Stefan Leitl.
Profis | 6. Februar 2026, 11:30 Uhr

Kurvenwissen: Fakten zu #ELVBSC

Zuletzt teilten unsere Herthaner fünf Mal am Stück die Punkte. Ein Umstand, der Stefan Leitl sauer aufstößt. „Wir betreiben einen unfassbaren Aufwand, aber der Ertrag spiegelt sich nicht in den Ergebnissen wider. Das macht mich wütend, denn die Jungs haben sich einfach mehr verdient“, unterstrich unser Trainer auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsauftritt am Samstag (07.02.26, 13:00 Uhr) bei der SV Elversberg. Im Saarland wollen unsere Herthaner diese Serie endlich mit einem Erfolgserlebnis beenden und bloß nicht dem Zweitliga-Rekord, den der Karlsruher SC (2019) und die SpVgg Unterhaching (1996) mit sieben Unentschieden in Serie halten, näherkommen. Mehr Fakten zur anstehenen Partie gibt es in der Folge.

Bemerkenswert:

  • Beide Mannschaften standen sich in dieser Saison bereits zwei Mal gegenüber. Im Liga-Hinspiel behielten die Saarländer mit 2:0 die Oberhand, im Pokal-Achtelfinale landeten unsere Jungs einen 3:0-Erfolg. Insgesamt bekamen es beide Vereine bereits acht Mal miteinander zu tun. Die Bilanz aus Berliner Sicht lautet: Zwei Siege, vier Niederlagen.
  • Die SVE verlor im Stadion an der Kaiserlinde seit über 250 Tagen keine Begegnung mehr. Die jüngste Pflichtspielniederlage resultierte aus dem Relegationsrückspiel gegen Heidenheim im Mai des vergangenen Jahres. In der Liga blieben die Saarländer saisonübergreifend schon zwölf Mal hintereinander ungeschlagen. Aus den vergangenen vier Auftritten zu Hause holte der Tabellenzweite allerdings nur einen Dreier.
  • Elversberg lag zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison mit 29 Zählern auf Rang 9 im Gesamtranking, startete in der Folge aber bis auf den dritten Platz durch.
  • Nur der FC Schalke 04 (14) kassierte in dieser Spielzeit weniger Gegentore als Hertha und die SVE (jeweils 20) – damit treffen zwei absolute Top-Defensive aufeinander.

Das Personal: Diego Demme, Kennet Eichhorn, Niklas Kolbe und Maurice Krattenmacher stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Dawid Kownacki fehlt zudem aufgrund einer Sperre. Deyovaisio Zeefuik hat eine solche hingegen abgesessen und kehrt in den Kader zurück. Zu diesem wird erstmals auch Neuzugang Josip Brekalo gehören. „Er ist ein Spieler, den wir dringend benötigt haben, weil er sehr flexibel ist und eine hohe Qualität mitbringt. Josip kann auf beiden Seiten auflaufen und kennt auch die Zehnerposition. So gibt er uns gewisse Möglichkeiten, um den Gegner vor Aufgaben zu stellen. Die ersten Trainingseinheiten waren wirklich gut. Es ist definitiv eine Option, dass er zum Einsatz kommt“, verriet unser Übungsleiter, der zudem noch über den Nebenmann von Paul Seguin im zentralen Mittelfeld entscheiden muss. Dort kommen neben Pascal Klemens auch Kevin Sessa sowie Boris Mamuzah Lum in Frage.

Vincent Wagner gestikuliert an der Seitenlinie.

Der Gegner: Die Saarländer starteten mit vier Punkten aus drei Begegnungen in die Rückrunde. In der Vorwoche gelang ein 3:1-Auswärtssieg in Kaiserslautern. Dabei erzielte David Mokwa seinen Premierentreffer im SVE-Trikot. Der Angreifer war im Winter als Nachfolger des zu Eintracht Frankfurt abgewanderten Torjägers Younes Ebnoutalib an die Kaiserlinde gekommen. Trotz der personellen Rotation weiß die Auswahl von Vincent Wagner auch weiterhin offensiv zu überzeugen. Elversberg erzielte bis zum 20. Spieltag nicht nur die meisten Tore im deutschen Unterhaus, sondern brachte es auf den zweitbesten xGoals-Wert und gab die drittmeisten Torschüsse ab. „Ich freue mich auf das Heimspiel. Hertha BSC wurde vor der Saison von vielen Experten als absoluter Aufstiegsfavorit gewertet – und das zurecht“, betonte der Chefcoach unserer Gastgeber vor dem Duell mit unseren Berlinern. „Es ist immer Ansichtssache: Manche sagen, dass Hertha sechs Mal in Folge nicht gewonnen hat – aber die Mannschaft hat auch fünf Spiele nicht mehr verloren. Wir werden eine Top-Performance brauchen, und das nötige Quäntchen Glück, um das Spiel zu gewinnen. Wir arbeiten darauf hin, dass das Glück nicht ganz so groß sein muss.“ Der Fußballlehrer nutzte übrigens als einziger in der 2. Bundesliga bislang alle 100 möglichen Wechseloptionen und setzte insgesamt trotzdem die wenigsten Spieler (22) aller Teams ein. Ein weiterer Akteur könnte zeitnah hinzukommen: Zum Abschluss der Transferperiode sicherte sich der Aufsteiger von 2023 nämlich die Dienste von Immanuël Pherai. Den Vergleich mit unserer Alten Dame verpasst der Niederländer jedoch aufgrund von Wadenproblemen.

Die Schiedsrichter: Lukas Benen leitet das Geschehen und sorgt damit für ein gutes Omen. Der 32-Jährige pfiff unsere Herthaner bislang zwei Mal – sowohl beim Heimsieg in der laufenden Saison gegen Münster als auch beim Auswärtserfolg in der vergangenen Spielzeit in Nürnberg. An den Seitenlinien unterstützen Fynn Kohn und Lennart Kernchen, Jonas Weickenmeier fungiert als vierter Offizieller. Michael Bacher und Franziska Wildfeuer begutachten kritische Szenen an den Monitoren.

von Erik Schmidt