Tjark Ernst nach der Niederlage in Braunschweig.
Profis | 19. April 2026 um 16:28 Uhr

„Zwei Knackpunkte“

Lange Zeit sah es für unsere Berliner am 30. Spieltag nach einem Auswärtssieg aus, am Ende einer ereignisreichen Schlussphase stand im Duell mit dem BTSV Eintracht jedoch ein 1:1 (1:0)-Unentschieden auf der Anzeigetafel. Unsere Herthaner ordenten die Punkteteilung im Nachgang an den Mikrofonen ein. Die blau-weißen Stimmen präsentiert 94,3 rs2.

Tjark Ernst: Extrem ärgerlich! Wir haben vor der Pause eine gute Leistung gebracht. Am Ende gab es aber zwei Knackpunkte: Die rote Karte, genau wie die Tatsache, dass wir es nicht geschafft haben, vorher das 2:0 zu machen. Die Chancen dazu waren da – sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit. Dann hätten wir mehr Puffer gehabt und Braunschweig hätte noch mehr aufmachen müssen. Ich weiß nicht, ob es nötig war, dass sich der VAR bei dem Platzverweis einschaltet. Das war natürlich sehr bitter für uns. Wenn es Elf-gegen-elf zu Ende gegangen wäre, bin ich mir sicher, hätten wir die Räume eng gehalten, zu Null gespielt und vielleicht noch ein Tor nachgelegt. Jetzt müssen wir gucken, dass wir die letzten vier Spiele trotzdem seriös angehen.

Fabian Reese: Wir sind gut in das Spiel reingekommen und ein bisschen glücklich mit dem Elfmeter in Führung gegangen. Danach hatten wir mehrere Möglichkeiten auf das zweite und auch dritte Tor, aber haben den Sack nicht zugemacht. Unsere Chancenverwertung war der Knackpunkt und natürlich hilft es auch nicht, zusätzlich noch eine rote Karte zu bekommen. Fast 20 Minuten sind eine sehr lange Zeit in Unterzahl. Die Enttäuschung ist auf jeden Fall groß. Trotzdem wollen wir nun noch jedes der verbleibenden Spiele gewinnen.

Toni Leistner: Über die rote Karte kann man diskutieren, aber das bringt auch nichts. Wir hätten das Ding vorher entscheiden müssen. Wenn wir das 2:0 und 3:0 machen, sieht das ganz anders aus. Am Ende können wir froh sein, dass wir einen Punkt mitnehmen. Klar hatten wir uns etwas anderes vorgenommen, wir wollten gewinnen – von daher ist das Unentschieden ein bisschen enttäuschend. In den verbleibenden Spielen gilt es nun, auch unseren Fans noch etwas zurückzugeben – gerade zu Hause.

Benjamin Weber (Sportdirektor): Es wäre absolut möglich gewesen zu gewinnen. Natürlich verändert eine rote Karte das Spiel, aber der Knackpunkt war unsere Chancenverwertung. Wir haben es insbesondere in der ersten Halbzeit einfach nicht geschafft, das zweite Tor zu machen. Deswegen überwiegt natürlich die Enttäuschung. Für uns geht es nun darum, die Saison maximal erfolgreich zu beenden und die kommenden Spiele siegreich zu gestalten. 

von Hertha BSC