
Kurvenwissen: Fakten zu #SGDBSC
Hinter unserem Hauptstadtclub liegt ein äußerst erfolgreicher März: Die Blau-Weißen holten zehn Zähler in den vier Punktspielen des vergangenen Monats – diese Ausbeute toppte währenddessen kein anderes Team der 2. Bundesliga. Selbstverständlich wollen unsere Berliner nun auch im April daran anknüpfen. Die erste Gelegenheit dazu gibt es am Abend des Ostersamstags (04.04.26, 20:30 Uhr) bei der SG Dynamo Dresden. „Ich bin froh, dass fast alle Spieler zur Verfügung stehen. So haben wir eine ganz andere Qualität innerhalb der Trainingseinheiten und einen deutlich erhöhten Positionskampf innerhalb der Mannschaft. Wer nachlässt, spielt nicht“, stellte Stefan Leitl auf der Pressekonferenz vor dem zweiten Auswärtsauftritt seiner Schützlinge in Serie unmissverständlich klar. Spannende Fakten zur Partie im Rudolf-Harbig-Stadion liefert das ‚Kurvenwissen‘.
Bemerkenswert:
- Beide Vereine standen sich erst in vier Pflichtspielen gegenüber. Dabei behielt unsere Alte Dame drei Mal die Oberhand. Das bislang einzige Duell im Rudolf-Harbig-Stadion ging jedoch an die Sachsen.
- Mit einem Dreier würden unsere Herthaner die Spitzenposition in der Auswärtstabelle übernehmen. Die 28 Treffer unserer Jungs in der Fremde stellen den besten Wert im deutschen Unterhaus dar.
- Keine Mannschaft lag zur Pause so oft vorn wie Dresden (13 Mal), zudem sammelte auch keine Auswahl mehr Punkte (46) im ersten Abschnitt als die SGD. In der Tabelle der zweiten Halbzeit befinden sich die Sachsen mit 22 Zählern hingegen auf dem vorletzten Rang.
- Unter dem Strich hat der Aufsteiger schon 24 mögliche Punkte nach einer Führung verspielt. Wie passend, dass unsere Hauptstädter jüngst beim 5:2 in Düsseldorf erstmals in dieser Saison trotz eines Rückstands gewannen.
- Im Topspiel des 28. Spieltags treffen die beiden besten Offensiven (jeweils 21 Treffer) der laufenden Rückrunde aufeinander.
- Eine besondere Begegnung erwartet Toni Leistner. Unsere Nummer 37 kam schließlich in der sächsischen Landeshauptstadt zur Welt und trug zwischen 2010 und 2014 das Trikot des achtfachen DDR-Meisters.
Das Personal: Apropos Leistner. Die Antwort unseres Cheftrainers auf die Nachfrage, wie denn Plan B aussähe, falls der bei der U21-Nationalmannschaft verletzt ausgewechselte Linus Gechter nicht rechtzeitig fit sein sollte, lautete: „Toni!“ Während hinter dem Einsatz unserer Nummer 44 also noch ein Fragezeichen steht, fallen John Anthony Brooks mit einer Oberschenkelblessur sowie die an einem Infekt leidenden Jeremy Dudziak und Niklas Kolbe definitiv aus. Kennet Eichhorn kommt hingegen wieder für eine Kadernominierung in Frage. Bereits einen Schritt weiter ist Deyovaisio Zeefuik, der unserem Übungsleiter zufolge diesmal sogar von Beginn an auflaufen könnte. Spannung verspricht zudem die Besetzung der Angriffsreihe, wo Michaël Cuisance nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung steht. „Ich war mit den vier Offensivspielern in Düsseldorf sehr zufrieden, aber Micka ist ein wichtiger Faktor. Was ich sagen kann, ist, dass wir nicht mit ihm und Josip Brekalo beginnen werden“, betonte Leitl.

Der Gegner: Seit der Winterpause machten die Schwarz-Gelben in der Tabelle ordentlich Boden gut. Für das damalige Schlusslicht ging es hoch bis auf Platz 12, wo die Auswahl von Thomas Stamm aktuell mit 29 Zählern rangiert. „Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren und versuchen, die Eindrücke von außen auszublenden. Es geht um drei wichtige Punkte in einem Spiel, auf das wir alle Vorfreude haben, weil wir dafür vergangene Saison extrem hart gearbeitet haben“, sagte der SGD-Coach, der auf die verletzten Elias Bethke, Lennart Grill und Vinko Šapina sowie den gesperrten Stefan Kutschke verzichten muss. Auf Niklas Hauptmann dürfte der Fußballlehrer derweil ganz sicher setzen. Der Mittelfeldakteur präsentierte sich jüngst besonders torhungrig, erzielte in den vergangenen drei Partien vier Treffer. Mit Blick auf unsere Blau-Weißen und die 0:2-Niederlage im Hinspiel erklärte Stamm: „Die Spielweise und die Idee haben sich wenig verändert, auch wenn es personell ein paar Unterschiede gibt. Wir erwarten einen Gegner mit sehr viel Selbstvertrauen, der die Spiele sehr dominant gestaltet hat.“
Die Schiedsrichter: Sven Jablonski leitet das Geschehen. Für den international erfahrenen Unparteiischen bedeutet dies den ersten Einsatz dieser Saison in der 2. Bundesliga. Unseren Hauptstadtclub pfiff der 35-Jährige seit dem Abstieg schon drei Mal – dabei fuhren unsere Jungs gegen Elversberg und Schalke sowie in Köln drei Punkte ein. An den Seitenlinien assistieren Sascha Thielert und Oliver Lossius. Eric Weisbach fungiert als vierter Offizieller. Dr. Arne Aarnink und Stefan Lupp begutachten kritische Szenen an den Bildschirmen.