Marvin Plattenhardt behauptet gegen Sheraldo Becker (li.) den Ball.
Profis | 6. August 2022, 18:12 Uhr

"Es war nicht genug"

Im Vorfeld unseres Bundesliga-Auftakts beim 1. FC Union waren unsere Herthaner zuversichtlich und hatten sich für das mit Spannung erwartete Kräftemessen viel vorgenommen. Umso größer war die Enttäuschung nach der 1:3-Niederlage in Köpenick im blau-weißen Lager. Diesen Startschuss hatten sich alle Spreeathener anders vorgestellt. „Es war nicht genug. Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten Chancen, haben aber das Tor nicht getroffen. Anschließend haben wir zu einfach die Gegentore bekommen. Die Fans sind natürlich enttäuscht. Auch uns Spieler schmerzt es sehr, erneut das Derby verloren zu haben“, haderte Kapitän Marvin Plattenhardt. herthabsc.com hat die ersten Reaktionen nach dem Stadtduell notiert.

Marvin Plattenhardt: Es war nicht genug. Wir sind gut ins Spiel gekommen, hatten Chancen, haben aber das Tor nicht getroffen. Anschließend haben wir zu einfach die Gegentore bekommen. Wir müssen uns die Szenen nun anschauen und die Fehler abstellen. Die Fans sind natürlich enttäuscht. Auch uns Spieler schmerzt es sehr, erneut das Derby verloren zu haben. Jetzt müssen wir weiter hart arbeiten, dann werden wir auch Punkte einfahren. Wir haben in der Vorbereitung einen Schritt nach vorne gemacht und uns als Mannschaft weiterentwickelt. Deswegen muss das Motto sein: Abhaken und weiter geht es.

Oliver Christensen: Uns haben hier Qualität und Intensität gefehlt, wir waren nicht so da, wie es gefordert gewesen wäre - das war nicht gut genug. Wir wussten, wie viel dieses Spiel unseren Fans bedeutet. Deshalb sind wir sauer, traurig und enttäuscht, wir wollten diesen Sieg für Hertha und für sie holen. Für drei Punkte müssen wir es hier als Mannschaft aber besser machen, so war es leider ein verdienter Erfolg für Union. Jetzt haben wir das erste Heimspiel vor der Brust, und es ist wichtig für die Fans und für uns alle, dass wir da besser performen. Dafür müssen wir den Kopf hochnehmen, auch wenn es im Moment wehtut.

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Wir wussten, wie viel dieses Spiel unseren Fans bedeutet. Deshalb sind wir sauer, traurig und enttäuscht, wir wollten diesen Sieg für Hertha und für sie holen.
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-Oliver Christensen

Dodi Lukébakio: Das war ein schwieriges Spiel, in dem wir nicht viele Räume hatten und zu wenig Lösungen gefunden haben. Erst gegen Ende ist uns das mal gelungen, so konnte ich das Tor erzielen. Wir benötigen noch ein wenig Zeit, haben einige neue Spieler und es wird nicht alles direkt gut klappen. Das vergangene Jahr war schwierig, die Mannschaft ist aber mental stark und es war unser erstes Saisonspiel, auch wenn eine Niederlage im Derby natürlich wehtut. Wir müssen jetzt aber positiv bleiben und im nächsten Spiel versuchen, uns mehr gefährliche Situationen zu erspielen und auch defensiv als Team noch besser werden. Ich habe große Hoffnung, dass uns das Schritt für Schritt gelingen wird.

von Hertha BSC