
„Die Energie hochhalten“
In letzter Minute setzten unsere Herthaner beim 2:1 (1:0) in Münster den entscheidenden Treffer durch Marten Winkler. Vor den Mikrofonen der Medienschaffenden zeigten sich die Protagonisten entsprechend erleichtert. Die gesammelten blau-weißen Reaktionen aus Westfalen – präsentiert von 94,3 rs2.
Paul Seguin: Gefühlt war es das gleiche Spiel wie vergangene Woche. In der ersten Halbzeit sind wir erwachsen aufgetreten, mussten dann den Ausgleich hinnehmen. Dann verändert sich das Spiel natürlich. Aber wir haben nicht aufgehört zu spielen, Münster war schon zufrieden mit dem Punkt. So haben wir mit der letzten Aktion den Siegtreffer erzielt. Wir haben im Spiel eine Verantwortung gegenüber dem Verein und den Fans und werden bis zum letzten Spieltag alles geben. Es macht Spaß, zu gewinnen. Unser Ziel ist es, die Energie hochzuhalten. Ich habe auch gerade erst mitbekommen, was da am VAR-Bildschirm passiert ist. Im Spiel ist es mir nicht aufgefallen.
Marten Winkler: Wir haben uns viel vorgenommen, sind hergereist, um drei Punkte zu holen. Aus der Pause sind wir nach Fabis verwandeltem Elfmeter ein bisschen schwierig wieder herausgekommen, aber wir sind glücklich, dass wir noch gewonnen haben. Um das zu schaffen und Leistung zu zeigen, gehen wir Woche für Woche in die Spiele. Nach der ersten Chance, die ich in der Nachspielzeit hatte, ging mir einiges durch den Kopf – umso erleichterter bin ich, dass ich noch ein Tor schießen konnte. Jetzt wollen wir am kommenden Samstag ab 20:30 Uhr wieder Vollgas geben!
Fabian Reese: Wir sind sehr glücklich. Über das späte Tor von Matte (Winkler, Anm. d. Red.), über den verdienten Einsatz von Bobo (Boris Mamuzah Lum) und darüber, dass wir ein Team waren. Wir wollen unabhängig von der Tabelle Spiele gewinnen und einen guten Fußball auf den Platz bringen. Nach den verpassten Chancen in den vergangenen Wochen ist das Ziel, wieder dreifach zu punkten und das ist uns zwei Mal gelungen. Kommenden Samstag erwartet uns mit Bochum ein Gradmesser und eine sehr gute Mannschaft. Mir tut es weh, nicht mitspielen zu können, aber wir haben eine gute Mannschaft und werden unter der Woche alles dafür tun, um am Wochenende ein Spektakel zu liefern.
Sportdirektor Benjamin Weber: Wir sind glücklich, weil wir viel investiert haben. Dabei wussten wir, dass wir viel laufen und viele Duelle gewinnen müssen. Im ersten Durchgang haben wir das echt gut gemacht, deshalb war es schade, direkt nach Wiederanpfiff den Ausgleich zu bekommen. Aber umso schöner, dass wir hinten heraus doch noch gewonnen haben – so spät ein bisschen glücklich, aber insgesamt nicht unverdient. Beim Elfmeter gab es einen klaren Kontakt am Fuß, Micka hat auch eine kleine Wunde davongetragen. Was drumherum passiert ist, habe ich erst nach dem Spiel mitbekommen. Wir haben bereits gegen Nürnberg Charakter gezeigt und wollten damit hier weitermachen. Es war erneut eine gute Reaktion. Die Saison möchten wir bestmöglich fortführen, jetzt wartet gegen Bochum am Samstagabend ein Heimspiel, das wir ebenfalls gewinnen wollen.