
In Gedenken an Margot Friedländer
Am 9. Mai 2025 verstarb Margot Friedländer in Berlin – der Stadt, in der sie über 103 Jahre zuvor zur Welt gekommen war. Bis zuletzt widmete sie ihr Leben der Aufklärung über die Verbrechen der Nationalsozialisten und mahnte die Verteidigung der Demokratie an.
Friedländer hatte sich während des Holocausts zunächst im Untergrund ihrer Heimatstadt versteckt, wurde aber später verraten und in das KZ Theresienstadt verschleppt. Im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrem Bruder überlebte sie die Judenvernichtung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wanderte Friedländer in die USA aus und kehrte erst 2010 an die Spree zurück. Anschließend kämpfte sie unermüdlich gegen das Vergessen und warnte vor Hass, vor Ausgrenzung, vor Nationalismus, vor Rassismus und vor Antisemitismus. Immer wieder trat sie auf Gedenkveranstaltungen oder vor Schulklassen auf, um ihre Botschaft zu transportieren: „Seid Menschen!“
Vor allem die junge Generation lag ihr am Herzen. Im April 2022 besuchte die Holocaust-Überlebende auch unseren Hauptstadtclub und die damalige U17. Als Zeitzeugin teilte sie ihre erinnerungswürdige Geschichte, die wir nie vergessen dürfen! Hertha BSC gedenkt an diesem Tag einer bewundernswerten und inspirierenden Person.