Toni Leistner und zwei seiner Mitspieler nach dem Gegentreffer gegen den FCK.
Profis | 11. April 2026 um 16:15 Uhr

„Der Ball wollte nicht reingehen“

21:11 Torschüsse, mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe und eine höhere Passquote – doch auf der Anzeigetafel stand aus Sicht unserer Herthaner nach dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern ein ernüchterndes 0:1 (0:0), über das unsere Profis im Anschluss in der Mixed Zone des Olympiastadions mit den Medienschaffenden sprachen. Die blau-weißen Stimmen zum Spiel präsentiert 94,3 rs2.

Toni Leistner: Es gibt solche Tage. Da läufst du an, versuchst, tust, hast viele Torchancen, aber natürlich auf der Gegenseite diesmal auch einen sehr guten Torhüter. Es ist aber auch ein Quäntchen Glück, das gefehlt hat. So ist der Fußball: Wenn man das Tor vorne nicht macht, wird man hinten bestraft. Beim Gegentor hatten wir zwei Mal die Chance, das Ding zu klären, aber dann kommt der Ball halt wieder dahin, wo er hinkommt. Wir haben den Gegentreffer relativ schnell wieder abgeschüttet und uns auch zwei, drei richtig gute Torchancen erspielt, aber der Ball wollte nicht reingehen. Es ist natürlich bitter, dass unsere Serie so endet, obwohl wir ein gutes Spiel gemacht haben. Wir werden die Flinte aber nicht ins Korn werfen. Jeder weiß, dass wir den Fans etwas schuldig sind. Jetzt heißt es, weiter hart zu trainieren und die letzten fünf Spiele zu gewinnen.

Tjark Ernst: Wir können uns nicht viel vorwerfen, es war mehr oder weniger ein Spiel auf ein Tor. Wir haben uns viel vorgenommen und stehen jetzt ohne Punkte da, das ist extrem ärgerlich und tut weh. Kurz nach der Halbzeit haben wir ein unnötiges Gegentor bekommen, das unseren Plan für die zweite Hälfte ein bisschen über den Haufen geworfen hat. Aber danach war es ein offenes Spiel – weil wir alles nach vorne werfen mussten und Lautern probiert hat, zu kontern. Nichtsdestotrotz hatten wir am Ende gute Chancen, um noch den Ausgleich zu schaffen oder das Spiel gar zu drehen, aber es ist uns leider nicht geglückt. Es ist nicht einfach, gegen so einen tiefen Block zu spielen, die Räume sind sehr eng. Chancen waren da, aber das Quäntchen Glück, das der Ball dann auch mal über die Linie springt, war nicht auf unserer Seite.

Fabian Reese und seine Mitspieler in der Ostkurve.

Fabian Reese: Wir haben ein sehr unglückliches Gegentor, wo sehr viel Glück beim Gegner und Zufall dabei ist, gekriegt. Danach hatten wir viele, viele Chancen, aber wir haben gegen einen sehr guten Torwart gespielt, dazu kam der Schuss an den Pfosten. Es ist eine sehr unverdiente Niederlage. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und in der zweiten Hälfte dann sogar noch mehr Chancen gehabt, aber am Ende musst du Tore schießen und Tore verhindern, um Spiele zu gewinnen. Wir müssen noch genauer schießen und noch mehr Killerinstinkt haben. Der Aufstieg war für uns kein großes Thema, wir wollten einfach an die letzten Wochen anknüpfen und das Spiel gewinnen. Das ist uns nicht gelungen und das ist das, was hängen bleibt und uns traurig macht.

Luca Schuler: Im Grunde hat nicht viel gefehlt, am Ende lief uns aber die Zeit weg. Wir haben es leider nicht geschafft, in der ersten Halbzeit in Führung zu gehen, dann wäre es vielleicht etwas leichter geworden. Jetzt ist die Enttäuschung groß, aber wir sind im Endeffekt selbst schuld. Trotzdem haben wir noch Ziele. Der Trainer hat es gesagt, es gibt ein, zwei Mannschaften, die man theoretisch noch einholen kann - und es wäre eine schöne Sache, wenn wir noch jemanden einfangen könnten. Es gibt noch fünf Spiele.

Paul Seguin: Vom Gefühl her hatten wir dieses Spiel schon einige Male in dieser Saison. Wir bekommen es dann nicht hin, die entscheidenden Dinger reinzumachen, gerade in der ersten Halbzeit, als wir ein dominantes, gutes Spiel gemacht haben. Dann haben wir ein Glücksgegentor bekommen, sind wieder hinterhergelaufen, machen, tuen und haben uns nicht belohnt. Es ist sehr ärgerlich. Nun sind es noch fünf Spiele, in denen wir einfach alles raushauen müssen – und dann schauen wir, wofür das reicht.

von Hertha BSC