2:0 herausgespielt haben. Vielleicht hat uns da etwas die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, um den Deckel draufzumachen. Bis zum Gegentreffer haben wir alles gut kontrolliert, aber die Gefahr besteht immer. Unter dem Strich haben wir aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt, die Quote ist trotz allem nicht ganz so schlecht. Nun ist das Ziel, nächste Woche in Düsseldorf wieder einen Dreier einzufahren.
Paul Seguin: Sehr ärgerlich, dass wir nur einen Punkt holen. Ich kann der Mannschaft mit Blick auf die Leistung keinen Vorwurf machen, alle haben alles reingehauen. Wir haben eine sehr gute und dominante erste Halbzeit mit klaren Abläufen und vielen Facetten hingelegt. Uns war bewusst, dass Bochum noch mehr kommen wird und wir ein paar Wellen überstehen müssen. Es wäre natürlich cool gewesen, wenn wir das 2:0 machen. Das ist uns leider nicht gelungen.
Linus Gechter: Die Enttäuschung ist riesig. Vor allem, weil wir die erste Halbzeit völlig unter Kontrolle hatten. Unsere Torgefahr nahm in der zweiten Hälfte ab, so konnten wir nicht den wichtigen zweiten Treffer erzielen. Auch die Ballbesitzphasen wurden weniger und dennoch haben wir Chancen verhindert. Deswegen tut es umso mehr weh, in den letzten Minuten ein Tor zu kassieren. Die Bochumer haben mit einem Standard das Tor gemacht, aus dem Spiel heraus war für sie nicht viel möglich. In Düsseldorf müssen wir auf die erste Halbzeit sowie die letzten beiden Spiele aufbauen und den Spaß am Fußball beibehalten.