
Kurvenwissen: Fakten zu #FCMBSC
Der 32. Spieltag führt unsere Herthaner am Sonntag (03.05.26, 13:30 Uhr) zum 1. FC Magdeburg. Es ist das erste von drei Duellen mit Mannschaften, die sich auf der Zielgeraden der Spielzeit gegen den Abstieg stemmen. „Grundsätzlich ist es schwieriger, in der jetzigen Phase gegen Teams zu spielen, für die es noch um viel geht, nämlich um ihre Existenz in der Liga. Das schärft die Sinne, das schärft das Gemeinschaftsgefüge“, weiß Stefan Leitl. „Aber: Für uns geht es auch um etwas, wir können nach wie vor um einen Platz klettern und wollen das auch tun“, betont unser Cheftrainer vor der kürzesten Dienstreise in 2025/26. Zahlen, Daten und Fakten zum Kräftemessen liefert das Kurvenwissen.
Bemerkenswert:
- Gegensätze in der Luft: Während unsere Herthaner ligaweit die wenigsten Gegentore per Kopf kassierten (4), kamen gegnerische Teams auf diese Weise nur gegen zwei Konkurrenten häufiger zum Abschluss als gegen die Elf aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts (80).
- Magdeburger Glücksbringer auf der Bank? FCM-Trainer Petrik Sander hat gegen unseren Hauptstadtclub eine makellose Bilanz aufzuweisen, gewann alle vier bisherigen Duelle.
- Statistisch gesehen könnte ein Aluminiumfestival nahen: Die jeweils 15 Treffer von Pfosten und Latte beider Seiten können ligaweit nur zwei Mannschaften überbieten.
- Entscheiden Konter das Duell? Unsere Alte Dame traf neun Mal nach solchen Situationen, die Magdeburger hingegen mussten zehn Gegentreffer nach schnellem Umschaltspiel des Gegners hinnehmen – acht davon im eigenen Stadion. Hertha wurde übrigens erst drei Mal per Konter bezwungen.
Das Personal: Sicher fehlen wird John Anthony Brooks. Spannend wird darüber hinaus die Besetzung im defensiven Mittelfeld. Kennet Eichhorn fehlt weiterhin rotgesperrt, Paul Seguin sah gegen Kiel seine fünfte gelbe Karte und ist diesmal ebenfalls keine Option. Boris Mamuzah Lum fällt nach seiner im Spiel unserer U23 beim Halleschen FC erlittenen Knieverletzung für den Rest der Saison aus. Michaël Cuisance startete schon zuletzt gegen Holstein im Zentrum. Weitere Kandidaten: Kevin Sessa, Pascal Klemens, Leon Jensen und Diego Demme. „Einer von den vieren wird’s am Ende sein“, bestätigte unser Trainer bei der Pressekonferenz auf Nachfrage – mit einer Einschränkung: „Diego ist eine Option fürs Spiel, kann aber nicht von Anfang an dabei sein.“

Der Gegner: Liegt vor dem 32. Spieltag und nach einer 0:1-Niederlage beim 1. FC Nürnberg auf dem Relegationsrang 16. Coach Sander und seine Schützlinge müssen im Abstiegskampf punkten, der Trainer strahlt vor dem Saisonfinale jedoch demonstrativ Ruhe aus. „Wir haben es in der eigenen Hand und die Mannschaft ist in der Lage dazu, in Drucksituationen zu performen. Ich bin da schon optimistisch“, unterstrich der 65-Jährige nach der Partie in Franken. Optimistischer darf den FCM auch die Rückkehr von Torjäger Mateusz Żukowski machen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. 17 Tore und drei Assists aus 18 Partien machen den 24-Jährigen neben Barış Atık (fünf Treffer, elf Vorlagen) zum mit Abstand gefährlichsten Offensivfaktor des einstigen Europapokalsiegers, der seine Bilanz auf eigenem Platz weiter aufbessern will und muss. Mit 14 Punkten ist der dreimalige DDR-Meister 18. in der Heimtabelle – doch zuletzt gewannen die Blau-Weißen auf eigenem Platz zwei Partien in Serie. Drei Heimsiege wären ein eingestellter Vereinsrekord, den unsere Herthaner verhindern wollen.
Die Schiedsrichter: Jarno Wienefeld übernimmt die Leitung des Spiels. Der 27-Jährige pfeift sein elftes Zweitligaspiel und begegnete dabei auch bereits einmal unserer Alten Dame. Beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld hatte der Unparteiische Toni Leistner vom Feld gestellt. Assistieren werden Wienefeld an den Seitenlinien Luca Jürgensen und Mario Hildenbrand sowie Daniel Bartnitzki als vierter Offizieller. Dr. Arne Aarnink und Dr. Riem Hussein sitzen als VAR vor den Bildschirmen.