
„Mit Disziplin und Emotionen“
Auf der Zielgeraden des Trainingslagers nimmt die Intensität von Einheit zu Einheit zu. Am Donnerstag gerieten Deyovaisio Zeefuik und Paul Seguin nach einem Zweikampf aneinander – eine Szene, die Michaël Cuisance in der Medienrunde nach der Einheit nicht überbewerten wollte. Stattdessen lobte der Franzose den Erfolgshunger, blickte auf die finalen Einheiten sowie den Test gegen Standard Lüttich voraus und sprach über die gemeinsamen Ambitionen unserer Herthaner.
… hitzige Zweikämpfe zwischen Teamkollegen:
Solche Dinge können passieren, ich habe das schon ein paar Mal in meiner Karriere erlebt. Diese Gier auf Erfolg brauchen wir auch. Ich bin mir sicher, dass das schnell geklärt ist. Jetzt wollen wir gegen Standard noch einen guten Test absolvieren und dann fokussieren wir uns gemeinsam voll und ganz auf Schalke. Das ist ein sehr schönes Spiel zum Start und dafür müssen wir genauso heiß werden wie Deyo und Segu (schmunzelt).
… seine eigene Rolle und einen möglichen Einsatz in einer defensiveren Position zum Rückrundenstart:
Ich mache natürlich gerne das, was der Trainer von mir verlangt, aber ich denke, ich bin weiterhin gut auf der Zehnerposition aufgehoben. Wir haben Kenny (Eichhorn, Anm. d. Red.), Segu, auch Sess (Kevin Sessa, Anm. d. Red.) wird wieder zurücksein. Außerdem gibt es noch weitere gute, junge Spieler auf dieser Position. Weiter vorne kann ich freier spielen, viel dribbeln und für das Team machen – das ist besser für mich und auch besser für die Mannschaft.

… Mitspieler Kennet Eichhorn und mögliche Parallelen:
Kenny macht es überragend. Die Herausforderung ist dann, das zu bestätigen und die Leistungen zu wiederholen. Aber er ist ein total seriöser Junge, arbeitet sehr hart und hat seine Familie um sich, all das tut ihm sehr gut. Und er muss auch eigene Fehler machen dürfen, um ein Mann zu werden. Ich habe selbst so viele gemacht, bin nicht perfekt und habe doch meinen Weg hierhin gefunden. Darauf bin ich stolz!
… seine Laufarbeit auf dem Grün:
Mir macht das großen Spaß – wenn du als Fußballer keinen Spaß am Laufen hast, wird es schwer (lacht). Wir müssen mit viel Disziplin, aber auch mit vielen Emotionen agieren.
… das Pokalduell mit Freiburg und die Chance aufs Halbfinale:
Das ist ein Traum, aber der ist noch weit weg. Vorher haben wir einige andere Begegnungen zu bestreiten, dann dürfen wir uns auf ein schönes Pokalspiel gegen einen richtig guten Gegner aus der Bundesliga freuen. Für solche Partien spielen wir Fußball.
… Vorsätze für das neue Jahr und Ambitionen:
Ich habe keine Vorsätze. Es geht erst einmal um die Ziele der Mannschaft und des Vereins. Diese Ziele sind auch meine persönlichen Ziele. Wenn ich keine direkte Torbeteiligung mehr schaffe und wir dafür aufsteigen, nehme ich das gerne in Kauf! Der Aufstieg ist unser Ziel, das haben wir immer gesagt. Wir spielen für Hertha BSC und wissen, was das bedeutet. Wir haben sehr wichtige Monate vor uns, gerade die ersten beiden. Deshalb müssen wir weiter hart arbeiten – und jedes Spiel total fokussiert und gleichzeitig mit Optimismus angehen! Wenn wir zusammenhalten und fußballerisch alle in die gleiche Richtung marschieren, bin ich sehr optimistisch – und die Mannschaft ist es auch.
… die Zukunft und seine Verlängerung im Mai 2025:
Ich bin sehr happy darüber, dass ich noch vier Jahre Vertrag habe – ich würde sie gerne hier verbringen und unsere gemeinsamen Ziele erreichen. Ich möchte mit Hertha und dieser Mannschaft etwas schaffen. Dafür werden wir alles geben!