
1. Frauen gewinnen gegen Ingolstadt auch ihr zweites Heimspiel
Auch im zweiten Heimspiel nach dem Aufstieg bejubelten unsere Herthanerinnen einen Dreier: Gegen den FC Ingolstadt 04 stand am 4. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga ein 2:1 (2:1)-Sieg zu Buche. Chefcoach Tobias Kurbjuweit hatte im Duell mit den Schanzerinnen auf exakt die gleiche Startaufstellung wie beim vorangegangenen Auswärtserfolg in Potsdam gesetzt.
Wellhausen eiskalt – Eigentor zum Anschluss
Und jene blau-weiße Elf erwischte im Stadion auf dem Wurfplatz/Amateurstadion einen perfekten Auftakt. Aurelia Haesler fand von rechts Elfie Wellhausen im Strafraum, wo die Angreiferin aus spitzem Winkel zur Führung einschoss (7.). Die Berlinerinnen blieben auf dem Gaspedal: Während Svenja Poock zunächst noch an FCI-Keeperin Anna-Lena Daum scheiterte (9.), baute wiederum Wellhausen den Vorsprung aus. Gemeinsam mit Lotte Reimold übte die Torjägerin ein starkes Pressing aus, fackelte nach der Balleroberung nicht lange und verwandelte humorlos (11.). Kurz darauf netzte auch Poock ein, der Treffer fand aufgrund einer Abseitsstellung jedoch keine Anerkennung (12.). Im Anschluss entwickelten die Gäste zunehmend Gefahr nach Standardsituationen. Dabei ereigneten sich nach Freistoßflanken aus dem Mittelfeld zwei beinahe identische Situationen, die jeweils ein Eigentor zur Folge hatten. Während Clara Dreher aber eine Abseitsstellung der Schwarz-Rot-Weißen noch Glück im Unglück bescherte (24.), galt dies für Nora Giannori nicht mehr (25.). In der Folge verbuchten das Kurbjuweit-Team zwar weitere Abschlüsse, denen es aber an der nötigen Präzision fehlte. Deswegen ging es mit dem knappen Vorsprung in die Kabinen.

Viele Wechsel, einige Chancen, aber keine weiteren Tore
Während Ingolstadt mit drei frischen Kräften aus der Pause kam, verzichtete unser Übungsleiter noch auf Wechsel. Auch im zweiten Abschnitt legten unsere Herthanerinnen aktiver los. Bei einer Doppelchance von Wellhausen und Sari Saeland verpassten unsere Mädels allerdings einen weiteren Treffer (50.). Nach einer knappen Stunde brachte Kurbjuweit schließlich in Elly Böttcher, Henrike Sahlmann und Johanna Seifert drei Jokerinnen (58.). Erstere zwang Daum zwischen den Pfosten der Schanzerinnen im Anschluss zu einer Parade (68.). Letztere verfehlte bei einer Direktabnahme aus guter Position den Kasten (72.). Die ebenfalls eingewechselte Amelie Blättner fand in der Schlussphase in Daum ihre Meisterin (85.). Defensiv ließen unsere Blau-Weißen nach dem Seitenwechsel derweil überhaupt nichts anbrennen. So brachten die Hauptstädterinnen das Resultat ins Ziel.
„So ins Spiel zu starten, hat uns gegen eine erfahrene und gut strukturierte Zweitligamannschaft ein Stück weit Sicherheit gegeben. Wir mussten in der Folge viel gegen den Ball arbeiten und unser Tor mit aller Konsequenz verteidigen, um drei Punkte einzufahren. Das hat unser Team toll gemacht, deswegen sind wir sehr zufrieden“, resümierte Kurbjuweit. Die nächste Aufgabe wartet auf unsere 1. Frauen, die nun neun Zähler auf ihrem Konto haben, dann am Sonntag (06.09.26, 14:00 Uhr) in der Fremde bei Borussia Mönchengladbach.
Aufstellung: Lux – Giannori (90.+1 Danso), Schiemann, Dreher (C), Borchmeyer – Mettner – Haesler (58. Sahlmann), Reimold, Saeland (74. Blättner), Poock (58. Seifert) – Wellhausen (58. Böttcher)
Tore: 1:0 Wellhausen (7.), 2:0 Wellhausen (11.), 2:1 Giannori (25. Eigentor)
Gelbe Karten: Poock, Sahlmann – Vidovic
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