Tjark Ernst bejubelt seinen gehaltenen Elfmeter in Dresden.
Profis | 4. April 2026 um 23:32 Uhr

„Ein Spiel so zu gewinnen, ist etwas Besonderes“

Am Ostersamstag erzielten unsere Herthaner erstmals in der Vereinsgeschichte einen Pflichtspieltreffer im Rudolf-Harbig-Stadion – und jenes Tor sorgte am Ende eines turbulenten Abends für einen 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg über die SG Dynamo Dresden. Unsere Berliner ordenten die Partie im Nachgang an den Mikrofonen ein. Die blau-weißen Stimmen präsentiert 94,3 rs2.

Tjark Ernst: Ein Spiel auf diese Art und Weise zu gewinnen, ist etwas Besonderes. Ich muss unserer Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir wissen, dass wir besser Fußball spielen können, aber in so einem Hexenkessel ist es nicht leicht – vor allem mit den Umständen von außen, die noch dazu gekommen sind. Solche Dinge haben im Fußball nichts verloren, er sollte vereinen. Nach der Unterbrechung war es wichtig, fokussiert zu bleiben, das ist uns zum Glück gelungen. Wie wir danach gekämpft und uns auch mit zehn Mann gewehrt haben, war außergewöhnlich, und deshalb ist der Sieg auch verdient. So etwas geht nur, wenn jeder für den anderen da ist. Das war eine extrem gute Teamperformance, die mit den drei Punkten belohnt worden ist. So ein Spiel kann etwas bewirken. Diesen Moment sollten wir jetzt genießen – und dann geht es kommende Woche weiter.

Fabian Reese: Vogelwildes Fußballspiel, Auf und Ab der Gefühle und am Ende immens wichtige drei Punkte. Wir haben alles in allem ein Riesenspiel gemacht, uns belohnt und mit Leidenschaft verteidigt. Wie wir gemeinsam gekämpft und uns gemeinsam gefreut haben, zeigt, dass der Sieg vieles freisetzt. Es macht gerade echt Spaß, wir haben nun 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen geholt. Zu den Szenen in der ersten Halbzeit kann ich mich nicht wirklich äußern. Als Sportler ist man so in seinem Tunnel, auf einmal hat es überall geknallt. Es gab Rauch und Nebel, die Atmosphäre war insgesamt schon krass. Plötzlich lief irgendwer über den Platz und dann mussten wir auch schon rein.

Toni Leistner: Was da im ersten Durchgang passiert ist, hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen. Aber ich möchte diese Szenen nicht weiter bewerten. Wir mussten uns dann wieder konzentrieren und das Spiel annehmen. Das haben wir gut gemacht, haben wenig zugelassen und hatten nach Umschaltsituationen die besseren Abschlüsse. Ich bin hier in meiner Heimatstadt natürlich mit einem Kribbeln reingegangen. Wichtig ist für mich, dass trotz des Elfmeters die Null steht und wir drei Punkte geholt haben. Wir haben mit Tjark den besten Torhüter der Liga. Nach der roten Karte war es eine tolle Kollektivleistung. Das brauchen wir und denken von Spiel zu Spiel – und wollen jedes Spiel gewinnen. Zuerst müssen wir immer unsere Hausaufgaben machen, wofür das reicht, sehen wir dann.

von Hertha BSC